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1802: Kirchliches Vermögen: Was vermag Kirche?
Finanz-Fachtagung

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 16. bis 17. Januar 2018

In Kooperation mit Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)

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Die Einführung und Weiterentwicklung des neuen kirchlichen Finanzwesens (NKF) mit der kirchlichen Doppik, der erweiterten Kameralistik und der neuen Steuerung mithilfe des Haushaltsbuches, fordert seit gut einem Dutzend Jahren viel Engagement von den evangelischen Kirchen. Mit dem NKF wird nun auch das Vermögen der Kirchen ausgewiesen.

Doch was ist das Vermögen? In den verschiedenen Rechnungslegungsansätzen – und erst recht in der betriebswirtschaftlichen Theorie – gibt es auf diese Frage höchst unterschiedliche Antworten. Die Beispiele von Immobilien oder Pensionsverpflichtungen führen deutlich vor Augen, wie gravierend sich unterschiedliche Bewertungsprinzipien auf das Vermögen auswirken können.

Dabei ist die Frage des Vermögens mitnichten nur eine Frage des Ausweises, auch wenn diese von Bedeutung ist und die Kommunikation mit Kirchengliedern, Öffentlichkeit und Medien vor Herausforderungen stellt. Wichtiger ist der Anspruch des NKF, der Steuerung der Kirche zu dienen. Schon kirchenrechtlich gehen in Bezug auf etwaige Veränderungen des Vermögens Steuerungsimpulse aus, aber das NKF sollte auch die Planung der inhaltlichen Arbeit und die diesbezügliche Schwerpunktsetzung durch die Bereitstellung von ökonomischen Informationen unterstützen. Was vermag Kirche zu tun, was ist ihr „Vermögen“ angesichts ihrer Ressourcen und ihres Auftrags?

Der durch das NKF vollzogene Umstieg von einer Zahlungsorientierung auf den periodengerechten Ressourcenverbrauch (und eben das Vermögen) sollte aber nicht dazu verführen, die Zahlungsmittel vollständig aus dem Blick zu verlieren: Gerade in der Gemeindearbeit ist die Verfügbarkeit von zweckgebundenen Spenden und Zuweisungen von großer Bedeutung, um die beabsichtigte Arbeit auch tatsächlich durchführen zu können. Und es sollte auch nicht vergessen werden, dass die Frage, ob die Kirche ihre Aufgabe heute gut erfüllt, auch Auswirkungen auf die zukünftigen Zahlungseingänge haben kann, die wichtig für die künftige Arbeit der Kirchen sind, aber in Jahresabschlüssen nicht berücksichtigt werden.

Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion mit Wissenschaftlern und Finanzfachleuten über den Umgang mit dem kirchlichen Vermögen im NKF zu beteiligen.

Dr. Heidrun Schnell, Abteilungsleiterin Finanzen, Kirchenamt der EKD
Dr. Joachim Lange, Tagungsleiter, Ev. Akademie Loccum

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Dienstag, 16. Januar 2017

Begrüßung und Einleitung
Dr. Joachim Lange, Evangelische Akademie Loccum
Dr. Heidrun Schnell, Leiterin Abteilung Finanzen, Kirchenamt der EKD, Hannover

Vermögen und Rechnungslegungszwecke im öffentlichen Finanzwesen
Prof. Dr. Holger Mühlenkamp, Lehrstuhl für Öffentliche Betriebswirtschaftslehre, Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer

Steuerungsgröße Reinvermögen: Erfordernis und Grenzen
Dr. Erich Theodor Barzen, Leiter der Abteilung Finanzen, Ev.-Luth. Kirche in Bayern, München

Liquiditätsvorsorge im kirchlichen Vermögen
Dr. Rolf Krämer, Juristischer Vizepräsident, Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Gemeinsame Diskussion

Vermögen und Recht in der Kirche
Dr. Volker Knöppel, Vizepräsident, Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck, Kassel
Bernd Baucks, Leiter der Abteilung Finanzen und Diakonie, Ev. Kirche im Rheinland, Düsseldorf
Dr. Rüdiger Pomrehn, Leiter des Dezernates Finanzen, Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland, Kiel

Gemeinsame Diskussion

Kirchliches Vermögen: Was vermag die Kirche?
Prof. Axel Noack, Bischof i.R., Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Kirchliches Vermögen wozu?
Die Verbindung von inhaltlicher und finanzieller
Planung
Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, Mitglied des Rates der EKD, Ingelheim am Rhein
Dr. Martin Kastrup, Leiter des Dezernates Finanzen und Informationstechnologie, Ev. Landeskirche in Württemberg, Stuttgart

Gemeinsame Diskussion

Vermögen braucht Verwalter
Strategien der Fachpersonalsicherung
Peter Burkowski, Geschäftsführer der Führungsakademie für Kirche und Diakonie, Berlin

Diskussion

Anschl. Gelegenheit zum informellen Austausch

Mittwoch, 17. Januar 2017

Impulse aus der Schnittstelle Bauverwaltung und Finanzen
Gudrun Gotthardt, Leitende Landeskirchenbaudirektorin, Ev. Kirche im Rheinland, Düsseldorf
Jochen Rapp, Leitung Bau, Kunst und Umwelt, Ev. Landeskirche in Baden, Karlsruhe

Gemeinsame Diskussion

Versorgung, eine Herkulesaufgabe:
Entscheidungen, Spielräume, Konsequenzen
Dr. Wolfram Gerdes, Vorstand Kapitalanlagen und Finanzen, Kirchliche Versorgungskassen KZVK und VKPB, Dortmund
Heinz Thomas Striegler, Leiter der Kirchenverwaltung, Ev. Kirche in Hessen und Nassau, Darmstadt

Gemeinsame Diskussion

Kirchenvermögen & Kommunikation:
Wie sag’ ich’s meinem Kinde …?
Prof. Dr. Bettina Golombiewski, Fachhochchule für öffentliche Verwaltung NRW,
Abteilung Duisburg, Steuer-Fachschule Dr. Endriss, Köln
Dr. Heidrun Schnell, Leiterin der Abteilung Finanzen, Kirchenamt der EKD, Hannover

Gemeinsame Diskussion

 

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