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1805: Moscheen in Deutschland
Wohin kann die Entwicklung gehen? Eine Werkstatt

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 14. bis 16. Dezember 2018

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Muslimische Communitys in Deutschland haben in den letzten Jahren viel Kreativität bei dem Aufbau von Moscheegemeinden bewiesen. Bis heute fehlen Strukturen, um gute Praxis zu verstetigen und drängende Probleme langfristig zu lösen. Dies betrifft z.B. die Finanzierung, die Imam-Ausbildung und die religiöse Erziehung. Besonders viele der Moscheegemeinden, die stark durch Migration geprägt sind, verstehen sich als Brücken sowohl in die deutsche Gesellschaft als auch in das jeweilige Herkunftsland. Zugleich wird öffentlich diskutiert, wie sehr Moscheen mit der deutschen Gesellschaft verbunden sind.

Wie können Moscheegemeinden und ihre Moscheen ihren Platz in der deutschen Gesellschaft finden und dabei gleichermaßen die Bedürfnisse der Religionsgemeinschaft erfüllen? Wie können sie den Erwartungen nachkommen, die sich an sie als zivilgesellschaftliche Akteure richten?

Während der Tagung stehen folgende Fragen im Zentrum:

• Welche Entwicklungen haben die Moscheen in Deutsch­ land in den letzten 50 Jahren durchlaufen? Wo stehen sie heute?

• Wie können belastbare Strukturen gefördert werden?

• Welche Ausbildung brauchen Imame und religiöses Lehrpersonal in Deutschland? Welche Modelle sind denkbar?

• Welche Modelle religiöser Erziehung in deutschen Mo­scheen bzw. moscheepädagogischen Ansätze gibt es und welche haben sich in welcher Weise bewährt?

• Welche Ansätze fördern einen offenen Dialog – intern und mit der Gesellschaft?

Diskutieren Sie mit! Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Dr. Vivien Neugebauer, Tagungsleiterin, Evangel. Akademie Loccum

 

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Freitag, 14. Dezember 2018

Begrüßung und Eröffnung
Dr. Vivien Neugebauer, Studienleiterin, Loccum

Moscheen und Moscheegemeinden in Deutschland
Prozesse der Selbstorganisation und Repräsentanz bis heute
Prof. Dr. Riem Spielhaus, Islamwissenschaft mit dem Schwerpunkt Bildung und Wissenskulturen, Georg-August-Universität Göttingen

Moscheen in der deutschen Gesellschaft. Mittendrin – angekommen?
Zwei Moscheeprojekte

Von der Kapernaum-Kirche zur Al-Nour-Moschee
Daniel Abdin, Vorsitzender des Islamischen Zentrums Al-Nour und der SCHURA Hamburg, Hamburg

21 Jahre Tag der offenen Moschee
Ali Mete, Mitinitiator und Koordinator des Tags der offenen Moschee (TOM) und Chefredakteur von IslamiQ, Köln

Wo soll es hingehen?
Bisherige Erfolgsfaktoren und drängende Herausforderungen

Finanzierung von Moscheegemeinden
Lydia Nofal, Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA Berlin), stellvertretende Vorsitzende des ZMD Berlin

Sicherheit von Moscheen
Haben sie ein besonderes Schutzbedürfnis?
Dirk Pejril, Leitender Kriminaldirektor,
Nds. Ministerium für Inneres und Sport, Hannover

Gemeinsame Diskussion mit
Daniel Abdin, Hamburg
Ali Mete, Köln

Samstag, 15. Dezember 2018

Schlüsselfigur Imam: Was können und sollen Imame in Moscheegemeinden leisten?
Mohamed Taha Sabri, Imam der Dar Al-Salam Moschee, Neuköllner Begegnungsstätte e.V., Berlin

Wie kann ein zukünftiges Ausbildungsmodell aussehen?
Podiumsdiskussion mit
Christof Schiene, Referatsleitung Hochschulentwicklung, Qualitätssicherung, Lehrerbildung, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Hannover
Erol Pürlü, Dialogbeauftragter, Verband Islamischer Kulturzentren, Köln
Roman Singendonk, Koordination berufsbegleitende Weiterbildung von Imamen und Seelsorger/innen, Institut für Islamische Theologie, Universität Osnabrück

Moscheepädagogik
Chancen und Grenzen der religiösen Erziehung in Moscheegemeinden
Betül Karakoç, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Islamische Religionspädagogik und Fachdidaktik des Islamischen Religionsunterrichts, Goethe-Universität Frankfurt

Moscheegemeinden als Akteure für Community und Gesellschaft – Vorstellung von Projekten und Konzepten:

I. Moscheen fairändern in kommunalen Netzwerken
Ein Nachhaltigkeitsprojekt
Redouan Aoulad-Ali, FSI Forum für soziale Innovation gGmbH, Solingen

II. Wie können unabhängige Moscheen entstehen?
Ein Grassroot-Projekt
Abdulrahman Alhout, Imam, „Islam Forum Nürnberg e.V.“, Nürnberg
Saleh Peter Spiewok, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand, Department Islamisch-Religiöse Studien, Universität Erlangen-Nürnberg

III. Empowerment von muslimischen Gemeinden durch muslimische Wohlfahrtspflege
Ein Qualifizierungsprojekt
Wilfried Theißen, Projektleiter „Qualifizierungsprojekt Muslimische und Alevitische Wohlfahrtspflege“, und
Ahmet Edis, Fachreferent Jugend- und Kulturarbeit, Der Paritätische NRW, Köln

Mehr und kritische Repräsentanz in der Moscheedebatte
Eren Güvercin, freier Journalist und Autor, Vorstandsmitglied, Alhambra Gesellschaft e.V. , Köln
Akif Şahin, Blogger, Hamburg
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Reinbold, Beauftragter für Kirche und Islam, Haus kirchlicher Dienste, Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Sonntag, 16. Dezember 2018

Moscheen verorten sich in Deutschland
Wohin kann die Entwicklung gehen?
Zwischenruf der Tagungsbeobachtenden
Recep Bilgen, Erster Vorsitzender der SCHURA Niedersachsen, Hannover
Samet Balcı, studentische Hilfskraft, Institut für Islamische Theologie, Universität Osnabrück
Dr. Laura Haddad, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Universität Osnabrück

Reflektion des Zwischenrufs und Diskussion von Handlungsstrategien
In Kleingruppen

Moscheen und Moscheegemeinden
Gemeinsame Arbeit an nächsten Schritten
In Kleingruppen und im Plenum
Moderation: Dr. Vivien Neugebauer

 

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