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1809: Die gemeinsame Agrarpolitik im künftigen Europa: Was und wie viel gemeinsam?

Loccumer Landwirtschaftstagung 2018

der Evangelischen Akademie Loccum vom 09. bis 11. Februar 2018

Gefördert von Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

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Die Europäische Kommission hat in der Mitteilung vom 29. November 2017 ihre Überlegungen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020 vorgestellt. In ihren Vorschlägen greift die Kommission einige seit geraumer Zeit geführte Debatten auf:

• Ein „neues Umsetzungsmodell“ soll den Klagen über zu viel Bürokratie und einen administrativen Rahmen, der zu starr für die Bearbeitung lokaler Probleme sei, begegnen. Doch ist dieses Modell, das Ideen einer Zielsteuerung aufgreift, wirklich umsetzbar? Würde die Gemeinsame Agrarpolitik dann noch eine gemeinsame sein oder drohen Wettbewerbsverzerrungen?

• Die Bedeutung von Innovation für ökonomische und ökologische Effizienz wird betont. Doch reichen die angedeuteten Maßnahmen aus, Innovation wirklich besser voranzubringen als in der laufenden Förderperiode?

• Es soll ein „intelligenter und krisenfester Agrarsektor gefördert“ werden. Doch können zu weitgehende Risikomanagement- und Subventionssysteme unternehmerische Initiative und widerstandsfähige Strukturen nicht sogar behindern?

• „Umweltpflege und Klimaschutz“ sollen gestärkt werden. Diese sollen im o.g. neuen Umsetzungsmodell ziel- und ergebnisorientiert verfolgt werden. Aber drohen dadurch Umwelt- und Klimaschutz unter den Tisch zu fallen, wenn sich Ziel- und Ergebnisorientierung nicht überprüfen und gegenüber den Mitgliedstaaten durchsetzen lassen?

• „Die globale Dimension der GAP“ wird in Bezug auf Handel und Migration aufgegriffen. Sind hier Vorschläge wie landwirtschaftliche Entwicklungshilfeprojekte und die Ansiedlung von Flüchtlingen in ländlichen Gebieten ausreichende Ansätze?

Bei der Diskussion dieser Fragen muss berücksichtigt werden, dass die EU einerseits in Bereichen wie Flüchtlingskrise und Sicherheitspolitik vor neuen Aufgaben steht. Andererseits werden aber aufgrund des Brexits voraussichtlich weniger Mittel zur Verfügung stehen.
Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Dr. Joachim Lange, Tagungsleiter, Ev. Akademie Loccum
Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor



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Freitag, 09. Februar 2018
15:30 Uhr Anreise zum Nachmittagskaffee
16:00 Uhr Begrüßung und Einleitung
Dr. Joachim Lange, Evangelische Akademie Loccum
16:15 Uhr Die Reform der GAP und das künftige Europa:
Aktueller Stand der Diskussion auf europäischer Ebene
Martin Häusling, MdEP, agrarpolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen/EFA, Bad Zwesten/Straßburg

Erste Einschätzungen der Reformvorschläge aus Perspektive des BMEL
Alois Bauer, Leiter, Unterabteilung EU, Gemeinsame Agrarpolitik, Fischerei, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Berlin
19:30 Uhr Wie kann die Landwirtschaft die anstehenden Auf­gaben bewältigen, was sollte die GAP nach 2020
dazu beitragen?
Albert Schulte to Brinke, Präsident, Landvolk Niedersachsen, Bad Iburg/Hannover

Anschließend Gelegenheit zum informellen Austausch

Samstag, 10. Februar 2018
09:30 Uhr Ein „neues Umsetzungsmodell“ für die GAP:
Auf dem Weg zur Innovations- und Performanz-Orientierung?
Prof. Dr. Peter Feindt, Fachgebiet Agrar- und Ernährungspolitik, Humboldt-Universität, Berlin

Eine „nachhaltige GAP“?
Von Zielen und Zielkonflikten
Prof. Dr. Alfons Balmann, Direktor, IAMO Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, Halle

Das EU-Einkommensstabilisierungsinstrument – Risikomanagement für Preisvolatilität, Klimarisiken und den ganzen Rest?
Dr. Frank Offermann, Institut für Betriebswirtschaft, Johann Heinrich von Thünen-Institut, Braunschweig

„Besseres Wissen … dank Forschung und Innovation“:
Wie kann das Innovationssystem gestärkt werden?
Dr. Bettina König, Integrative Research Institute on Transformations of Human-Environment Systems, Humboldt-Universität, Berlin
14:00 Uhr „Die globale Dimension der GAP“:
Welternährung, Handel, Entwicklung und Fluchtursachenbekämpfung
PD Dr. Christine Wieck, Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Bonn

Was wird eigentlich aus der Förderung ländlicher Räume?
Prof. Dr. Peter Weingarten, Leiter, Institut für ländliche Räume, Johann Heinrich von Thünen-Institut Braunschweig
16:00 Uhr Vertiefte Diskussion in parallelen Arbeitsgruppen:
AG 1
Ein „neues Umsetzungsmodell“ für die GAP:
Auf dem Weg zur Innovations- und Performanz-Orientierung?
AG 2
Die Stärkung von Umwelt- und Klimaschutz in der GAP
AG 3
Das EU-Einkommensstabilisierungsinstrument – Risikomanagement für Preisvolatilität, Klimarisiken und den ganzen Rest?
AG 4
„Die globale Dimension der GAP“:
Welternährung, Handel, Entwicklung und Fluchtursachenbekämpfung
19:30 Uhr Wäre das noch eine Gemeinsame Agrarpolitik?
Zwischen Marktverzerrungen und „Europäischem Mehrwert“
Prof. Dr. Bernhard Brümmer, Arbeitsbereich Landwirtschaftliche Marktlehre, Universität Göttingen

Anschließend Gelegenheit zum informellen Austausch

Sonntag, 11. Februar 2018
09:30 Uhr Die Gemeinsame Agrarpolitik im künftigen Europa:
Was und wieviel gemeinsam?
Zwischenresümee
Dr. Ludger Schulze Pals, Chefredakteur, top agrar, Münster

Welche GAP benötigen die Länder angesichts ihrer Aufgaben in Landwirtschaft und ländlichen Räumen?
Ministerin Barbara Otte-Kinast, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Hannover

Diskussion
Ministerin Barbara Otte-Kinast, Hannover
Udo Hemmerling, stv. Generalsekretär, Deutscher Bauernverband, Mitglied des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses, Berlin
Bernd Voß, MdL, Vorstandssprecher, Agrarbündnis e.V., Wilster
Prof. Dr. Alfons Balmann, Halle

12:30 Uhr Ende der Tagung mit dem Mittagessen


An den Arbeitsgruppen wirken u.a. mit:

Prof. Dr. Alfons Balmann, Halle
Sönke Beckmann, Koordinierungsstelle Schleswig-Holstein, Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL), Kiel
Prof. Dr. Peter Feindt, Berlin
Dr. Rüdiger Fuhrmann, Leiter, Agrar-Banking, Norddeutsche Landesbank (Nord/LB), Hannover
Prof. Dr. Bärbel Gerowitt, Lehrstuhl für Phytomedizin, Institut für Landnutzung, Universität Rostock
Udo Hemmerling, Berlin
Dr. Holger Hennies, Vizepräsident, Vorsitzender des Umweltausschusses, Landvolk Niedersachsen, Schwüblingsen/Hannover
Heike Hespe, Leiterin, Referat Agrarpolitik und Europaangelegenheiten, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Stuttgart
Ulrich Jasper, Geschäftsführer, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Hamm
Franz Jansen-Minßen, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Oldenburg
Konstantin Kreiser, Leiter globale & EU-Naturschutzpolitik, NABU, Berlin (angefragt)
Dr. Sebastian Lakner, Arbeitsbereich Agrarpolitik, Universität Göttingen
Dr. Frank Offermann, Braunschweig
Ricarda Rabe, Leiterin, Kirchlicher Dienst auf dem Lande, Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers
Wilfried Steffens, Landvolk Niedersachsen, Hannover
Bernd Voß, Wilster
Prof. Dr. Peter Weingarten, Braunschweig
PD Dr. Christine Wieck, Bonn

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Tagungsgebühr 165,- € für Übernachtung, Verpflegung, Kostenbeitrag. Für Schüler/innen, Studierende, Freiwilligendienstler und Arbeitslose Ermäßigung nur gegen Bescheinigung auf 85,- €. Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.  
Anmeldung an die Evangelische Akademie Loccum
Postfach 2158
D-31545 Rehburg-Loccum

Münchehäger Straße 6
D-31547 Rehburg-Loccum

Tel. 0 57 66 / 81-0
Fax 81-99-114

Oder hier im Internet
> zur online-Anmeldung

Oder Anmeldeformular (pdf) ausdrucken
> zum Anmeldeformular (pdf)

Sollten Sie Ihre Anmeldung nicht aufrechterhalten können, teilen Sie uns das bitte umgehend mit. Bei einer Absage nach dem 2. Februar 2018 müssen wir 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.  Falls Sie eine Bestätigung wünschen, teilen Sie uns bitte Ihre E-Mail-Adresse mit.

Überweisung erbitten wir auf ein Konto der Kirchlichen Verwaltungsstelle Loccum unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 11573  

Evangelische Bank eG Kassel
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50 
BIC: GENODEF1EK1

Postbank Hannover 
(BLZ 250 100 30) Kto.-Nr. 208687-302  
IBAN: DE89 2501 0030 0208 6873 02 
BIC: PBNKDEFFi

Tagungsleitung Dr. Joachim Lange, Tel. 0 57 66 / 81-2 41
E-Mail: Joachim.Lange@evlka.de
Tagungs-
Sekretariat
Cornelia Müller,  Tel. 0 57 66 / 81-1 14
E-Mail: Cornelia.Mueller@evlka.de
Pressereferat Florian Kühl,  Tel. 0 57 66 / 81-1 05
E-Mail: Florian.Kuehl@evlka.de
Bahnanfahrt Via IC-Bhf. Hannover nach Wunstorf (23 km bis Loccum), via IC-Bhf. Bielefeld nach Minden (25 km) oder Stadthagen (20 km), via IC-Bhf. Hamburg über Rotenburg/W. nach Leese-Stolzenau (6 km) oder via IC-Bhf. Bremen nach Nienburg (25 km). Nicht immer gibt es Busverbindungen von den Bahnhöfen Wunstorf, Stadthagen und Nienburg. mehr >
Zubringerbus Am 9. 2. 2018 ab Bahnhof Wunstorf um 14:50 Uhr direkte Verbindung mit Zubringerbus zur Akademie. Abfahrt des Busses: Ausgang ZOB.
Am 11. 2. 2018 auch zurück; Ankunft Wunstorf ca. 13:30 Uhr.
Bitte unbedingt anmelden; die Plätze sind begrenzt!
Autoanfahrt Von Norden über Nienburg/Weser; von Westen über A2, Abfahrt Porta Westfalica/Minden, B482 in Richtung Minden-Nienburg; von Osten über A2 Hannover, Abfahrt Wunstorf-Luthe, B441 Wunstorf in Richtung Stolzenau-Nienburg. Die Einfahrt in das Akademiegelände liegt an der B441. mehr >
Feste Zeiten
im Haus
  8:15 Uhr Morgenandacht
  8:30 Uhr Frühstück
12:30 Uhr Mittagessen
Nachmittagskaffee
18:30 Uhr Abendessen.
Hier geht's zur Anmeldung.
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