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1816: Zusammen angekommen? Geflüchtete Familien unterstützen

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 7. bis 9. März 2018

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Familie ist ein geschützter Raum, in dem Kinder von ihren Eltern aufgezogen, erzogen und mit gesellschaftlichen Verhaltensregeln vertraut gemacht werden. Aber auch Eltern gewinnen durch ihre Kinder neue Erfahrungen und Sichtweisen.

Durch Fluchterfahrungen wird das gegebene soziale Sicherheits- und Beziehungsgefüge gestört – sowohl für Eltern als auch für Kinder. Zudem zermürben und destabilisieren unsichere Bleibeperspektiven sowie fehlende Zugänge zu Bildung oder Arbeit die Familien zusätzlich und erschweren ein Ankommen. In dieser Situation brauchen geflüchtete Familien spezifische Unterstützung, um sich als besondere soziale Gruppen mit Sozialisationsfunktion neu zu orientieren und zu stabilisieren. Dafür setzen sich vielerorts Fachämter, zivilgesellschaftliche Träger und ehrenamtliche Initiativen in Gestalt von bspw. Beratung, Therapie und Familienbegleitung ein.

Auf dieser Tagung soll gemeinsam an der Aufgabe gearbeitet werden, wie geflüchtete Familien darin unterstützt werden können, ihr Leben in Deutschland zu arrangieren. Folgende Fragen sind dabei zentral:

• Wie wirkt sich Flucht auf Familienstruktur und Dynamiken in geflüchteten Familien aus?

• Wie gut funktioniert die Unterstützung von Familien durch die Regelversorgung?

• Wie müssen vorhandene Angebote gegebenenfalls an­gepasst werden?

• Mit welchen Maßnahmen können gleichermaßen alle Familienmitglieder erreicht und stabilisiert werden?

• Welche Ansätze aus der Praxis können für die Flüchtlings- und Integrationsarbeit handlungsorientierend sein?

• Wie werden kommunal Freizügigkeit und Familiennachzug organisiert? Welche psychischen Folgen hat das für die betroffenen Familien?

Diskutieren Sie mit! Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Dr. Vivien Neugebauer, Tagungsleiterin, Evangelische Akademie Loccum

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Mittwoch, 7. März 2018

Begrüßung und Eröffnung
Dr. Vivien Neugebauer, Ev. Akademie Loccum

Familie im Kontext von Flucht und Integration
Wie verändern sich Familienstrukturen und -dynamiken durch Fluchterfahrungen?
Prof. em. Dr. Leonie Herwartz-Emden, Pädagogik der Kindheit und Jugend, Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät, Universität Augsburg

Wie werden geflüchtete Familien auf kommunalen Ebenen unterstützt?
Offene Fragen mit Blick auf …

… Unterbringung
Eva-Lena Eilert und Carmen Zachert, Integrationsmanagement für Flüchtlingsunterkünfte, Fachbereich Soziales der Landeshauptstadt Hannover

… gesundheitliche Versorgung
Joachim Krauß, AWO Integrationsagentur Duisburg

… Sprach- und Integrationsangebote
Rosi Leinfelder, Fachbereichsleitung Paritätisches Bildungswerk, Landesverband Bremen

… Arbeitsmarkt
Carina Dorsch, Regionaldirektion, ingeus, Nürnberg

Fragmentierte Familien
Kommunale Wohnsitzauflage und Familiennachzug
Rudolf Mattern, Fachbereichsleiter Jugend, Familie, Senioren und Soziales, Stadt Delmenhorst
Bernd Tobiassen, Migrations- und Flüchtlingsberatung, Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Aurich e.V.

Donnerstag, 8. März 2018

Geflüchtete Familien unterstützen
Kommunale Strategien zur Förderung geflüchteter Familien
Heinz Müller, wissenschaftliche Begleitung nds. Projekte, Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V.
Miriam Weilbrenner, Landeskoordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren Nordrhein-Westfalen, Dortmund

Kinder und Jugendliche im Fokus
Einsichten aus der psychotherapeutischen Praxis
Swantje Decker, Interkulturelle Psychologie, refugio Münster - Psychosoziale Flüchtlingshilfe

Real-Practice-Beispiele zur Stabilisierung geflüchteter Familien
Parallele Kleingruppen
Spezifische Unterstützungsangebote für…

… Kinder (AG 1)
Esther Pareigis, Leitung des Kind-Eltern-Zentrums „Tabaluga“ und
Jacqueline Gawlitta, Leitungsteam der Kita „Schatztruhe“, Halle/Saale, aus dem Programm WillkommensKITAS (DKJS)

… Mütter (AG 2)

… Väter (AG 3)
Antonio Diáz, Bildung-Integration-Familien-Frauen-BIFF e.V., Dortmund

Geschlechterrollen in der Familie:
Welche Bedeutung haben sie für die Integrationsarbeit?
Dr. Katherine Braun, wissenschaftliche Mitarbeiterin, BMBF-Projekt "Willkommenskultur und Demokratie in Deutschland", Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien (IMIS), Universität Osnabrück
Veronika Rückamp, wissenschaftliche Mitarbeiterin, „Religiöse Diversität und Praxis in Flüchtlingsunterkünften“, Institut für Soziologie, Georg-August-Universität Göttingen
Dr. Michael Tunç, Professur für Migration und Soziale Arbeit, Hochschule Darmstadt und Vorstandsmitglied „Männlichkeiten, Migration und Mehrfachzugehörigkeiten e.V.“

Freitag, 9. März 2018

Geflüchtete Familien unterstützen
Was bleibt zu tun?
Ergebnisse aus den Kleingruppen

Kommentiert von:
Vivien Hellwig, Projektleiterin „Fokus Flucht“, Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V., Hannover
Eva-Maria Zabbée, Geschäftsführerin, Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie in Niedersachsen, Hannover

Gemeinsame Abschlussdiskussion

 

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