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1824: Justizsozialarbeit in Deutschland und Polen
Deutsch-polnische Begegnung und Tagung von Studierenden der Sozialen Arbeit

Evangelische Akademie Loccum, 23. bis 27. April 2018

Gefördert von: Deutsch-Polnisches Jugendwerk (dpjw/pnwm)

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Wie machen wir es, wie machen es andere? Während einer ganzen Woche in Loccum werden sich Studierende der Sozialen Arbeit aus Deutschland und Polen begegnen, über ihre Kultur und ihre Länder sprechen und sich über ein wichtiges Berufsfeld austauschen: die Justizsozialarbeit.

Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter tragen mit dazu bei, straffällig gewordene (junge) Menschen so zu begleiten, dass sie sich in die Gesellschaft gut integrieren und ein Leben ohne Straftaten führen können. Dabei sind sie in dreifacher Weise verpflichtet: ihren straffällig gewordenen Klienten gegenüber, dem Staat gegenüber und ihrer eigenen Profession und deren ethischen Grundsätzen gegenüber. Wie die Verpflichtungen verstanden und ausgestaltet werden, ist je nach Land verschieden.

Wir gewinnen auf der Tagung einen Einblick in die konkreten Arbeitsweisen der Justizsozialarbeit in Deutschland und Polen. Dabei geht es um die grundlegenden Rahmenbedingungen der Arbeit, aber auch um konkrete Herausforderungen des Jugendstrafvollzuges, z.B. durch Subkulturen oder Angehörige von Minderheiten in Haftanstalten.

Durch eine Exkursion in den geschlossenen Jugendvollzug in Hameln und durch die Beteiligung von deutschen wie polnischen Experten aus dem offenen Vollzug, der ambulanten Justizsozialarbeit und aus der Wissenschaft lernen wir die unterschiedlichen Formen des Umgangs mit jungen Straffälligen in Deutschland und in Polen kennen und kommen über unterschiedliche Sichtweisen und Arbeitsstrukturen ins Gespräch. In kreativen Workshops nähern wir uns mit Theater, Musik und Malerei dem Thema der Woche.

Kennenlernen und Brückenbauen über Landesgrenzen hinweg ist aber mehr als Fachgespräch. Interkulturelle Workshops und die Suche nach Antworten auf eine Frage von Woody Allen werden uns die Geheimnisse des jeweils anderen Landes näher bringen.

Sie sind alle herzlich nach Loccum eingeladen!

Dr. Susanne Benzler, Tagungsleiterin, Ev. Akademie Loccum

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Montag, 23. April 2018

Herzlich willkommen – Serdecznie Witamy – You are very welcome!
Begrüßung und Einführung
Dr. Susanne Benzler, Ev. Akademie Loccum

Vorstellung der beteiligten Institutionen:
Dr. Susanne Benzler, Ev. Akademie Loccum
Dr. Milena Miałkowska-Kozaryna, Maria-Grzegorzewska-Hochschule für Spezialpädagogik, Warschau
Prof. Dr. Stefanie Debiel, Soziale Arbeit/Kinder und Jugendliche, Hochschule für angewandte Kunst und Wissenschaft Hildesheim-Holzminden-Göttingen (HAWK)

Woher kommen wir?
Wohin wollen wir in dieser Woche?
Kennenlernen und erste kurzweilige Länderkunde zu Deutschland und Polen
mit Dorota Cygan, Trainerin für interkulturelle Kompetenzen, Berlin

Dienstag, 24. April 2018

Begrüßung durch den Direktor der Ev. Akademie Loccum
Dr. Stephan Schaede

Strafe, Erziehung, Resozialisierung?
Welchen Ideen folgt das Jugendstrafrecht in Deutschland und Polen?
In welchen Strukturen findet der Jugendvollzug statt?
Dr. Ewa Bilska, Abteilung Psychopädagogik und Sozialisierung, Dekanin der Pädagogischen Fakultät der Maria-Grzegorzewska-Hochschule für Spezialpädagogik, Warschau
Prof. Dr. Maike Schmieta, Soziale Arbeit/Psychologie und Soziale Arbeit, HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Uwe Wolf, Jugendanstalt Hameln, Abteilung Offener Jugendvollzug Göttingen

Wo sind wir hier eigentlich?
Besuch des Klosters Loccum mit Dr. Susanne Benzler

Gefangenensubkulturen im Strafvollzug
Dr. Kamil Miszewski, Maria-Grzegorzewska-Hochschule, Warschau

Migration und Strafvollzug. Erfahrungen aus der Praxis
Selin Arikoglu, Sozialpädagogin, ehemalige Justizsozialarbeiterin, Doktorandin, Hannover

Frei nach Woody Allen:
Was wir immer schon einmal über Deutschland/Polen wissen wollten, aber nie zu fragen wagten …
Fragen und Antworten unter den Teilnehmenden
Moderation: Dr. Susanne Benzler und Dorota Cygan

Mittwoch, 25. April 2018

Exkursion zur Jugendanstalt Hameln
(Geschlossener Jugendvollzug)

Einführung und Rundgang durch die Jugendanstalt in Teilgruppen mit dem Besuch je einer Vollzugsabteilung und Einblicken in die Abteilungen Sport/Freizeit/Kultur und Schulische und berufliche Bildung
Austausch über Gehörtes und Gesehenes, Fragen und Gespräch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugendanstalt

Abfahrt nach Hameln, Stadt, und gemeinsames Mittagessen in Hameln
Stadtführung durch Hameln,
danach Besuch der Stadt Hameln in Kleingruppen

Gemeinsamer Ausklang des Tages.
Zu Beginn mit deutsch-polnischen interkulturellen Einblicken
mit Dorota Cygan

Donnerstag, 26. Juni 2018

Was tun Justizsozialarbeiter?
„… die Gefangenen (sollen) fähig werden, künftig (…) ein Leben ohne Straftaten zu führen.“ (NJVollzG)
Wer kann, wer muss was dafür tun?
Workshop mit open space-Elementen der Teilnehmenden

Jugendvollzug, Bewährungshilfe und Integration: Was tun Justizsozialarbeiter?
Inputs von und Gespräch mit:
Egon Hunstock-Bodenstab, Justizsozialarbeiter, Bewährungshilfe Nienburg
Dr. Tomasz Głowik und Dr. Marta Porembska, Maria-Grzegorzewska-Hochschule, Warschau
Selin Arikoglu

„Drinnen und draußen“ – Wir setzen Themen der Loccumer Woche in Szene!
Theater- und Musikworkshops und Workshops zur Wandmalerei
Carmen Schulze-Meyer und Ulrich Meyer, Musik- und Theaterpädagogen, Stadthagen
Andreas Palm, Künstler, Hannover

Eine Delegation der Maria-Grzegorzewska-Hochschule Warschau und der Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen besucht parallel den Maßregelvollzug in Bad Rehburg
Dr. Christian Riedemann, Klinikleiter, Maßregelvollzugszentrum Niedersachsen, Fachkrankenhaus für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie

Gemeinsamer Abend
mit Dorota Cygan

Freitag, 27. April 2018

Jugendstrafvollzug in der öffentlichen und politischen Diskussion
Prof. Dr. Theresia Höynck, Vorsitzende der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ), Hannover, und Professorin für Recht der Kindheit und der Jugend, Universität Kassel
mit einem Kommentar von Dr. Ewa Bilska
Moderation: Dr. Susanne Benzler

Do widzenia – Auf Wiedersehen – Good bye!
Was haben wir erfahren/erlebt?
Was nehmen wir mit nach Hause?

 

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