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1831: Frankreich und Deutschland: Yin und Yang der EU-Reform?

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 8. bis 9. Juni 2018

In Kooperation mit dfi - Deutsch Französisches Institut, Ludwigsburg

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Die EU bedarf einer Reform, um auch künftig Europa wirtschaftlich und sozial gestalten zu können. Dies haben die Schwierigkeiten bei der Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich gezeigt. Viele fordern eine stärkere fiskal- und wirtschaftspolitische Abstimmung. Doch geht es nicht nur um institutionelle Veränderungen, sondern auch um deren inhaltliche Ausrichtung: Die großen Verwerfungen in der wirtschaftlichen Dynamik und die gravierenden sozialen Folgen der Krise in vielen EU-Mitgliedstaaten haben den Ruf nach einem inklusiveren Wachstum lauter werden lassen.

Frankreich und Deutschland sind nach wie vor – und mit Blick auf den Brexit, den Populismus nicht nur in Osteuropa und interne Auseinandersetzungen in Italien und Spanien vielleicht sogar mehr denn je – die wichtigsten Akteure Kerneuropas. Doch vertreten beide traditionell unterschiedliche Positionen zu o.g. Themen: Frankreich fordert seit langem eine „europäische Wirtschaftsregierung“ und plädiert für eine expansivere Fiskal-und Geldpolitik, während Deutschland Strukturreformen und Haushaltskonsolidierung betont und z.B. einen Haushalt für die Eurozone ablehnt. Im französischen Wahlkampf spielte die deutsche Wirtschaftspolitik eine große Rolle: Wer auf dringend benötigte Reformen verwies, wurde der Anbiederung an Deutschland bezichtigt.

Nach dem Wahljahr öffnet sich nun aber ein Zeitfenster für eine neue Diskussion. Der neue französische Präsident strebt Reformen im eigenen Land an und präsentiert eine Reformagenda für die EU. Wie wird sich Deutschland nach der Regierungsbildung positionieren? Im Koalitionsvertrag wird schon im Titel ein „Neuer Aufbruch für Europa“ angekündigt, doch gibt es auch viele skeptische Stimmen. Werden Frankreich und Deutschland zu einem gemeinsamen Weg für eine EU-Reform für zukunftsfähige Strukturen und inklusives Wachstum finden?

Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion dieser Fragen zu beteiligen.

Prof. Dr. Henrik Uterwedde, Deutsch-Französisches Institut, Ludwigsburg
Dr. Joachim Lange, Tagungsleiter, Ev. Akademie Loccum

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Freitag, 8. Juni 2018

Begrüßung und Einleitung
Dr. Joachim Lange, Evangelische Akademie Loccum

Frankreich und Deutschland:
Ungleiche Partner der Finanz- und Wirtschaftspolitik in Europa?

Frankreich nach dem Wahljahr:
Erfolgsperspektiven von Reformen mit Augenmaß?
Frédéric Petit, Abgeordneter in der Nationalver­sammlung der Franzosen im Ausland (Deutschland und Mitteleuropa), Paris

Deutschland nach dem Wahljahr:
Sind die außenwirtschaftlichen Herausforderungen ein Thema?
Torsten Windels, Chefökonom, Norddeutsche Landesbank, Hannover

Das „deutsche Modell“ der Wirtschaftspolitik und seine Konsequenzen für Europa
Guillaume Duval, Chefredakteur, Alternatives Economiques, Paris

Gemeinsame Diskussion

Welche Reformen braucht Europa?
Wie sollte sich Deutschland im Reformprozess positionieren?
„Kamingespräch“
Ministerin Birgit Honé, Niedersächsisches Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung
Frédéric Petit, Abgeordneter in der Nationalversammlung der Franzosen im Ausland (Deutschland und Mitteleuropa), Paris
Dr. Christian Kastrop, Direktor, Programm Europas Zukunft, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh

Anschl. Gelegenheit zum informellen Austausch

 

Samstag, 9. Juni 2018

Europa zehn Jahre nach Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise
Lehren für die künftige Wirtschafts- und Finanzpolitik

Die Entwicklung der Wachstumsregime und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Schocks
Rémi Lallement, Chef de Projet, France Stratégie, Paris

Die Lehren aus der Krise
Dr. Christian Kastrop, Direktor, Programm Europas Zukunft, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh

Gemeinsame Diskussion

Europäische Prioritäten und europäische Finanzen:
Der Mehrjährige Finanzrahmen zwischen bekannten und neuen Herausforderungen

Die aktuelle Debatte um die europäischen
Finanzen
Dr. Michael Thöne, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, Finanzwissenschaftliches Forschungsinstitut an der Universität Köln

Sicherheitspolitische Handlungserfordernisse der EU und die französisch-deutschen Kooperationsmöglichkeiten
Dr. Julien Thorel, Directeur du Département d'Etudes germaniques, Universität Cergy-Pontoise

Flüchtlingspolitik, Grenzsicherung und Antiterrorismuspolitik als europäische Zukunftsaufgabe
Dr. Raphael Bossong, Forschungsgruppe EU/Europa, Stiftung Wissenschaft und Politik, SWP, Berlin

Gemeinsame Diskussion

 

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