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Das Programm chronologisch > Politik & Recht

1832: In Zeiten erodierender Sicherheit
Zur Zukunft der konventionellen Rüstungskontrolle in Europa

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 13. bis 15. Juni 2018

In Kooperation mit Friedrich Ebert Stiftung, Regionalbüro Wien

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Wie kann die konventionelle Rüstungskontrolle in Europa reaktiviert werden? Die internationale Tagung mit Expertinnen und Experten aus der EU, Russland und den USA nimmt diese zentrale Frage in den Fokus.

Die Rüstungskontrolle in Europa ist in der Krise. Seit den frühen 2000er Jahren sind wichtige Übereinkommen zur Überwachung und Begrenzung von konventionellen Waffensystemen – wie Panzer, schwere Artillerie oder Kampfflugzeuge – zunehmend erodiert oder sogar vollkommen hinfällig geworden. Anstrengungen, den Verfall dieser wichtigen Stütze der europäischen kollektiven Sicherheitsarchitektur aufzuhalten oder gar abzuwenden, wurden nur halbherzig verfolgt und blieben bisher ohne große Wirkung. Spätestens seit Beginn der Ukrainekrise im Frühjahr 2014 und den sich zunehmend verschlechternden Beziehungen zwischen dem Westen und Russland wurde das Fehlen eines effektiven Systems der Rüstungskontrolle besonders offensichtlich. Angesichts verstärkter Truppenstationierungen an den Grenzen Osteuropas, des sprunghaften Anstiegs von groß angelegten Manövern und sich abzeichnender Aufrüstungstrends in ganz Europa, sind Bemühungen zur Wiederbelebung der konventionellen Rüstungskontrolle dringend geboten.

Vor diesem Hintergrund beleuchtet die Tagung insbeson­dere folgende Aspekte:

• Die Ursachen und Symptome der gegenwärtigen Si­cherheitskrise in Europa

• Innovative Ideen zur Wiederbelebung der konventio­nellen Rüstungskontrolle sowie deren Realisierbarkeit

• Neue Partner und Foren für zukünftige Debatten über einen Neustart der Rüstungskontrolle in Europa

Diskutieren Sie mit. Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Dr. Thomas Müller-Färber, Tagungsleiter, Ev. Akademie Loccum
Dr. Reinhard Krumm, Friedrich-Ebert-Stiftung, Wien
Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

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Mittwoch, 13. Juni 2018
13:30 Uhr Anreise, Anmeldung und Begrüßungskaffee
14:00 Uhr Begrüßung
Dr. Thomas Müller-Färber, Evangelische Akademie Loccum
Dr. Reinhard Krumm, Leiter, FES Regionalbüro für Zusammenarbeit und Frieden in Europa, Wien
14:10 Uhr Die Sicherheitskrise in Europa – eine Bestandsaufnahme
Sergey Utkin, Primakov National Research Institute of World Economy and International Relations (IMEMO), Moskau
Prof. Dr. Graeme P. Herd, George C. Marshall European Center for Security Studies, Garmisch-Partenkirchen
Moderation: Dr. Christian Nünlist, Center for Security Studies, ETH Zürich
16:30 Uhr Von der „Steinmeier Initiative“ zum „Strukturierten Dialog“
Jüngste und aktuelle Bemühungen zur Wiederbelebung der konventionellen Rüstungskontrolle in Europa
Dr. Hans-Joachim Schmidt, Hessische Stiftung Friedensforschung (HSFK), Frankfurt a. M.
17:00 Uhr Was hat Rüstungskontrolle früher geleistet? Was kann man von ihr heute in Europa erwarten?
Von historischen Erfolgsbeispielen, Fehltritten und Lehren für die Zukunft
Dr. Wolfgang Zellner, Stellv. Wissenschaftlicher Direktor, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (ISFH), Hamburg
Steve Andreasen, National Security Consultant, Nuclear Threat Initiative (NTI), Washington D.C. (angefragt)
Prof. Dr. Andrey Zargorski, Institute of International Relations and World Economy (IMEMO), Moskau
19:30 Uhr Die Quadratur des Kreises
Lassen sich Abschreckung, Verteidigung und Dialog miteinander vereinen?
Prof. Dr. Klaus Scharioth, Rektor des Mercator Kollegs, Professor an der Tufts Fletcher School, ehem. deutscher Botschafter in den USA, Essen/Cambridge M.A.
Karsten D. Voigt, ehem. außenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion (1983-1998) und Koordinator der Bundesregierung für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit (1999-2010), Berlin
Marie-Luise Beck, Zentrum Liberale Moderne, ehem. Sprecherin für Osteuropapolitik von Bündnis 90/die Grünen, Berlin/Bremen
Moderation: Dr. Reinhard Krumm, FES Regionalbüro für Zusammenarbeit und Frieden in Europa, Wien
21:00 Uhr Ausklang auf der Galerie
Donnerstag, 14. Juni 2018
09:15 Uhr Ideenwerkstatt für einen Neustart der konventionellen Rüstungskontrolle in Europa

Ideenwerkstatt Teil I: Vertrauen und Kontrollieren
Wie können Transparenz erhöht, kooperative Verifikation ausgebaut und unbeabsichtigte militärische Zwischenfälle vermieden werden?
Thesen: Oberst i.R. Wolfgang Richter, Forschungsgruppe Sicherheitspolitik, Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin
Diskutanten: Oleg Shakirov, PRI Center (Zentrum für politische Studien), Moskau
Prof. Dr. Pál Dunay, George C. Marshall European Center for Security Studies, Garmisch-Partenkirchen
Moderation: Dr. habil. Cornelius Friesendorf, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (ISFH), Hamburg
11:00 Uhr Ideenwerkstatt Teil II: Rüstungskontrolle 2.0
Wie können neue Waffensysteme, Strategien und militärische Fähigkeiten in das bestehende System der Rüstungskontrolle integriert werden?
Thesen: Dr. Niklas Schöring, Hessische Stiftung Friedensforschung (HSFK), Frankfurt a. M.
Diskutanten: Prof. Dr. Mika Kerttunen, Cyber Policy Institute in Tartu und Professor für Militärstrategie an der Finnish National Defence University, Helsinki
Dr. Nora Vanaga, Center for Security and Strategic Research, National Defence Academy of Latvia, Riga
Dr. Amy J. Nelson, Robert Bosch Fellow und Wiss. Mitarbeiterin am Center for International and Security Studies, Univ. Maryland, USA
Moderation: Olaf Poeschke, Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der OSZE, Wien (angefragt)
14:00 Uhr Ideen zum Neustart der konventionellen Rüstungskontrolle im Realitätscheck
Ein Szenarien-Workshop
19:30 Uhr Wie passen wir die europäische Rüstungskontrolle an die sicherheitspolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts an?
Botschafterin Dr. Patricia Flor, Beauftragte der Bundesregierung für Fragen der Abrüstung und Rüstungskontrolle, Auswärtiges Amt, Berlin (Videobotschaft)
20:00 Uhr Jenseits des Konventionellen
Wie beeinflussen die Entwicklungen im Bereich Atomwaffen und Raketen(-abwehr) die Bemühungen der konventionellen Rüstungskontrolle?
Dr. Oliver Thränert, Head of Think Tank, Center for Security Studies (CSS), Zürich
Dr. Sergey Rogov, Wissenschaftlicher Direktor, RAS Institute of US and Canadian Studies, Moskau
Dr. Ian Anthony, Direktor, European Security Programme, Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI), Stockholm
21:00 Uhr Ausklang auf der Galerie
Freitag, 15. Juni 2018
09:30 Uhr Neue Partner und Foren
Wie kann die öffentliche Aufmerksamkeit für Rüstungskontrolle erhöht werden?
Karl-Heinz Brunner, MdB (SPD), Deutscher Bundestag, Berlin
Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe, Bückeburg
Stephanie Liechtenstein, Chefredakteurin, „Security and Human Rights Monitor“, Wien
Xanthe Hall, ICAN Deutschland (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons), Berlin
11:30 Uhr Wie weiter mit der konventionellen Rüstungskontrolle in Europa?
Abschlussdiskussion eingeleitet durch Kommentare von:
Karl-Heinz Brunner, MdB (SPD), Deutscher Bundestag, Berlin
Oberst i. R. Wolfgang Richter, Forschungsgruppe Sicherheitspolitik, Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin
Dr. Hans-Joachim Schmidt, Hessische Stiftung Friedensforschung (HSFK), Frankfurt a. M.
12:30 Uhr Ende der Tagung mit dem Mittagessen
12:30 Uhr Abfahrt Shuttle-Bus zum Bhf. Wunstorf


Englisch-Deutsche Übersetzung während der gesamten Tagung

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Tagungsgebühr
pro Person
In der Tagungsgebühr sind enthalten:
2 Übernachtungen mit Vollpension und die Hörer/innengebühr.
• NORMAL 195,- €
• REDUZIERT 140,- €

(für Freelancer/innen und ehrenamtlich Tätige; Nachweis erforderlich)
• ERMÄSSIGT 75,- €
(für Schüler/innen, Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstler und Arbeitslose; Nachweis erforderlich)
Anmeldung an die Evangelische Akademie Loccum
Postfach 2158
D-31545 Rehburg-Loccum

Münchehäger Straße 6
D-31547 Rehburg-Loccum

Tel. 0 57 66 / 81-0
Fax 81-99-113

Oder hier im Internet
> zur online-Anmeldung

Oder Anmeldeformular (pdf) ausdrucken
> zum Anmeldeformular (pdf)

Sollten Sie Ihre Anmeldung nicht aufrechterhalten können, teilen Sie uns das bitte umgehend mit. Bei einer Absage nach dem 30. Mai 2018 müssen wir 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.  Falls Sie eine Bestätigung wünschen, teilen Sie uns bitte Ihre E-Mail-Adresse mit.

Überweisung erbitten wir auf ein Konto der Kirchlichen Verwaltungsstelle Loccum unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 11541  

Evangelische Bank eG Kassel
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50 
BIC: GENODEF1EK1

Postbank Hannover 
(BLZ 250 100 30) Kto.-Nr. 208687-302  
IBAN: DE89 2501 0030 0208 6873 02 
BIC: PBNKDEFFi

Tagungsleitung Dr. Thomas Müller-Färber , Tel. 0 57 66 / 81-1 09
E-Mail: Thomas.Mueller-Faerber@evlka.de
Tagungs-
Sekretariat
Miriam Kamber,  Tel. 0 57 66 / 81-1 13
E-Mail: Miriam.Kamber@evlka.de
Pressereferat Florian Kühl,  Tel. 0 57 66 / 81-1 05
E-Mail: Florian.Kuehl@evlka.de
Bahnanfahrt Via IC-Bhf. Hannover nach Wunstorf (23 km bis Loccum), via IC-Bhf. Bielefeld nach Minden (25 km) oder Stadthagen (20 km), via IC-Bhf. Hamburg über Rotenburg/W. nach Leese-Stolzenau (6 km) oder via IC-Bhf. Bremen nach Nienburg (25 km). Nicht immer gibt es Busverbindungen von den Bahnhöfen Wunstorf, Stadthagen und Nienburg. mehr >
Zubringerbus Am 13. 6. 2018 ab Bahnhof Wunstorf um 12:50 Uhr direkte Verbindung mit Zubringerbus zur Akademie. Abfahrt des Busses: Ausgang ZOB.
Am 15. 6. 2018 auch zurück; Ankunft Wunstorf ca. 14:00 Uhr.
Bitte unbedingt anmelden; die Plätze sind begrenzt!
Autoanfahrt Von Norden über Nienburg/Weser; von Westen über A2, Abfahrt Porta Westfalica/Minden, B482 in Richtung Minden-Nienburg; von Osten über A2 Hannover, Abfahrt Wunstorf-Luthe, B441 Wunstorf in Richtung Stolzenau-Nienburg. Die Einfahrt in das Akademiegelände liegt an der B441. mehr >
Feste Zeiten
im Haus
  8:15 Uhr Morgenandacht
  8:30 Uhr Frühstück
12:30 Uhr Mittagessen
Nachmittagskaffee
18:30 Uhr Abendessen.
Hier geht's zur Anmeldung.
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