Fotocollage
Kontakt | Impressum | Datenschutz | Sitemap | Suchen | Home | 

Das Programm chronologisch > Kirche & Religion

1834: Kunst und protestantische Kirche während des Nationalsozialismus
Versuch einer kritischen Annäherung

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 15. bis 17. Juni 2018

Gefördert von der Hanns-Lilje-Stiftung

Pfeil nach rechts Das Programm als pdf >

| Zum Thema | Programm | Organisatorisches | Anmeldung | Anreise | Tagungsstätte |

Pfeil nach rechts Zum Thema Pfeil nach oben

Kunstgut aus der Zeit des Nationalsozialismus im Raum protestantischer Kirchen ist bislang noch nicht hinreichend transparent erfasst, systematisch aufgearbeitet und mit Deutungsangeboten unterlegt worden. Deshalb nimmt sich diese Tagung der Aufgabe an, Suchstrategien, einschlägige Fragestellungen und Deutungshilfen für den Prozess einer bundesweiten Aufarbeitung kirchlicher Kunst während des Nationalsozialismus zu sammeln. Daraus sollen gemeinsam Suchaufträge und konkrete weitere Arbeitsschritte entwickelt werden: für die Verantwortungsträger von den Kunstreferaten über die Kirchenleitungen bis zu den Kirchenvorständen.

Was ist zu tun, um systematisch die Basis einer Aufarbeitung von Kunstgut in protestantischen Kirchen bereit zu stellen (Inventarisierung; Überblick über verlorengegangene Kunstwerke; Provenienzfragen)?

Unter welchen Bedingungen und in welchen politischen und institutionellen Zwängen wurde Kunst produziert?

Was kann man aus der Analyse von „schwierigen Fällen“ für die vielerorts noch ausstehende Deutungsarbeit gewinnen?

Was kann man von den Herausforderungen und Schwierigkeiten der Aufarbeitung in anderen Institutionen lernen?

Welches sind die nächsten Schritte und Verfahren auf dem Weg zu einer sachgerechten Aufarbeitung von Kunstgut im Raum der protestantischen Kirche während der Zeit des Nationalsozialismus?

Kunstsachverständige und Kulturbeauftragte der Landeskirchen, Inventarisatoren/innen innerhalb der EKD, Mitarbeitende in Archiven, Kirchenvorstände und Hauptamtliche aus Kirchengemeinden, Vertreter/innen der Denkmalpflege, Kunst-, Kirchen- und Profanhistoriker/innen sowie Bildwissenschaftler/innen und natürlich alle an diesen bildpolitischen Fragen interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

PD. Dr. Johann-Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter des Rates der EKD, Berlin
Prof. Dr. Thorsten Albrecht, Kunstreferat der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor, Ev. Akademie Loccum

Pfeil nach rechts Das Programm Pfeil nach oben

Freitag, 15. Juni 2018
15:00 Uhr Anreise zum Nachmittagskaffee
15:30 Uhr Wonach suchen wir eigentlich und was sind unsere Fragen?
Begrüßung und Einführung in die Tagung
Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor, Loccum
Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter der EKD, Berlin
Kunst in protestantischen Kirchen aus der Zeit des Nationalsozialismus: Grundlagen einer kritischen Aufarbeitung
15:45 Uhr Baustelle professionelle Inventarisierung
Eine Landkarte zur Frage der Erfassung kirchlichen Kunstgutes
Prof. Dr. Thorsten Albrecht, Kunstreferat der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
16:30 Uhr Gut erarbeitet oder wenig bedacht?
Einblick in verschiedene Forschungsstände zum Thema in den Landeskirchen
Dr. Ulrich Althöfer, Landeskirchenamt – Baureferat, Bielefeld
Dr. Antje Heling-Grewolls, Dezernat Bauwesen der Ev.-luth. Kirche Norddeutschlands, Schwerin
Prof. Dr. Claudia Rückert, Kunstgutreferentin, Berlin
Dr. Frank Schmidt, Kunstdienst, Dresden
19:30 Uhr Komplexe Kontexte wahrnehmen

Anbahnungen und Brüche. Die Rolle des Kunstdienstes in der kirchlichen Kunst der 1930er Jahre
Prof. Dr. Magdalena Droste, Cultural Heritage Centre, BTU Cottbus-Senftenberg

Die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst im Nationalsozialismus
Prof. Dr. Martin Papenbrock, Karlsruher Institut für Technologie

Kunstproduktion im Schatten der Reichskunstkammer
Nina Kubowitsch, Provenienzforscherin, Berlin

21:30 Uhr Informeller Austausch auf der Galerie
Samstag, 16. Juni 2018
Auf dem Weg zu angemessenen Deutungen
09:15 Uhr Fallbeispiele

Eine historische Annäherung an die Glocke in Schweringen von 1934
Dr. Rüdiger Kröger, Landeskirchliches Archiv, Hannover

Die Amtskreuze der Hannoverschen Landessuperintendenten
Prof. Dr. Thorsten Albrecht, Hannover

Von Volmarstein nach Volmerdingsen
Restaurierungen, Ausmalungen und Kirchenausstattungen von Prof. Paul Thol in Westfalen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg
Dr. Ulrich Althöfer, Bielefeld

Wie diese „Fälle“ deuten?
Statements von und Diskussion mit
Prof. Dr. Manfred Gailus, Historiker, TU Berlin und
PD Dr. Johann Hinrich Claussen, Berlin

11:30 Uhr Deutungsarbeit für eine Landeskirche theologisch und organisatorisch arrangieren, moderieren, vertiefen
Propst Dr. Christian Stäblein, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, Berlin
13:30 Uhr Gelegenheit zur Besichtigung des 1163 gestifteten Zisterzienser-Klosters Loccum
15:00 Uhr Von der Schwierigkeit, christliche Kunst im Kontext von Künstlerbiographien zu deuten. Der Fall Barlach
Dr. Heike Stockhaus, Ernst-Barlach-Museum, Wedel
16:00 Uhr Annäherungen in der Praxis – Arbeitsgruppen
AG 1
Wie geht man mit Gebäuden um, die während der Zeit des Nationalsozialismus errichtet wurden?
Kirchenoberbaurat Matthias Hoffmann-Tauschwitz, Leiter des Bauamtes der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, Berlin
AG 2
Problematische Geschenke und Stiftungen. Unklare Provenienz als Problem
Christhard Läpple, ZDF-Aspekte, Mainz
Nina Kubowitsch, Berlin
AG 3
Was tun, wenn die Medien plötzlich anklopfen?
Professionalisierung im Umgang mit Aufdeckung unentdeckter nationalsozialistischer Kunst
PD Dr. Johannes Block, Stadtkirchengemeinde, Wittenberg
Thomas Klatt, Evangelischer Theologe und freier Journalist, Berlin
AG 4
Kunst aus der Zeit des Nationalsozialismus präsentieren, kommentieren und begleiten
Dr. Karen Meyer-Rebentisch, Projektleitung Gedenkstätte Martin-Luther-Kirche, Lübeck
19:30 Uhr Aufarbeitungsherausforderungen
Was man von anderen lernen kann

Wie arbeiten Museen ihre nationalsozialistische Vergangenheit auf?
Dr. Claudia Andratschke, Landesmuseum Hannover

Die DDR erinnern. Vom Umgang mit der Vergangenheit der SED-Diktatur im vereinigten Deutschland
Dr. Robert Grünbaum, stv. Geschäftsführer Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin

Sonntag, 17. Juni 2018
09:30 Uhr Auf dem Weg zu einer überzeugenden Aufarbeitung von Kunst und protestantischer Kirche während des Nationalsozialismus
Statements und Diskussion mit:
Christhard Läpple, ZDF-Aspekte, Mainz
Dr. Vicco von Bülow, Landeskirchenrat, Evangelische Kirche von Westfalen (angefragt)
PD Dr. Johann-Hinrich Claussen, Berlin
Prof. Dr. Thorsten Albrecht, Hannover

Statements und Diskussion auf dem Podium und im Plenum

11:00 Uhr Fragen, Kriterien und Aufgaben für die nächsten konkreten Schritte im eigenen Arbeitskontext.
Ein Planungslaboratorium
Moderation: Dr. Stephan Schaede
12:30 Uhr Ende der Tagung mit dem Mittagessen

Pfeil nach rechts Organisatorisches Pfeil nach oben

Tagungsgebühr 175,- € für Übernachtung, Verpflegung, Kostenbeitrag. Für Schüler/innen, Studierende, Freiwilligendienstler und Arbeitslose Ermäßigung nur gegen Bescheinigung auf 85,- €. Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich. Ein Drittel des Teilnehmerbeitrages wird als institutioneller Beitrag für die Evangelische Akademie Loccum erhoben. 
Anmeldung an die Evangelische Akademie Loccum
Postfach 2158
D-31545 Rehburg-Loccum

Münchehäger Straße 6
D-31547 Rehburg-Loccum

Tel. 0 57 66 / 81-0
Fax 81-99-101

Oder hier im Internet
> zur online-Anmeldung

Oder Anmeldeformular (pdf) ausdrucken
> zum Anmeldeformular (pdf)

Sollten Sie Ihre Anmeldung nicht aufrechterhalten können, teilen Sie uns das bitte umgehend mit. Bei einer Absage nach dem 8. Juni 2018 müssen wir 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.  Falls Sie eine Bestätigung wünschen, teilen Sie uns bitte Ihre E-Mail-Adresse mit.

Überweisung erbitten wir auf ein Konto der Kirchlichen Verwaltungsstelle Loccum unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 12292  

Evangelische Bank eG Kassel
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50 
BIC: GENODEF1EK1

Postbank Hannover 
(BLZ 250 100 30) Kto.-Nr. 208687-302  
IBAN: DE89 2501 0030 0208 6873 02 
BIC: PBNKDEFFi

Tagungsleitung Dr. Stephan Schaede, Tel. 0 57 66 / 81-1 00
E-Mail: Stephan.Schaede@evlka.de
Tagungs-
Sekretariat
Petra Fleischer,  Tel. 0 57 66 / 81-1 01
E-Mail: Petra.Fleischer@evlka.de
Pressereferat Florian Kühl,  Tel. 0 57 66 / 81-1 05
E-Mail: Florian.Kuehl@evlka.de
Bahnanfahrt Via IC-Bhf. Hannover nach Wunstorf (23 km bis Loccum), via IC-Bhf. Bielefeld nach Minden (25 km) oder Stadthagen (20 km), via IC-Bhf. Hamburg über Rotenburg/W. nach Leese-Stolzenau (6 km) oder via IC-Bhf. Bremen nach Nienburg (25 km). Nicht immer gibt es Busverbindungen von den Bahnhöfen Wunstorf, Stadthagen und Nienburg. mehr >
Zubringerbus Am 15. 6. 2018 ab Bahnhof Wunstorf um 14:20 Uhr direkte Verbindung mit Zubringerbus zur Akademie. Abfahrt des Busses: Ausgang ZOB.
Am 17. 6. 2018 auch zurück; Ankunft Wunstorf ca. 13:30 Uhr.
Bitte unbedingt anmelden; die Plätze sind begrenzt!
Autoanfahrt Von Norden über Nienburg/Weser; von Westen über A2, Abfahrt Porta Westfalica/Minden, B482 in Richtung Minden-Nienburg; von Osten über A2 Hannover, Abfahrt Wunstorf-Luthe, B441 Wunstorf in Richtung Stolzenau-Nienburg. Die Einfahrt in das Akademiegelände liegt an der B441. mehr >
Feste Zeiten
im Haus
  8:15 Uhr Morgenandacht
  8:30 Uhr Frühstück
12:30 Uhr Mittagessen
Nachmittagskaffee
18:30 Uhr Abendessen.
Hier geht's zur Anmeldung.
Diese Tagung per E-Mail weiter empfehlen
Pfeil zurück      •  © 2018 by Evangelische Akademie Loccum  •  eal@evlka.de  •  Seite drucken  •         Pfeil nach oben