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Das Programm chronologisch > Junge Akademie

1835: Entfesselte Gewalt
Der Erste Weltkrieg, seine Entstehung und seine Folgen

Eine Tagung für Schüler/innen der SEK II

an der Evangelischen Akademie Loccum vom 18. bis 20. Juni 2018

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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Im November 2018 jährt sich das Ende des 1. Weltkriegs zum hundertsten Mal. Vier Jahre wurde dieser Krieg in Europa, dem Nahen Osten, Afrika, Ostasien und auf den Weltmeeren geführt. Er forderte rund 17 Millionen Menschenleben, über 6 Millionen davon waren zivile Opfer. Er hinterließ 20 Millionen Verwundete und unzählige Traumatisierte.

Am Ende des Krieges waren die europäischen Großmächte geschwächt, neue Staaten entstanden und Europa verlor seine globale Vormachtstellung. Es begann eine Phase des Aufbaus demokratischer Gesellschaften.

Die Kriegsbegeisterung von damals erscheint uns heute unvorstellbar angesichts des Leides, welches dieser Krieg mit sich brachte. Wie konnte es zu solchen Gewaltexzessen, verlustreichen Materialschlachten und zum Einsatz neuer tödlicher Waffen kommen? Wieso waren gerade junge Menschen so euphorisch, in diesen Krieg zu ziehen?

Während der Tagung wollen wir uns intensiv mit den Gründen und Hintergründen des Ersten Weltkrieges auseinandersetzen. Dabei soll die deutsche Perspektive erweitert und der Krieg in seiner europäischen und globalen Dimension beleuchtet werden. Es soll danach gefragt werden, ob der Erste Weltkrieg mit heutigen (gesellschaftspolitischen) Konfliktlagen vergleichbar ist und welche Lehren sich noch heute aus ihm ziehen lassen.

Wie kann die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg auch hundert Jahre nach seinem Ende wach gehalten werden und welche Rolle können Computerspiele, Graphic Novels und Filme dabei spielen?

Ihr seid herzlich eingeladen!

Simone Schad-Smith, Tagungsleiterin, Ev. Akademie Loccum

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Montag, 18. Juni 2018

Begrüßung und Einführung
Simone Schad-Smith, Evangelische Akademie Loccum

Schlachten, Schützengräben, „Schandfrieden“?
Welche Bilder haben wir vom Ersten Weltkrieg und was sehen wir nicht?
Einstieg mit Martin Bayer, Friedens- und Konfliktforscher, Publizist und Ausstellungskurator, Berlin

Von Kriegsbegeisterten und „Schlafwandlern“
Wie konnte es zum Ersten Weltkrieg kommen?
Prof. Dr. Michele Barricelli, Historiker, Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte und Public History, Ludwig-Maximilians-Universität München

Dienstag, 19. Juni 2018

Entsetzen im Blick
„Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque neu entdecken
Claudia Junk, Literaturwissenschaftlerin, Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum, Osnabrück

Zwischen Kriegseuphorie, Gewaltausbruch und Friedenssehnsucht
Vertiefende Workshops zu ausgewählten Aspekten des Ersten Weltkriegs

WS 1: Neue „Waffen“ der Kriegsführung
Wie Medien und Propaganda die Haltung junger Menschen zum Krieg beeinflussten
Martin Bayer, Berlin

WS 2: Der erste industrialisierte Krieg und seine Darstellung in Comic und Graphic Novel
Peter Eickmeyer, Künstler, Osnabrück

WS 3: Feuer und Flamme für den Krieg!
Wie erleb(t)en junge Menschen den Krieg?
Prof. Dr. Michele Barricelli, München
Landesgeschäftsführer Roland Behrmann
Dr. Rainer Bendick und Hannah Moritz, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Niedersachsen

WS 4: 1918: Das Ende des Ersten Weltkriegs und die Dolchstoßlegende
Oberst Dr. Gerhard Groß, Leiter des Forschungsbereichs „Militärgeschichte bis 1945“ am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam

Die Workshops enden mit der Vorbereitung der Abschlussdiskussion

Der Erste Weltkrieg im Film
Die Helden von Hill 60 (Australien 2010)

Mittwoch, 20. Juni 2018

Frieden damals und heute
Das Ende des Ersten Weltkriegs und der Friedensschluss von Versailles
Prof. Dr. Michele Barricelli, München

Kriege und Konflikte heute und Ansätze internationaler Friedenssicherung
Dr. Bernhard-Wilhelm Rinke, Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung, Universität Osnabrück

Die Geschichte – „Lehrerin unseres Lebens“?
Welche Lehren können aus dem Ersten Weltkrieg gezogen werden (und welche nicht)?
Wie kann die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg – auch hundert Jahre nach seinem Ende – aufrechterhalten werden?

Kurzstatements aus den Arbeitsgruppen und
Abschlussdiskussion mit
Daniela Arnold, Ludwig-Maximilians-Universität München
Prof. Dr. Michele Barricelli
Martin Bayer
Roland Behrmann
Dr. Gerhard Groß
Dr. Bernhard-Wilhelm Rinke

 

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