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1862: Mist! Zu viel Gülle, Nährstoffe und Keime ...
(Gewässer-) Belastungen und Schutzmaßnahmen

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 23. bis 24. Oktober 2018

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Mist! Bundesweit sind die Gewässer durch zu hohe Nährstofffrachten vor allem aus der Landbewirtschaftung belastet. Wegen unzureichender Umsetzung der EG-Nitratrichtlinie reichte die EU-Kommission deshalb 2016 Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland ein.

Schwerer als die Sanktionszahlungen, die dem Bund und auch einzelnen Bundesländern drohen, wiegen aber die Umwelt- und Gesundheitsbelastungen.

Niedersachsen ist von der Gewässerbelastung besonders betroffen: Auf rund 60 Prozent der Landesflächen befinden sich belastete Grundwasserkörper (bundesweit 30 %) und nur zwei Prozent der Oberflächengewässer erfüllen den guten Zustand gemäß EG-Wasserrahmenrichtlinie. Viele Defizite sind auf zu hohe Nährstoffbelastungen zurückzuführen: Laut aktuellem Nährstoffbericht überschreiten sieben Landkreise die Obergrenze für Stickstoff und die künftig geltende Grenze für Phosphat. Die steigende Nitratbelastung ist inzwischen eine zunehmende Gefahr für die Qualität des Trinkwassers.

Auf dieser Tagung sollen vor allem folgende Fragen intensiv erörtert werden:

 • Tatsachen: Wie hoch sind die Belastungen und wo?

 • Trend: Was wird von der Düngegesetzgebung erwartet?

 • Technik: Welche Probleme löst die Gülleverarbeitung?

 • Transporte: Großer Kreislauf oder Problemverschiebung?

 • Tiere: Ist die Verringerung des Tierbestandes das Instrument zur Behebung der Probleme?

 • Tun: Es muss gehandelt werden. Welches sind die erfolgversprechendsten Wege?

Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Erfahrungen und Fragen in die Debatte einzubringen und diese gemeinsam zu diskutieren.

Dr. Monika C. M. Müller, Tagungsleiterin, Ev. Akademie Loccum

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Dienstag, 23. Oktober 2018

Begrüßung
Dr. Monika C. M. Müller, Ev. Akademie Loccum

Tatsache: Zu viel!

Nährstoffbericht.
Optionen zur Minderung der Belastungen
Heinz-Hermann Wilkens, Landwirtschaftskammer Niedersachen, Düngebehörde, Oldenburg

Trend: Die neue Düngegesetzgebung ...

… wird vieles richten
Dr. Holger Hennies, Vizepräsident, Landvolk Niedersachsen, Uetze

…muss für eine wirkliche Gewässerentlastung schon  mittelfristig deutlich nachgebessert werden
Prof. Dr. Klaus Dittert, Leiter Abt. Pflanzenernährung und Ertragsphysiologie, Universität Göttingen

… muss konsequent umgesetzt  werden
Michael Wittemann, stellvertretender Geschäftsführer und technischer Leiter, Wasserverband Peine, Peine

Anschließend gemeinsamer Austausch

Technik. Gülle-Veredlung als Teillösung?

Betrachtung aus Sicht der…

Wissenschaft: Technisch kein Problem.
Dr.-Ing. Iosif Mariakakis, Abteilungsleiter, Fraunhofer-Institut für Grenzflächen und Bioverfahrenstechnik, Stuttgart

Landwirtschaft: Funktioniert das in der Praxis?
Machbarkeit beweisen.
Jörn Ehlers, Landwirt, Vizepräsident, Landvolk Niedersachsen, Kirchlinteln

Umweltverbände: Die Weiterverarbeitung löst das grundlegende Problem nicht!
Dr. Dirk Zimmermann, Referent Landwirtschaft, Greenpeace, Hamburg

Fortschritt der Technik - Fortsetzung des eingeschlagenen Pfades?
Gemeinsame Diskussion mit den Referierenden

Transporte. Gülle-Verbringung als Teillösung?

Betrachtung aus Sicht …

…der Landwirtschaft: Her mit der Gülle!
Robert Vorlop, Landwirt, Gielde

…der Umweltverbände
Dr. Dirk Zimmermann, Referent Landwirtschaft, Greenpeace, Hamburg

…des Umweltministeriums Niedersachsen
Dr. Renate Thole, Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Hannover

Verbringung von Gülle: Welchen Teil des Problems löst, welchen verschiebt sie?
Gemeinsame Diskussion mit den Referierenden
und Dr. Holger Hennies

Arzneimittelrückstände in Abwässern und Wirtschaftsdüngern: Eintragspfade, Effekte und Mitigationsstrategien
Prof. Dr. agr. Robert Kreuzig, Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie, Technische Universität Braunschweig

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Tiere. Abstockung der Bestände, Umsetzung des Tierschutzplans

Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, Leiter Abt. Landwirtschaft, Agrarpolitik, Nachhaltigkeit, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Hannover
Katrin Wenz, Agrarreferentin, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Berlin

Tun. Wie kommen wir zügig zu nachhaltigen Minderungen der Nährstoffbelastungen?

Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, Abteilungsleiter, Landwirtschaftsministerium, Hannover
Katrin Wenz, Agrarreferentin, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Berlin
Jörn Ehlers, Landwirt, Vizepräsident, Landvolk Niedersachsen
Michael Wittemann, Wasserverband Peine


 

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