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Das Programm chronologisch > Junge Akademie

1866: Herausforderung Antisemitismus
Tagung für Studierende der
Evangel. Religionspädagogik und der
Evangel. Theologie

an der Evangelischen Akademie Loccum vom 2. bis 4. November 2018

In Kooperation mit Haus kirchlicher Dienste, Hannover

Gefördert von
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms Demokratie leben!,
Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und
Projekt 'Antisemitismus und Protestantismus' der Ev. Akademien in Deutschland

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Antisemitismus ist Teil des Alltags in Deutschland. Immer wieder wird über Vorurteile und Beschimpfungen im Netz oder das Mobbing jüdischer Schülerinnen und Schüler berichtet. Lehrkräfte und Pastorinnen und Pastoren kommen in ihrem beruflichen Umfeld nicht selten mit offenem oder verstecktem Antisemitismus in Kontakt.

Was kann man Antisemitismus entgegensetzen? Diese Frage ist vordergründig einfach zu beantworten: Indem man hinschaut, Antisemitismus wahrnimmt und reagiert. Nimmt man aber auch den subtilen Antisemitismus wahr? Ist es mit einer spontanen Reaktion getan?

Auf der Tagung ist genügend Zeit für eine differenzierte Beantwortung dieser Fragen. Zur Grundlegung werden die verschiedenen Formen des Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart analysiert und es wird reflektiert, welche Funktion die Vorurteile für die Sprechenden haben: Welches Bild von „den Juden“, welches Bild von „uns“ erscheint im jeweiligen Stereotyp?

Die aktuellen Ausprägungen des Antisemitismus werden mit zwei Fragestellungen aufgenommen:

1. Welche Bedeutung haben Verschwörungstheorien für den Antisemitismus und wie kann man gegen sie angehen?

2. Wie kann man sich mit dem sogenannten israelbezogenen Antisemitismus auseinandersetzen, bei dem politische Kritik für die Verbreitung von Stereotypen benutzt wird?

Außerdem geht es darum, was bei antisemitischen Vorfällen getan werden kann: Welche Chancen bieten sich in einem spontanen Gespräch, welche in einer tiefergehenden Auseinandersetzung? Wie reagiert man in heterogenen Gruppen, z.B. mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund?

Abschließend werden Theologie- und Kirchengeschichte betrachtet und es wird diskutiert, wie das christlich-jüdische Verhältnis mit theologisch reflektiertem Respekt weiterentwickelt werden kann.

Sie sind herzlich zu unserer Tagung eingeladen!

Dr. Susanne Benzler, Tagungsleiterin, Ev. Akademie Loccum
apl. Prof. Dr. Ursula Rudnick, Leibniz Universität Hannover und Beauftragte für Kirche und Judentum, Haus kirchlicher Dienste der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

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Freitag, 2. November 2018

Begrüßung und Einführung
Dr. Susanne Benzler, Ev. Akademie Loccum und
apl. Prof. Dr. Ursula Rudnick, Leibniz Universität Hannover und Beauftragte für Kirche und Judentum, Haus kirchlicher Dienste der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Antisemitismus im Alltag – (Wo) Gibt es das?
Beobachtungen der Teilnehmenden

Antisemitismus – Was ist das eigentlich genau?
Welche unterschiedlichen Erscheinungsformen hat Antisemitismus? Wie kann man ihn definieren? Welches Bild von „den Juden“, welches Bild von „uns“ erscheint im jeweiligen Stereotyp? Wer ist eigentlich das „Wir“?
Workshop mit Kleingruppenphasen, mit
Dr. Susanne Benzler und apl. Prof. Dr. Ursula Rudnick

Bin ich gemeint?
Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus in Deutschland
Konstantin Seidler, Direktor der Jugendabteilung der Union progressiver Juden in Deutschland K.d.ö.R., Hannover

Harmlose Spinnerei oder politische Gefahr?
Verschwörungstheorien und Antisemitismus
Was sind Verschwörungstheorien? Was haben sie mit Antisemitismus zu tun? In welchen Kontexten tauchen sie auf? Wie kann gegen sie angegangen werden?
Zwei parallele Workshops mit
Florian Eisheuer, Amadeu-Antonio-Stiftung, Berlin und
Enno Stünkel, Celle

Samstag, 3. November 2018

„Kritik wird doch wohl noch erlaubt sein!“
Wie sprechen wir über die Politik des Staates Israel?
Was kennzeichnet den „israelbezogenen Antisemitismus“? Wann ist die Kritik an Entscheidungen des Staates Israel antisemitisch? Wie geht man in Deutschland mit den unterschiedlichen Narrativen und Erfahrungen von Juden und Palästinensern um?
Zwei parallele Workshops mit
Dörthe Engels, Lucas Frings, Carolin von der Heiden und Johanna Voss, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e.V.), Berlin

Position beziehen?!
Wie reagieren bei antisemitischen Vorfällen?
Was ist überhaupt ein „antisemitischer Vorfall“? Welche Herausforderungen stellen sich in ethnisch oder religiös gemischten Gruppen? Wann ist ein spontanes Gespräch, wann eine längerfristige Auseinandersetzung nötig?
Zwei parallele Workshops mit
Deborah Krieg, Bildungsstätte Anne Frank und
Türkân Kanbıçak, Pädagogisches Zentrum FFM des Fritz-Bauer-Instituts und des Jüdischen Museums, beide Frankfurt a. M.

Kaddisch für einen Freund
Film, 94 min. Deutschland 2012

Sonntag, 4. November 2018

Von der Lehre der Verachtung zu einer Theologie des Respekts
Elemente christlicher Judenfeindschaft und ihre Überwindung
Input und Arbeitsgruppenphasen
apl. Prof. Dr. Ursula Rudnick

Was nehmen wir mit? Welche Fragen bleiben offen? Welche weiteren Angebote sind nötig?
Ein Rückblick

 

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