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Das Programm chronologisch > Kirche & Religion

1880: Zusammenkommen und gemeinsam Gemeinde sein
Was bedeutet interkulturelle Öffnung für Kirchengemeinden?

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 26. bis 27. Oktober 2018

Gefördert von Diakonie Niedersachsen

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Gemeinschaftsprojekt!

Fremde, die kommen, haben einen Anspruch auf Gastfreundschaft – im Namen Christi: „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen.“ (Mt 25,35)

Nach Deutschland und in unsere Kirchengemeinden kommen aktuell viele fremde Menschen. Wie steht es um unsere Gastfreundschaft? Hält sie dem Urteil Christi stand?

Die Tagung diskutiert, ob und wie deutsche Gemeinden migrierten Christ/innen religiöse Heimat bieten können. Welches Maß der Offenheit ist gefordert? Welche Veränderungen bringt das mit sich? Migrierte wie „einheimische“ Christinnen und Christen müssen sich die Frage stellen: Heißen wir das Neue willkommen oder suchen wir Sicherheit unter uns und in bekannten Strukturen? Wir laden Sie herzlich dazu ein, über diese und weitere Fragen ins Gespräch zu kommen:

• (Wie) Öffnen wir die Gemeinden für hinzukommende Christ/innen und Interessierte?

• Setzen wir einladende Zeichen oder warten wir ab?

• Wie finden neue und alte Gemeindemitglieder miteinander Wege zu einer interkulturellen Gemeinde?

• Welches Potential hat das Konzept der Interkulturellen Öffnung?

• Welche Erfahrungen liegen in unterschiedlichen Landeskirchen vor?

• Wie lässt sich mit Fragen zu Gottesdiensten, Seelsorge und Freizeitgestaltung umgehen?

• Wie können Gemeinden unterstützt werden?

Auf dieser Tagung werden insbesondere praktische Erfahrungen in den Blick genommen und mit landeskirchlichen Diskussionsprozessen verknüpft, um gemeinsam zu beraten, wie es weitergehen kann und soll.

Zum Hintergrund: Kirche ist – längst – vielfältig durch Migration geprägt. Doch viel zu selten bilden die Kirchenstrukturen und Angebote in den Gemeinden dies auch so ab. Viele der migrierten Christ/innen sind nicht in den landeskirchlichen Gemeinden heimisch geworden und haben sich in eigenen, den sogenannten Gemeinden anderer bzw. unterschiedlicher Sprache und Herkunft, zusammengefunden.  Einem Großteil der deutschen Kirchengemeinden sind erst im Rahmen der Flüchtlingshilfe Christ/innen aus anderen Ländern und Kulturen begegnet. Die interkulturellen Erfahrungen beleben, können aber auch befremden.

Dr. Vivien Neugebauer, Tagungsleiterin, Ev. Akademie Loccum

 

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Freitag, 26. Oktober 2018

Begrüßung und Eröffnung
Dr. Vivien Neugebauer, Studienleiterin, Loccum

Christliche Migration nach Deutschland

Vergessene Minderheiten?
Religionssoziologisch-vergleichende Perspektiven auf Migrationskirchen
Prof. Dr. Alexander-Kenneth Nagel, Institut für Soziologie, Georg-August-Universität Göttingen

Kirche mit Migrationsgeschichte
Eine Bestandsaufnahme
OKR Bendix Balke, Referent für Gemeinden anderer Sprache und Herkunft, Kirchenamt der EKD, Hannover

Wie gelingt Gemeinde in der Migrationsgesellschaft?
Einschätzungen aus der Perspektive …

… einer Kirchengemeinde
Pfarrerin Birgit Worms-Nigmann, Evangelische Lydia-Gemeinde Dortmund

… eines Mitgliedes einer Gemeinde anderer bzw. unterschiedlicher Herkunft und Sprache
Pastor Prince Ossai Okeke, Vorsitzender des African Christian Council Hamburg e.V. und Koordinator der Kommunikation zwischen GaSH, Nordkirche

… eines christlichen Migranten in einer Kirchenleitungsfunktion
Pastor Tesso Benti, Evangelisch-lutherische Titus-Kirchengemeinde, Hannover-Vahrenheide

… einer Pastorin in einer multikulturellen Gemeinde in Durban, Südafrika
Pastorin Sybil Chetty, Ökumenische Referentin des Evangelisch-lutherischen Missionswerks und Pastorin der Südstadtgemeinde Osnabrück

Interkulturelle Kompetenzen im Gemeindekontext
Praktische Impulse zur Gestaltung zentraler Handlungsfelder

Interkulturelle Gottesdienste
Pastor Woldemar Flake, Referent für Ökumene, Haus kirchlicher Dienste, Ev.-lutherische Landeskirche Hannovers

Interkulturelle Seelsorge
Pastor Andreas Kunze-Harper, Zentrum für Seelsorge, Ev.-lutherische Landeskirche Hannovers

Internationales (Begegnungs-)Café „INCA“
Diakonin Caroline Gärtner, INCA, Evangelisch-lutherischer Kirchenkreisjugenddienst Peine

Was kann daraus für das Gesamtprojekt gelernt werden?
In Kleingruppen

Interkulturelle Öffnung – ein diskussionswürdiges Konzept
(Selbst-)Verständnis und Erfahrungen verschiedener Landeskirchen im Gespräch
OKR Bendix Balke, Referent für Gemeinden anderer Sprache und Herkunft, Kirchenamt der EKD, Hannover
Pastor Dr. Hauke Christiansen, Mission, Ökumene, Diakonie, Nordkirche/Landeskirchenamt Kiel

Kommentar von
Dr. Karen Schmitz, Referentin für Internationale Partnerschaften, Ev.-luth. Missionswerk Niedersachsen, Hannover

Samstag, 27. Oktober 2018

Interkulturelle Morgenandacht

Zur Gestaltung zentraler Handlungsfelder: Reflektion der Impulse und Erarbeitung von Strategien
In Arbeitsgruppen

Ein Zwischenruf: Interkulturelle Kirche – Sonderprojekt oder tiefgreifender Wandel?
Pastor Charles Raj, Ökumenischer Mitarbeiter des Evangelisch-lutherischen Missionswerks und Pastor der Nordstädter Kirchengemeinde, Hannover

Wie bleiben und werden Kirchengemeinden Heimat für die Christ/innen?
Erträge aus den Arbeitsgruppen und offene Fragen

Kommentar von:
Lars-Torsten Nolte, Referent für Migration und Integration, Haus kirchlicher Dienste, Ev.-lutherische Landeskirche Hannovers

 

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