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Das Programm chronologisch > Kultur & Medien

1908: Generation(en) Wechsel
Veränderte Ansprüche neuer Generationen und die Rolle der Kulturpolitik in institutionellen Veränderungsprozessen
63. Loccumer Kulturpolitisches Kolloquium,

Evangelische Akademie Loccum vom 15. bis 17. Februar 2019

In Kooperation mit Kulturpolitischen Gesellschaft e.V., Bonn

und unter Beteiligung von
Stiftung Universität Hildesheim,
Hochschule für Musik und Theater, Hamburg,
PH Ludwigsburg


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Vor welchen Veränderungsprozessen stehen Kultureinrichtungen, wenn sie sowohl den Ansprüchen jüngerer Generationen von Kulturschaffenden als auch den kulturellen Interessen jüngerer Besucher/innen gerecht werden wollen? Wie gelingt es, angesichts einer zunehmend heterogenen Bevölkerung zu einer höheren Diversität der Einrichtungen zu gelangen? Welche neuen gesellschaftlichen Aufgaben gibt es für Kultureinrichtungen, die über die Produktion und Präsentation von Kunst und Kultur hinausgehen? Und welche Rolle hat die Kulturpolitik dabei?

An den Leitfragen des 64. Loccumer Kulturpolitischen Kolloquiums ist zu erkennen: Kultureinrichtungen sind derzeit großem Veränderungsdruck ausgesetzt. Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung stehen daher die Bedeutung der Generationenfrage für Kultureinrichtungen, die Erweiterung ihrer Aufgaben als „Dritte Orte“ der Begegnung sowie die Frage, wie institutionelle Veränderungsprozesse, die mit veränderten Interessen und Ansprüchen jüngerer Generationen verbunden sind, sinnvoll kulturpolitisch unterstützt werden können.

Ein wesentliches Element der Tagung ist die Diskussion zwischen Kulturschaffenden der jüngeren Generation, Berufseinsteigern sowie Personen, die gerade in Leitungsfunktionen nachrücken einerseits und Entscheidungsträgern mit langjährigen Erfahrungen andererseits. Studierende aus drei Studiengängen haben partizipative Formate und Arrangements entwickelt, um zu diskutieren, welche unterschiedlichen Auffassungen es zu den Aufgaben öffentlich geförderter Kultureinrichtungen gibt, wie unterschiedlich zentrale kulturpolitische Herausforderungen von bisherigen Verantwortungstragenden und zukünftigen „Cultural Leadern“ wahrgenommen werden und zu welchen Lösungsansätzen die verschiedenen Generationen kommen.

Ob Sie dabei nun der „Generation Y“ oder doch eher der „Generation 68“ angehören – oder aber sich ganz anders verorten: Sie sind herzlich eingeladen, sich an den Diskussionen zu beteiligen!

Dr. Albert Drews, Tagungsleiter, Ev. Akademie Loccum
Prof. Dr. Birgit Mandel, Vizepräsidentin, Kulturpolitische Gesellschaft e.V.
Barbara Neundlinger, Geschäftsführerin, Kulturpolitische Gesellschaft e.V

 

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Freitag, 15. Februar 2019

Begrüßung und Einführung
Dr. Albert Drews, Ev. Akademie Loccum
Barbara Neundlinger, Geschäftsführerin, Kulturpolitische Gesellschaft e.V., Bonn
Prof. Dr. Birgit Mandel, Vizepräsidentin, Kulturpolitische Gesellschaft e.V., Bonn
Studierende der Kulturmanagementstudiengänge Universität Hildesheim, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Päd. Hochschule Ludwigsburg

Why 68? Die Neuen und die Alten:
Generationenbedingte Veränderungen von kulturellen Einstellungen, kulturellen Präferenzen und der Führung von Kultureinrichtungen:

„Es wird viel passieren … Wird viel passieren?!“
Kulturelle und kulturpolitische Einstellungen im Wandel der Generationen
Dr. Patrick Glogner-Pilz, PH Ludwigsburg

Veränderungen im Cultural Leadership durch Generation Y? – Ergebnisse einer Befragung von älteren und jüngeren Führungskräften in öffentlichen Kultureinrichtungen in Deutschland
Prof. Dr. Birgit Mandel, Universität Hildesheim

Veränderte Ansprüche auf dem Kulturarbeitsmarkt
Prof. Dr. Oliver Scheytt und Katrin Waldeck, Kulturexperten Dr. Scheytt GmbH, Essen

Diskussion der Vorträge in Kleingruppen

Digitalisierung, Globalisierung, und neue Ansprüche: Wie verändern sich (Führungs-) Aufgaben in Kultureinrichtungen und Kulturpolitik?
Thesen von
Dr. Martin Lätzel, stellv. Leiter Kulturabteilung, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Kiel, und
Jasmin Vogel, Marketing, Dortmunder U, Dortmund

Diskussion der Ergebnisse der Kleingruppenarbeit
Mod.: Mara Käser, Regionalgruppe Niedersachsen der KuPoGe, Braunschweig und Dr. Albert Drews, Loccum

Samstag, 16. Februar 2019

Du musst dein Ändern leben: Neue soziale und gesellschaftliche Aufgaben von Kunst- und Kultureinrichtungen

Kultureinrichtungen als Zwischen-Räume und Dritte Orte
Prof. Dr. Gernot Wolfram, Hochschule Macromedia, Campus Berlin

Neue Aufgaben, Change-Management-Prozesse von Kultureinrichtungen und die Rolle der Kulturpolitik am Beispiel der Berliner Zentral- und Landesbibliothek
Volker Heller, Direktor, Zentral- und Landesbibliothek Berlin

Wie gelingen Veränderungsprozesse?
Gespräch mit
Konstantin Udert, Geschäftsführer, junge norddeutsche philharmonie, Berlin, und
Dr. Eckhard Braun, Programmleiter Landesprogramm "Den Wandel gestalten"  – Changemanagement in der freien Szene Rheinland-Pfalz, Koblenz

Wie gelingen Change-Management-Prozesse aus organisationstheoretischer Sicht?
Dr. Annette Jagla, Organisations- und Strategieberaterin, Hamburg

Diversität als Herausforderung für Kultureinrichtungen
Dr. Bora Akşen, wiss. Referent für gesellschaftliche Vielfalt im KSB-Programm 360°, Focke-Museum, Bremen

Digitalisierung als Chance und Herausforderung für Kultureinrichtungen
Christian Holst, Kulturmanager, Hamburg

Kultureinrichtungen neu denken – Zukunfts-Foren für Ideen, Konzepte, Visionen
Kuratiert von Studierenden im Master-Studiengang „Kulturmanagement“ der HfMT Hamburg

Klare Zielvorgaben oder Freiheit für Kunstinstitutionen – wie kann Kulturpolitik institutionelle Veränderungsprozesse unterstützen?
Thesen für eine neue „neue Kulturpolitik“
Diskussion mit
Dr. Tobias Knoblich, Präsident, Kulturpolitische Gesellschaft e.V., Erfurt

Sonntag, 17. Februar 2019

Kulturpolitische Unterstützung für institutionelle Veränderungsprozesse
Diskussion in drei parallelen Gruppen, besetzt mit je einem Generationen-Tandem:

Gruppe 1: Helge Rehders, Leiter der Abteilung Grundsatz, Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Berlin, und
Peter Landmann, ehem. Leiter der Abteilung Kultur im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW, Kempen

Gruppe 2: Andreas Bialas, Kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagesfraktion in NRW, Wuppertal, und
Prof. Dr. Olaf Schwencke, ehem. Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V., Berlin

Gruppe 3: Annekatrin Klepsch, Beigeordnete für Kultur und Tourismus und 2. Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden, und
Kurt Eichler, ehem. Geschäftsführender Direktor der Kulturbetriebe Dortmund

Interaktive Abschlussdiskussion mit allen Generationen-Tandems
eingeleitet von Impulsen aus den Gruppen
Moderation: Charlotte Burghardt, Universität Hildesheim, und Studierende
Johannes Crückeberg, Regionalgruppe Niedersachsen der KuPoGe, Hildesheim

 

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