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1910: Mehr Gesundheit wagen
Gesundheitsregionen als Zukunftstreiber für Lebensqualität, gute Arbeit und nachhaltiges Wachstum?

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 26. bis 27. Februar 2019

In Kooperation mit:
Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen,
Institut für Arbeit und Technik - IAT,
Ruhr Universität Bochum,
Akademie für Raumforschung und Landesplanung - ARL

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Die Trennlinien zwischen ambulanter und stationärer Versorgung sowie zwischen Gesundheitssystem und Altenpflege erschweren eine gute Versorgung der Bevölkerung. Die getrennten und z.T. unzureichenden Finanzierungssysteme der verschiedenen Bereiche führen zudem dazu, dass das Innovations- und Wachstumspotential der Gesundheitsbranche nur eingeschränkt genutzt werden kann.

Sind „Gesundheitsregionen“ eine Antwort auf dieses Problem? In Gesundheitsregionen arbeiten klassische Akteure des Gesundheitssystems und der Altenpflege mit neuen Akteuren z.B. aus Kommunen und der Regionalentwicklung zusammen, um die Versorgung der Menschen zu verbessern und Wachstumschancen zu nutzen. Dabei können sie auch verstärkt Modelle der Integrierten Versorgung nutzen, die in den letzten Jahren im Gesundheitssystem deutlich ausgeweitet wurden.

Gesundheitsregionen sind in ihren Zielrichtungen, Betätigungsfeldern und Akteurskonstellationen höchst unterschiedlich ausgerichtet. Gemeinsam ist ihnen die Aufgabe, Akteure zur Kooperation zusammenzubringen, die unterschiedliche Interessen verfolgen oder gar im Wettbewerb zueinander stehen. Dabei müssen sie häufig ausgetretene Pfade verlassen und regulatorisch noch nicht erschlossenes Neuland betreten. Gemeinsam ist ihnen auch, die räumliche Dimension der Versorgung stärker in den Blick zu nehmen, die in strukturschwachen städtischen und ländlichen Gebieten eine zunehmende Herausforderung darstellt – nicht zuletzt, weil der Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel sich immer stärker bemerkbar macht. Auch hier versuchen Gesundheitsregionen, Kräfte zu bündeln und Synergieeffekte zu heben.

Wie es den unterschiedlich ausgerichteten Gesundheitsregionen gelingen kann, diese Aufgaben zu bewältigen, ist Gegenstand der Tagung. Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Prof. Dr. Josef Hilbert, Vorstandsvorsitzender, Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen; Direktor, IAT Institut Arbeit und Technik
Prof. Dr. Rolf Heinze, Ruhr Universität Bochum
Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Generalsekretär, Akademie für Raumforschung und Landesplanung; Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover
Dr. Joachim Lange, Tagungsleiter, Ev. Akademie Loccum
Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

 

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Dienstag, 26. Februar 2019

Begrüßung und Eröffnung
Dr. Joachim Lange, Evangelische Akademie Loccum

Wissen-Innovation-Region WIR:
Gesundheitsregionen als Innovationsplattform
Prof. Dr. Josef Hilbert, geschäftsführender Direktor, IAT Institut Arbeit und Technik, Gelsenkirchen und Vorstandsvorsitzender, Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen e.V.

Digitalisierung und Gesundheit auf regionaler Ebene als Treiber von Innovation und Wachstum
Prof. Dr. David Matusiewicz, Direktor, ifgs Institut für Gesundheit und Soziales, FOM Hochschule für Oekonomie & Management, Essen

Gemeinsame Diskussion

Digital Health zwischen Silicon Valley und Gesundheitsregionen vor Ort
Dr. Petra Rambow-Bertram, Vorstandsvorsitzende, Gesundheitswirtschaft Hannover e.V. und Klinikum Region Hannover

Wie bekommen wir die richtigen Fachkräfte, mit den richtigen Arbeitsbedingungen an die richtigen Orte?
Michaela Evans, IAT Institut Arbeit und Technik, Gelsenkirchen

Vertiefte Diskussion in parallelen Foren:

Forum 1
Digital Health
Dr. Petra Rambow-Bertram, Hannover
Prof. Dr. David Matusiewicz, Essen

Forum 2
Wie bekommen wir die richtigen Fachkräfte, mit den richtigen Arbeitsbedingungen an die richtigen Orte?
Michaela Evans, Gelsenkirchen
Prof. Dr. Herbert Asselmeyer, Leiter des Clusters Pflege und Versorgungs-Organisation, Institut für Sozial- und Organisationspädagogik, Universität Hildesheim

Forum 3
Gesundheitsregionen als Treiber wirtschaftlicher Dynamik
Prof. Dr. Josef Hilbert, Gelsenkirchen
Thomas Nerlinger, Geschäftsführer, Gesundheitsregion EUREGIO e.V., Nordhorn

Forum 4
Kommunen und Freie Wohlfahrtspflege als neue Akteure der Versorgungssteuerung
Ulf Werner, OptiMedis AG, Hamburg
Prof. Dr. Rolf G. Heinze, Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Arbeit und Wirtschaft, Ruhr-Universität Bochum

Neue Versorgungsmodelle zwischen Netzwerk und vertikaler Integration
Podium eingeleitet durch Kurzvorträge

Integrierte Versorgung: Vernetzung oder vertikale Integration?
Dr. Thomas Renkert, Diakoniewissenschaftliches Institut, Theologische Fakultät, Universität Heidelberg

Viele Netzwerkpartner – ein Geschäftsmodell?
Dr. Anne-Sophie Tombeil, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart

Vernetzung der Netzwerke?
Thomas Altgeld, Geschäftsführer, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen, Hannover

Gemeinsame Diskussion mit
Prof. Dr. Rolf G. Heinze, Bochum

Mittwoch, 27. Februar 2019

Diskrepanzen in der regionalen Versorgung:
Mehr als Stadt vs. Land

Was wissen wir, was messen wir eigentlich?
Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Generalsekretär, Akademie für Raumforschung und Landesplanung sowie Institut für Umweltplanung, Universität Hannover

Regionale Kooperation zur verbesserten Versorgung in unterschiedlichen Raumtypen
Prof. Dr. Michael Böckelmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, Schüchtermann-Klinik, Bad Rothenfelde und Vorstandsvorsitzender, GewiNet Kompetenzzentrum Gesundheitswirtschaft e.V.
Prof. Dr. Claudia Hornberg, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld, und Vorsitzende, Sachverständigenrat für Umweltfragen
Thomas Nerlinger, Nordhorn

Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse – Aufgabe auch für die Gesundheitsversorgung: Was kann getan werden?
Dr. Alexander Schmidt-Gernig, Leiter, Referat Verbindung zwischen Bund und Ländern/ Gesellschaftspolitische Grundsatzfragen, Bundesministerium für Gesundheit, Berlin

Gemeinsame Diskussion mit
Prof. Dr. Claudia Hornberg, Bielefeld
Prof. Dr. Michael Böckelmann, Bad Rothenfelde
Thomas Nerlinger, Nordhorn
Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Hannover
Prof. Dr. Josef Hilbert, Gelsenkirchen

 

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