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Das Programm chronologisch > Wirtschaft & Soziales

19115: Subsidiarität in der Familienpolitik:
Auf der Suche nach einem neuen Gleichgewicht

Workshop der Evangelischen Akademie Loccum vom 13. bis 14. März 2019

In Kooperation mit
bigas - Bremer Institut für Gender-, Arbeits- und Sozialrecht und
eaf - evangelische arbeitsgemeinschaft familie

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Familienpolitik war in der Bundesrepublik Deutschland lange Zeit auf das Modell des verheirateten (meist männlichen) Alleinverdieners ausgerichtet. Wichtige ihrer Instrumente setzten an der Ehe an. Der gesellschaftliche Wertewandel und die stärkere Orientierung von Frauen an der Erwerbstätigkeit führten zu einem Prozess, der als „Erosion der Familie“ beschrieben wurde. Die Schwierigkeiten, Erwerbs- und Familienarbeit unter einen Hut zu bringen, führten vermehrt dazu, dass Menschen ihre Kinderwünsche nicht in dem von ihnen eigentlich erhofften Maße realisierten.

Die traditionelle Familienpolitik, die als Normalfall voraussetzte, dass „die Leute immer Kinder kriegen“, führte aber unintendiert auch dazu, dass Familien im Vergleich zu Kinderlosen tendenziell wirtschaftlich schlechter gestellt wurden. Vor allem Familien von Alleinerziehenden wurden, wie auch Mehrkindfamilien, häufig in schwierige wirtschaftliche Lagen gebracht.

Trotz erheblicher Änderungen und einem bedeutenden Ausbau der sozialen Infrastrukturen zur Unterstützung von Familien in den letzten Jahren und Jahrzehnten haben zentrale Elemente dieser Familienpolitik weiter Bestand.

Im Inland und v.a. im Ausland gibt es deutliche Hinweise darauf, dass eine Familienpolitik, deren Leistungen stärker an den Kindern ansetzt und eine gleichmäßigere Erwerbs- und Familienbeteiligung in Partnerschaften ermöglicht, zu einem „Aufschwung der Familie“ führen kann. Strukturelle Rahmenbedingungen, die an den Erfordernissen von Familien und Kindern in ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit ansetzen, ermöglichen es den Menschen, gehegte Kinderwünsche zu realisieren und Familie zu leben.

Für die Familienpolitik wurde daher ein Perspektivenwechsel gefordert (https://www.eaf-bund.de/documents/Veroeffentlichungen/Positionspapier-In_Verantwortung_fr_Kinder.pdf): Demzufolge ist das subsidiäre Verhältnis von Familie, Gesellschaft und Staat neu auszutarieren: Gesellschaft und Staat sind gefordert, Familien stärker zu unterstützen, aber nicht, sie zu ersetzen. Der Workshop soll zur Klärung der Frage beitragen, wie ein solches neues Gleichgewicht in konkreten, aktuell diskutierten Politikfeldern ausgestaltet werden kann.

Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion dieser Frage zu beteiligen.

Prof. Dr. Ursula Rust, bigas, Universität Bremen; Vorsitzende des Beirats, Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie eaf e.V.
Dr. Joachim Lange, Tagungsleiter, Evangelische Akademie Loccum
Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

 

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Mittwoch, 13. März 2019
15:30 Uhr Anreise zum Nachmittagskaffee
16:00 Uhr Begrüßung und Einleitung
Dr. Joachim Lange, Evangelische Akademie Loccum
Prof. Dr. Ursula Rust, Bremer Institut für Gender-, Arbeits- und Sozialrecht bigas, Fachbereich Rechtswissenschaften, Universität Bremen; Vorsitzende des Beirats, Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie eaf e.V.

Familie zwischen Erosion und Renaissance?
Aktuelle Entwicklungen
Kerstin Ruckdeschel, Forschungsbereich Familie und Fertilität, Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, Wiesbaden
PANEL 1
Recht auf Kinder oder Kinderrechte?
16:30 Uhr Moderation: Dr. Joachim Lange

Kinderwünsche und ihre Realisierung
Kerstin Ruckdeschel, Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, Wiesbaden

Ausweg Reproduktionsmedizin?
Aktuelle ethische Herausforderungen
Ruth Denkhaus, Zentrum für Gesundheitsethik, Hannover

Kindeswohl als verfassungsrechtliche Herausforderung bei reproduktionsmedizinischer Unterstützung
Prof. Dr. Ursula Rust, Beirat eaf und bigas, Bremen
19:30 Uhr Recht auf Kinder oder Kinderrechte?
Sozialstaatliche Prioritätensetzungen
Gemeinsame Diskussion mit den Referenten des Tages
eingeleitet durch einen Input von
Wolfgang Hötzel, Vizepräsident, Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie eaf und Beirat eaf, Mainz
Donnerstag, 14. März 2019
PANEL 2
Familienpolitik nach Pillenknick und Wertewandel
09:30 Uhr Moderation: Dr. Joachim Lange

Anstehende Fragen im evangelischen Ehe- und Familienverständnis und ihre familienpolitischen Implikationen
Dr. Stephan Schaede, Direktor, Evangelische Akademie Loccum und Mitglied der Kammer für Theologie der EKD

Ermöglichen von Familie als Ziel von Familienpolitik?
Prof. Dr. Margarete Schuler-Harms, Professur für öffentliches Recht, Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr, Hamburg

Finanzielle Unterstützung von Familien:
Reformbedarfe und -optionen
Prof. Dr. Miriam Beblo, Professur für Volkswirtschaftslehre, insb. Arbeitsmarkt, Migration, Gender, Universität Hamburg

Gemeinsame Diskussion
PANEL 3
Subsidiarität neu austarieren
13:30 Uhr Moderation: Dr. Insa Schöningh, Bundesgeschäftsführerin, Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie eaf, Berlin

Familie ermöglichen
Rosemarie Daumüller, Geschäftsführerin, Landesfamilienrat Baden-Württemberg und Beirat eaf, Stuttgart

Am Beispiel des SGB VIII
Prof. Dr. Kerstin Feldhoff, Rechtswissenschaft, Fachbereich Sozialwesen, Fachhochschule Münster und Beirat eaf

Kinderwünsche Selbstständiger –
Realisierungsmöglichkeiten?
Dr. Kirsten Knigge, Rechtsanwältin, Bremen

Abschlussdiskussion
15:30 Uhr Ende der Tagung (mit Kaffee und Kuchen)
15:50 Uhr Abfahrt des Busses nach Wunstorf (Bhf.)
Ankunft ca. 16.30 h

 

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Tagungsgebühr 100,- € für Übernachtung, Verpflegung, Kostenbeitrag. Für Schüler/innen, Studierende bis 35 Jahre, Freiwilligendienstler und Arbeitslose Ermäßigung nur gegen Bescheinigung auf 50,- €. Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.
Anmeldung an die Evangelische Akademie Loccum
Postfach 2158
D-31545 Rehburg-Loccum

Münchehäger Straße 6
D-31547 Rehburg-Loccum

Tel. 0 57 66 / 81-0
Fax 81-99-114

Oder hier im Internet
> zur online-Anmeldung

Sollten Sie Ihre Anmeldung nicht aufrechterhalten können, teilen Sie uns das bitte umgehend mit. Bei einer Absage nach dem 06. März 2019 müssen wir 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.  Falls Sie eine Bestätigung wünschen, teilen Sie uns bitte Ihre E-Mail-Adresse mit.

Überweisung erbitten wir auf das Konto der Kirchlichen Verwaltungsstelle Loccum unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 12591  

Evangelische Bank eG Kassel
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50 
BIC: GENODEF1EK1

Tagungsleitung Dr. Joachim Lange, Tel. 0 57 66 / 81-2 41
E-Mail: Joachim.Lange@evlka.de
Tagungs-
Sekretariat
Cornelia Müller,  Tel. 0 57 66 / 81-1 14
E-Mail: Cornelia.Mueller@evlka.de
Pressereferat Florian Kühl,  Tel. 0 57 66 / 81-1 05
E-Mail: Florian.Kuehl@evlka.de
Bahnanfahrt Via IC-Bhf. Hannover nach Wunstorf (23 km bis Loccum), via IC-Bhf. Bielefeld nach Minden (25 km) oder Stadthagen (20 km), via IC-Bhf. Hamburg über Rotenburg/W. nach Leese-Stolzenau (6 km) oder via IC-Bhf. Bremen nach Nienburg (25 km). Nicht immer gibt es Busverbindungen von den Bahnhöfen Wunstorf, Stadthagen und Nienburg. mehr >
Zubringerbus Am 13. 3. 2019 ab Bahnhof Wunstorf um 14:50 Uhr direkte Verbindung mit Zubringerbus zur Akademie. Abfahrt des Busses: Ausgang ZOB.
Am 14. 3. 2019 auch zurück; Ankunft Wunstorf ca. 16:30 Uhr.
Bitte unbedingt anmelden; die Plätze sind begrenzt!
Autoanfahrt Von Norden über Nienburg/Weser; von Westen über A2, Abfahrt Porta Westfalica/Minden, B482 in Richtung Minden-Nienburg; von Osten über A2 Hannover, Abfahrt Wunstorf-Luthe, B441 Wunstorf in Richtung Stolzenau-Nienburg. Die Einfahrt in das Akademiegelände liegt an der B441. mehr >
Feste Zeiten
im Haus
  8:15 Uhr Morgenandacht
  8:30 Uhr Frühstück
12:30 Uhr Mittagessen
Nachmittagskaffee
18:30 Uhr Abendessen.
Hier geht's zur online-Anmeldung.
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