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Das Programm chronologisch > Politik & Recht

1936: Nukleare Renaissance?
Wie umgehen mit der Rückkehr der nuklearen Bedrohung in Europa?

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 24. bis 26. Juni 2019

Gefördert von:
- Corvinus-Stiftung,
- Auswärtiges Amt

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Wie soll Europa in Zukunft mit der Rückkehr der nuklearen Bedrohung umgehen? Wenige Wochen vor dem Ende der Suspendierungsfrist des INF-Vertrages Anfang August kommen in Loccum Expert*innen und Praktiker*innen aus Europa, den USA und Russland zusammen, um dieser Frage nachzugehen. Gemeinsam sollen innovative Ideen zur nuklearen Rüstungskontrolle in der kommenden Post-INF-Ära erarbeitet und diskutiert werden.

Die mühsam während des Kalten Krieges aufgebaute nukleare Rüstungskontrolle ist brüchig geworden. Weltweit rüsten neue und alte Atommächte auf. Auch Europa droht eine „nukleare Renaissance“. Der INF-Vertrag zum Verbot landgestützter Mittelstreckenwaffen ist einer der wichtigsten Bausteine der europäischen Sicherheitsarchitektur. Jahrelange Vertragsverstöße und die beidseitige Suspendierung durch die USA und Russland Anfang des Jahres haben das Ende dieses zentralen sicherheitspolitischen Abkommens eingeläutet. Um den New-Start-Vertrag zur Begrenzung strategischer Kernwaffen ist es ebenfalls nicht gut bestellt. Dieses bilaterale Abkommen müsste dringend verlängert werden, ansonsten wäre ab 2021 zwischen Washington und Moskau kein einziges Rüstungskontrollabkommen mehr in Kraft – ein Zustand, den es im Kalten Krieg zuletzt im Jahre 1972 gegeben hat.

Folgende Fragen interessieren dabei besonders:

 • Was kann Rüstungskontrolle heute noch leisten?

 • Welche politischen Trends, Akteurskonstellationen und technologischen Entwicklungen bestimmen die gegen­wärtige nukleare (Un)Ordnung?

 • Welche vertraglichen Arrangements und diplomatischen Prozesse wären in der Zukunft besonders geeignet, nukleare Gefahren zu begrenzen, kontrollierbarer zu machen sowie Vertrauen zwischen den beteiligten Akteuren aufzubauen?

 • Welche Rolle will die deutsche Außenpolitik zukünftig in der Rüstungskontrolle spielen?

 • Was ist zu tun, wenn die nukleare Rüstungskontrolle scheitert?

Diskutieren Sie mit! Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Dr. Thomas Müller-Färber, Tagungsleiter, Ev. Akademie Loccum
Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

 

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Montag, 24. Juni 2019
13:30 Uhr Anreise zum Nachmittagskaffee
14:00 Uhr Begrüßung und Einführung
Dr. Thomas Müller-Färber, Evangelische Akademie Loccum
14:10 Uhr Der INF-Vertrag und die aktuelle nukleare Krise:
Eine Einführung
Dr. Łukasz Kulesa, Senior Fellow, Polish Institute of International Affairs (PISM), Warschau
Prof. Dr. Götz Neuneck, Stellv. Direktor, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) und Mitglied des Executive Councils der Pugwash-Bewegung, Hamburg
Dr. Eliza Gheorghe, International Relations Department, Bilkent University, Ankara
15:45 Uhr Das Wesen der globalen nuklearen (Un-) Ordnung:

Von bipolar zu multipolar – ein neuer strategischer Kontext für Rüstungskontrolle?
Prof. Dr. Brad Roberts, Direktor, Lawrence Livermore National Laboratory’s Center for Global Security Research, Livermore (USA)

Nukleare „leadership“ in der Krise? – Populismus und Atomwaffen
Dr. Oliver Meier, Stellv. Forschungsgruppenleiter, Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin

Neue militärtechnologische Herausforderung für nukleare Rüstungskontrolle (Cyber, konventionelle Präzisionswaffen etc.)?
Dr. Wilfred Wan, United Nations Institute for Disarmament Research (UNIDIR), Genf

Gegensätzliche Trends – nukleare Aufrüstung vs. nukleare Ächtung?
Dr. Tytti Erästö, Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI), Stockholm
19:30 Uhr Was ist Rüstungskontrolle? Ein Zwischenruf
Dr. Oliver Thränert, Head of Think Tank, Center for Security Studies (CSS), Zürich
19:45 Uhr Was kann nukleare Rüstungskontrolle heute und in der Zukunft leisten?
Prof. Dr. Brad Roberts, Direktor, Lawrence Livermore National Laboratory’s Center for Global Security Research, Livermore
Gaukhar Mukhatzhanova, Direktorin, International Organizations and Nonproliferation Program, James Martin Center for Nonproliferation Studies, Wien/Washington D.C.
Prof. Dr. Sergey Rogov, Akademischer Direktor, Institute of US and Canadian Studies, Moskau
Dr. Oliver Thränert, Head of Think Tank, Center for Security Studies (CSS), Zürich
21:00 Uhr Informeller Ausklang
Dienstag, 25. Juni 2019
09:30 Uhr Ideenwerkstatt zur Zukunft der nuklearen Rüstungskontrolle

Einführende Impulse zum Thema: Akteure und rüstungspolitische Regelungsbereiche
Prof. Dr. Andrey Pavlov, School of International Relations, St. Petersburg State University
Dr. Ulrich Kühn, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH)
Dr. Pavel Podvig, United Nations Institute for Disarmament Research (UNIDIR), Genf
11:15 Uhr Einführende Impulse zum Thema:
Politische Vorbedingungen, Vertrauensbildung und diplomatischer Prozess
William Alberque, Direktor, Arms Control, Disarmament and WMD Non-Proliferation, NATO, Brüssel
Oberst (ret.) Wolfgang Richter, Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin
Dr. Nikolai Sokov, James Martin Center for Nonproliferation Studies (CNS), Wien
14:00 Uhr Fortsetzung der Ideenwerkstatt in parallelen Arbeitsgruppen
17:15 Uhr Präsentation der Ergebnisse der Arbeitsgruppen im Plenum
18:00 Uhr Welche Rolle will die deutsche Außenpolitik zukünftig in der Rüstungskontrolle spielen?
Christoph Hallier, Leiter, Grundsatzreferat Abrüstung, Rüstungskontrolle, Nichtverbreitung, Auswärtiges Amt, Berlin
19:30 Uhr Diskussion der Ergebnisse der Arbeitsgruppen mit Impulsen aus der Perspektive von …
… Washington   Laura Kennedy, Direktorin, "Foreign Policy for America" und ehem. US-Botschafterin bei der Conference on Disarmament in Genf, Washington D.C.
… Moskau   Adlan Margoev, Program Director, Russia and Nuclear Nonproliferation Program, PIR Center, Moskau
… Peking   Dr. Tong Zhao, Nuclear Policy Program, Carnegie-Tsinghua Center for Global Policy, Peking
… Islamabad   Dr. Adil Sultan Muhammad, Visiting Research Fellow, King’s College London
… Kiew   Mykhailo Samus, Stellv. Direktor, Center for Army, Conversion and Disarmament Studies (CACDS), Kiew
21:00 Uhr Informeller Ausklang
Mittwoch, 26. Juni 2019
09:30 Uhr Was ist zu tun, wenn die nukleare Rüstungskontrolle scheitert?

Teil 1: Wie kann nukleare Abschreckung in Zukunft besser abgesichert werden?
Prof. Dr. Joachim Krause, Direktor, Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (ISPK)
Prof. Dr. François Heisbourg, Senior Research Fellow, Foundation Pour la Recherche Stratégique (FRS), Paris
11:15 Uhr Teil 2: Wie kann eine breite Friedensbewegung wiederbelebt werden? Welche Rolle kann der Atomwaffenverbotsvertrag in Zukunft spielen?
Xanthe Hall, Mitbegründerin und Vorstand von ICAN Deutschland (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons) und Geschäftsführerin von IPPNW (Internationale Ärzte gegen den Atomkrieg), Berlin
Gaukhar Mukhatzhanova, Direktorin, International Organizations and Nonproliferation Program, James Martin Center for Nonproliferation Studies, Wien/Washington D.C.
12:30 Uhr Ende der Tagung mit dem Mittagessen
13:20 Uhr Abfahrt des Busses zum Bahnhof Wunstorf
(Ankunft ca. 14:00 Uhr)


Die Tagung wird mit deutsch-englischer Simultandolmetschung durchgeführt.

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Tagungsgebühr GEBÜHR PRO PERSON (darin enthalten sind 2 Übernachtungen mit Vollpension und HörerInnengebühr):
 • NORMAL 195,- EURO
 • ERMÄßIGT 95,- EURO
   für Schüler/innen, Auszubildende, Studierende,
   Freiwilligendienstler sowie Arbeitslose;
   Nachweiserbringung vor der Tagung erforderlich.
Anmeldung an die Evangelische Akademie Loccum
Postfach 2158
D-31545 Rehburg-Loccum

Münchehäger Straße 6
D-31547 Rehburg-Loccum

Tel. 0 57 66 / 81-0
Fax 81-99-113

Oder hier im Internet
> zur online-Anmeldung

Sollten Sie Ihre Anmeldung nicht aufrechterhalten können, teilen Sie uns das bitte umgehend mit. Bei einer Absage nach dem 10. Juni 2019 müssen wir 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.  Falls Sie eine Bestätigung wünschen, teilen Sie uns bitte Ihre E-Mail-Adresse mit.

Überweisung erbitten wir auf das Konto der Kirchlichen Verwaltungsstelle Loccum unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 12618  

Evangelische Bank eG Kassel
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50 
BIC: GENODEF1EK1

Tagungsleitung Dr. Thomas Müller-Färber , Tel. 0 57 66 / 81-1 09
E-Mail: Thomas.Mueller-Faerber@evlka.de
Tagungs-
Sekretariat
Miriam Kamber,  Tel. 0 57 66 / 81-1 13
E-Mail: Miriam.Kamber@evlka.de
Pressereferat Florian Kühl,  Tel. 0 57 66 / 81-1 05
E-Mail: Florian.Kuehl@evlka.de
Bahnanfahrt Via IC-Bhf. Hannover nach Wunstorf (23 km bis Loccum), via IC-Bhf. Bielefeld nach Minden (25 km) oder Stadthagen (20 km), via IC-Bhf. Hamburg über Rotenburg/W. nach Leese-Stolzenau (6 km) oder via IC-Bhf. Bremen nach Nienburg (25 km). Nicht immer gibt es Busverbindungen von den Bahnhöfen Wunstorf, Stadthagen und Nienburg. mehr >
Zubringerbus Am 24. 6. 2019 ab Bahnhof Wunstorf um 12:20 Uhr direkte Verbindung mit Zubringerbus zur Akademie. Abfahrt des Busses: Ausgang ZOB.
Am 26. 6. 2019 auch zurück; Ankunft Wunstorf ca. 14:00 Uhr.
Bitte unbedingt anmelden; die Plätze sind begrenzt!
Autoanfahrt Von Norden über Nienburg/Weser; von Westen über A2, Abfahrt Porta Westfalica/Minden, B482 in Richtung Minden-Nienburg; von Osten über A2 Hannover, Abfahrt Wunstorf-Luthe, B441 Wunstorf in Richtung Stolzenau-Nienburg. Die Einfahrt in das Akademiegelände liegt an der B441. mehr >
Feste Zeiten
im Haus
  8:15 Uhr Morgenandacht
  8:30 Uhr Frühstück
12:30 Uhr Mittagessen
Nachmittagskaffee
18:30 Uhr Abendessen.
Hier geht's zur online-Anmeldung.
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