Bessere Partizipation von Eltern und Schülern
In der Diskussion stellte sich heraus, dass an den Schulen zwei Tendenzen hinsichtlich der Elternpartizipation zu beobachten sind:
- Eltern im Schulvorstand treten als homogene Gruppe auf, sind gut vorbereitet, gut qualifiziert. Viele von ihnen wurden durch die Interessenverbände (Kreis-, Landeselternrat) geschult. Sie treten sehr fordernd auf, wollen Kontrolle ausüben und ihr Eigeninteresse durchsetzen.
- Manche Eltern sind überfordert, weil sie nicht permanent am Ball sind, da die Wahrperiode nur zwei Jahre währt und es viel Kraft kostet und Reibungsverluste erzeugt, sie immer wieder neu einzuarbeiten. Die fehlende Kompetenz führt zu Desinteresse, so dass sie die Beschlussvorlagen einfach nur abnicken. Die Eltern dieser Gruppe sind sehr unterschiedlich qualifiziert / gebildet. Manche haben Schwierigkeiten in der Selbstorganisation und scheinen unzuverlässig zu sein.
Aus dieser Problemlage ergeben sich folgende Empfehlungen:
Für die erste Konstellation:
- Ziel muss sein, miteinander und nicht gegeneinander zu arbeiten und in unterschiedlichen Meinungen und Positionen eine Chance zu sehen, um den richtigen Weg / die richtige Lösung zu streiten. Denn darum geht es schließlich: gemeinsam für die ganze Schule verantwortlich zu sein.
- Die Gruppe der Eltern im SchuVo sollten ihre Arbeit unbedingt in die Schulelternräte (SER) rückkoppeln. Vorschlag: SchuVo-Eltern werden in die Sitzungen der SER zum TOP „Berichte aus dem SchuVo“ eingeladen, berichten dort, nehmen Vorschläge und Probleme mit, um sie bei der SchuVo-Sitzung anzubringen.
- Die Eltern sollten akzeptieren, dass die Lehrer/innen in pädagogischen Fragen die Experten sind und die pädagogische Verantwortung tragen.
Für die zweite Konstellation:
- Ziel muss sein, auf Augenhöhe und mit dem nötigen Informationsfluss zusammenzuarbeiten.
- In der konstituierenden Sitzung des Schulvorstandes sollten Aufgaben, Ziele, Fragen und Probleme der Arbeit im SchuVo geklärt werden.
- Vorabforbildung für alle Mitglieder im SchuVo.
- Angemessene Sprachcodes verwenden (siehe Schülerworkshop!).
- Größere Transparenz und besserer Informationsfluss.
- Bei Schülern: Begleitung / Coaching (siehe Schülerworkshop!).
- Anreize schaffen:
- zeitliche Flexibilität,
- Kaffee und Kuchen,
- Positive, respektvolle Arbeitsatmosphäre.
