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Zuwanderung aus Südosteuropa

Chance und Herausforderungen für die Kommunen

Neuer Termin: 14.06.2021 - 16.06.2021

Thema

Arbeitsmigration oder Armutsmigration? Die Debatte wird sehr polarisiert geführt. Dabei liegt die Beschäftigungsquote der bulgarischen und rumänischen Migranten bei 67 Prozent und damit über dem Niveau der Personen aus den EU-8 Ländern. Es gibt aber auch die „Armutsmigration“. Welche Daten und Fakten liegen über die aktuelle Zuwanderung aus Südosteuropa vor? Welche Maßnahmen in Bezug auf die unterschiedlichen Migrantengruppen sind entwickelt worden? Was ist bereits erreicht? Was bleibt zu tun?

Programm

Montag, 29.06.2020
15:30 Uhr
Anreise der Teilnehmer/innen zum Nachmittagskaffee

16:00 Uhr
Begrüßung und Einführung

Dr. Jordanka Telbizova-Sack, Ev. Akademie Loccum

16:15 Uhr
Hintergründe und Tendenzen der EU-Zuwanderung aus Südosteuropa

Johannes Graf, BAMF Nürnberg

17:00 Uhr
Zuwanderung aus Südosteuropa als Chance und Herausforderung für die Kommunen

Aus der Perspektive von drei Kommunen:

-
Osnabrück

„Es gibt vieles zu berichten“
Karsten Berger, Jobcenter Osnabrück

-
Salzgitter

„Brücke zur Gemeinschaft“
Dr. Roswitha Krum, Fachdienst Kinder, Jugend und Familie, Jugendamt Salzgitter

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Dortmund

„Zuwanderung in der Nordstadt: Eine Herausforderung für die freie Wohlfahrtspflege“
Johanna Smith, Diakonisches Werk Dortmund und Lünen gGmbH, Dortmund
Katrin Gattinger, Caritasverband Dortmund e.V.

20:15 Uhr
Ankunftsgebiete – räumliche Konzentration armutsgeprägter Zuwanderung

Dr. Sebastian Kurtenbach, Fachhochschule Münster

21:00 Uhr
Ausklang auf der Galerie

Dienstag, 30.06.2020
08:15 Uhr
Einladung zur Morgenandacht, danach Frühstück

09:30 Uhr
Zuwanderung aus dem Kosovo und Albanien

Prof. Dr. Daniel Göler, Geographische Migrations- und Transformationsforschung, Universität Bamberg

10:00 Uhr
Leistungsrechtliche Situation von Unionsbürgern im SGB II

Rodopi Panidou, Steuerung der Grundsicherung für Arbeitssuchende der Region Hannover

10:45 Uhr
Kaffeepause

11:15 Uhr
Grenzenlos faire Mobilität? Zur Situation von mobilen Beschäftigten aus den südosteuropäischen Staaten

Dominique John, Deutscher Gewerkschaftsbund DGB, Faire Mobilität, Berlin

12:00 Uhr
„Armutsmigration“ aus Südosteuropa?

-
Wie intra-europäische Mobilität soziale Ungleichheiten zu Tage bringt: Bürger aus den EU2-Ländern in Deutschland

Dr. Sevasti Trubeta, Hochschule Magdeburg-Stendal, Stendal

12:30 Uhr
Mittagessen

13:30 Uhr
Zur Lebenssituation von Roma in Ländern Südosteuropas

Georgi Ivanov, Amaro Foro e.V., Berlin
Kenan Emini, Roma Center e.V., Göttingen
Stephan Müller, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, Heidelberg

15:00 Uhr
Kaffeepause

15:30 Uhr
Zur Gleichbehandlung von Roma aus Südosteuropa in Deutschland

Guillermo Ruiz Torres, Sozialfabrik e.V., Berlin
Sigmar Walbrecht, Flüchtlingsrat Niedersachsen e. V., Hannover

16:10 Uhr
Die geforderten Kommunen: Was läuft gut – was sollte besser werden?

Parallele Arbeitsgruppen

-
AG I - Sprachvermittlung und Bildung

Dr. Mareile Krause, Abteilungsleiterin, Landesinstitut für Lehrerfortbildung und Schulentwicklung, Hamburg
Brigitte Kumkar, Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung, Hildesheim
Dr. Roswitha Krum, Jugendamt Salzgitter
Johanna Smith, Diakonisches Werk Dortmund
Guillermo Ruiz Torres, Sozialfabrik e.V., Berlin

-
AG II - Arbeitsmarktintegration, prekäre Arbeitsbedingungen

Mariya Schützler, Jobcenter Osnabrück
Sigmar Walbrecht, Flüchtlingsrat Niedersachsen e. V., Hannover
Dominique John, DGB, Berlin
Katrin Gattinger, Caritasverband Dortmund e.V.
Josef Kleier, Arbeitsrechtliche Beratungsstelle Arbeitsmigration, Caritas-Sozialwerk St. Elisabeth, Lohne

-
AG III - Wohnen und Gesundheitswesen

Janka Vogel, Integrationsbeauftragte, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin
Julia Inthorn, Direktorin, Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG), Hannover
Isabel Cramer, Geschäftsführerin, Soziales Zentrum Dortmund e.V.
Katrin Rosenberger, Fachhochschule Münster

-
AG IV - Konflikte im Alltag: Herausforderung für die Kommunen?

Ralf Seiger, Polizeihauptkommissar, Osnabrück
Karsten Berger, Jobcenter Osnabrück
Stephan Müller, Heidelberg
Christiane Certa, Sozialplanerin im Sozialdezernat der Stadt Dortmund
Andrea Hitzke, Leiterin der Dortmunder Mitternachtsmission e.V., Dortmund

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Musik und Geschichten aus dem Balkan

Mittwoch, 01.07.2020
08:15 Uhr
Einladung zur Morgenandacht, danach Frühstück

10:00 Uhr
Zusammenfassende Thesen und offene Fragen aus den Arbeitsgruppen

10:30 Uhr
Faire Mobilität, Integration und gesellschaftliche Teilhabe – Menschenwürde in der Arbeitswelt endlich umsetzen

Filiz Polat, MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Berlin

11:00 Uhr
Kaffeepause

11:30 Uhr
Was bleibt zu tun? Welche Unterstützung benötigen die betroffenen Städte und Kommunen?

Abschlussdiskussion mit:
Dirk Schröder, Abteilungsleiter, Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Hannover
Filiz Polat, MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Berlin
Dr. Matthias Schulze-Böing, Geschäftsführer, MainArbeit – kommunales Jobcenter Offenbach; Leiter, Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration, Stadt Offenbach
Stefan Wittkop, Nds. Städtetag, Hannover

12:30 Uhr
Ende der Tagung mit dem Mittagessen

12:50 Uhr
Abfahrt des Busses nach Wunstorf

Mehr zum Thema

Seit Jahren gibt es kontinuierliche Wanderungsbewegungen aus Südosteuropa in die Bundesrepublik. Die meisten EU-Einwanderer kommen aus Rumänien und Bulgarien. Deren Beschäftigungsquote ist hoch – zum Nutzen der deutschen Wirtschaft. Infolge einer Liberalisierung der Arbeitsmigration kommt es seit 2015 zu einer zusätzlichen Einwanderung auch aus Ländern des Westbalkans.

Neben der Zuwanderung von Fachkräften gibt es aber auch eine Armutszuwanderung aus Südosteuropa. Sie belastet vor Ort betroffene Städte und Quartiere. Viele der Zuwanderer werden als Roma identifiziert. Eine Herausforderung besteht darin, dass sich diese Form der Zuwanderung auf Städte und auf Quartiere konzentriert, die ohnehin von sozialen Problemlagen geprägt sind. In Niedersachsen haben sich armutsgeprägte Zuwanderer aus Südosteuropa in Osnabrück niedergelassen. Aber auch im ländlichen Raum, so u.a. von Schlachthöfen im Kreis Vechta gibt es Berichte über prekäre Lebens- und Arbeitsbedingungen südosteuropäischer Werkvertragsarbeiter/innen.

Ziel der Tagung ist es, Verantwortliche und Experten aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen zu bringen, um die Problemlage zu analysieren und um gemeinsam an Lösungsansätzen und neuen Wegen zur Integration von zugewanderten Menschen aus Südosteuropa zu arbeiten. Im Fokus stehen folgende Fragen:

  • Welche Daten und Fakten liegen über die aktuelle Zuwanderung aus Südosteuropa vor? Welche Effekte hat die Zuwanderung aus den EU-2 Ländern Rumänien und Bulgarien für den Arbeitsmarkt?
  • Wie ist die Situation der Zuwanderer aus den so genannten „sicheren Herkunftsländern“ wie dem Kosovo und Albanien?
  • Was bedeutet „Armutsmigration“? Wie sieht die Situation der betroffenen Gruppen in den Herkunftsländern aus? Woher genau und warum kommen sie?
  • Was sind die drängendsten Herausforderungen für die Kommunen, die sich durch Zuwanderung aus Südosteuropa ergeben? Was ist bereits erreicht? Was bleibt zu tun?

Diskutieren Sie mit. Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Dr. Jordanka Telbizova-Sack, Tagungsleitung

Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

 

 

 

Organisatorisches

Tagungsnummer

20116

Tagungsgebühren

Regulär
185€
Ermäßigt
70€

Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Schüler/innen, Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende, Ehrenamtliche sowie Arbeitslose erhalten die Ermäßigung auf Anfrage. Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.
Ein Drittel des Teilnehmerbeitrages wird als institutioneller Beitrag für die Evangelische Akademie Loccum erhoben.

Bei einer Absage nach dem 19.06.2020 müssen wir 25 % der Tagungsgebühr in Rechnung stellen. Wenn Sie sich für eine Tagung anmelden und aufgrund von Corona die Anmeldung unmittelbar vor der Tagung zurückziehen müssen, entstehen Ihnen keinerlei Stornogebühren.

Überweisungen

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 13248 auf folgendes Konto:

Kirchliche Verwaltungsstelle Loccum

Evangelische Bank eG
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50
BIC: GENODEF1EK1

Anreise

Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier

Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 29.06.2020, 14:45 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 01.07.2020, 13:30 Uhr

Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.