In Kooperation mit dem Arbeitskreis „Die Strafjustiz in Niedersachsen“
18.09.2026 - 20.09.2026
Die Tagung beleuchtet die Weiterentwicklung des Völkerstrafgesetzbuches und Deutschlands Rolle in der internationalen strafrechtlichen Verfolgung von Kriegsverbrechen. Im Fokus stehen die Stärkung von Opferrechten, der Umgang mit sexualisierter Gewalt sowie Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung des Völkerstrafrechts. Expert*innen aus Justiz, Politik und Zivilgesellschaft diskutieren notwendige Maßnahmen, um Deutschlands Beitrag im Völkerstrafrecht zu stärken.
Dr. Jordanka Telbizova-Sack, Ev. Akademie Loccum
Prof. Dr. Stefanie Bock, Marburg
Richter a. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Schomburg, Berlin
Moderation: Prof. Dr. Bernd-Dieter Meier, Leibniz Universität Hannover
Einleitung: Struktur, Zuständigkeit und aktuelle Verfahren
Prof. Dr. Aziz Epik, LL.M, Internationels Strafrecht und Kriminologie, Universität Hamburg
Prof. Dr. Bertram Schmitt, Richter am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) Den Haag, Professor an der Universität Würzburg
Nathalie von Wistinghausen, Fachanwältin für Strafrecht, Berlin
Moderation: Rechtsanwalt Dr. Asbjørn Mathiesen, Hannover
Zisterzienser-Kloster Loccum (gegründet 1163)
Praxis der deutschen Strafjustiz im Völkerstrafrecht (Richter/in N.N.)
Dr. Andrej Umansky, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht bei Gazeas Nepomuck Rechtsanwälte, Köln
RA Arne Bardelle, European Center of Constitutional and Human Rights (ECCHR), Berlin
Moderation: RiOLG Frank Bornemann, Celle
Prof. Dr. Buckley-Zistel, Professorin für Friedens- und Konfliktforschung und Geschäftsführende Direktorin des Zentrums für Konfliktforschung an der Philipps-Universität Marburg
Moderation: Jordanka Telbizova-Sack
Prof. Dr. Sascha Ziemann, Lehrstuhl für Strafrecht und Strafprozessrecht mit interdisziplinären Bezügen, Leibniz Universität Hannover
Christian Jakob, die Tageszeitung (taz), Berlin
Prof. Dr. Buckley-Zistel, Universität Marburg
Professor Dr. Bertram Schmitt, Richter am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag
RA Arne Bardelle, European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR)
Moderation: Dr. Cornelius Nestler, Köln
Das moderne Völkerstrafrecht zählt zu den bedeutendsten Errungenschaften des internationalen Rechts im 20. Jahrhundert. Es bildet bis heute die Grundlage für die strafrechtliche Verfolgung schwerster Verbrechen und trägt zur Sicherung von Frieden, Menschenrechten und internationaler Ordnung bei. Angesichts aktueller globaler Konflikte – vom Angriffskrieg gegen die Ukraine über dem Krieg im Nahen Osten bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen in verschiedenen Teilen Afrikas – wird die anhaltende Relevanz dieses Rechtsgebiets besonders deutlich. Zugleich zeigen sich die komplexen Herausforderungen bei der Verfolgung von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Angriffshandlungen, die ein hohes Maß an internationaler Zusammenarbeit, juristischer Präzision und politischer Sensibilität erfordern.
Deutschland nimmt seit Einführung des Völkerstrafgesetzbuchs (2002) eine besondere Rolle ein. Auf Grundlage des Weltrechtsprinzips können schwerste Verbrechen unabhängig von Tatort und Staatsangehörigkeit verfolgt werden. Aktuelle Reformen zielen unter anderem auf eine Stärkung der Opferrechte, mehr öffentliche Sichtbarkeit und eine erweiterte Berücksichtigung sexualisierter Gewalt sowie des Verschwindenlassens von Personen. Diese Entwicklungen werfen grundlegende rechtliche, politische und ethische Fragen auf.
Die Tagung bietet Raum, zentrale Fragen des Völkerstrafrechts zu vertiefen, aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und die Rolle Deutschlands im internationalen Gefüge kritisch zu reflektieren. Im Mittelpunkt stehen das Zusammenspiel nationaler und internationaler Gerichte sowie Perspektiven einer effektiven und opferorientierten Strafverfolgung.
Wir laden Sie herzlich zu unserer Tagung ein!
Tagungsnummer
2654
Tagungsgebühren
Regulär
300€
Ermäßigt
200€
Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur bei Vorlage einer gültigen Bescheinigung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.
Stornierung
Bei einer Absage nach dem 08.09.2026 müssen wir Ihnen 50% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.
Bei einer Absage nach dem 14.09.2026 müssen wir Ihnen 100% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.
Bei nicht erfolgter Absage müssen wir die gesamte Tagungsgebühr in Rechnung stellen.
Zahlung
Bitte bezahlen Sie die Gebühren erst nach Erhalt einer Rechnung von uns.
Anreise
Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier
Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 18.09.2026, 14:30 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 20.09.2026, 13:50 Uhr
Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.