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Medien berichten über israelisch-palästinensisches Dialogprojekt in Loccum

Vom 2. bis 4. Februar 2026 debattierten eine israelische und eine palästinensische Delegation aus dem Nahen Osten in der Akademie über eine Zweistaatenlösung für ihre Heimat. Das gemeinsame Projekt unter dem Namen „Two States – Different Alternatives“ führte zur Medienberichterstattung durch den NDR (TV und Radio), den Evangelischen Pressedienst und weiterer Medien. Am Ende dieses Berichtes finden Sie Links zur Berichterstattung, die laufend aktualisiert werden.

Das als Workshop angelegte Treffen in Loccum initiierte die israelisch-palästinensische NGO, Minds of Peace, unter der Leitung von Sapir Handelman und Samer Sinjilawi. Mit ihrer Idee, Israelis und Palästinenser aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten zusammenzubringen, um innovative und zeitgemäße Formen der Zweitstaatenlösung zu entwickeln, reagieren sie auf eine bislang zentrale Hürde für den dauerhaften Frieden in der Region.

Diese Hürde liegt im gesellschaftspolitischen Raum, der nicht erst seit dem 7. Oktober und dem Gazakrieg von erheblichem wechselseitigem Misstrauen geprägt ist. Es gibt in beiden Gesellschaften wenig Raum für Empathie. Hochkonjunktur haben hingegen Darstellungen, in der beide Konfliktpartien sich jeweils als alleiniges Opfer sehen.

Folglich findet die Zweistaatenlösung – eine Friedensformel, die bisher vor allem top-down eingebracht wurde – seit geraumer Zeit weder in der israelischen noch in der palästinensischen Gesellschaft nennenswerte Unterstützung. Das Dialogprojekt „Two States – Different Alternatives“ setzt genau hier an und startet einen bottom-up-Diskurs in beiden Gesellschaften in Richtung dieser Formel.

Unterstützt von der Evangelischen Akademie Loccum zielt dieses Vorhaben darauf ab, Ideen von gegenseitiger Anerkennung, Gleichberechtigung und friedlicher Koexistenz im israelischen und palästinensischen gesellschaftspolitischen Diskurs wieder zu beleben. Das ist dringend nötig, denn das Waffenstillstandsabkommen von Anfang Oktober 2025 zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas hat zwar zur Deeskalation beigetragen, ist jedoch weiterhin fragil und seine zukünftige Umsetzung ungewiss.

Die Ergebnisse der Verhandlungen in Loccum, Einschätzung der aktuellen Lage vor Ort und Überlegungen zu potenzieller Konfliktbeilegung wird eine gemeinsame israelisch-palästinensische Delegation in einem Pressegespräch am 5. Februar in Berlin vorstellen. In Loccum konnten sich die Delegationen bereits auf ein gemeinsames Konzeptpapier einigen, das alle unterschrieben.

Medienberichterstattung: 

NDR Hallo Niedersachsen (04.02.2026) „Minds of Peace“: Israelis und Palästinenser verhandeln in Loccum

epd auf der Homepage der Landeskirche (04.02.2026): Delegationen entwickeln Modelle für Zwei-Staaten-Lösung in Nahost 

epd Bericht (lange Version)