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Studientag am Campus Loccum 2026

Zum 18. Februar hatte das Pastoralkolleg Niedersachsen die übrigen Institute am Campus Loccum, also die Evangelische Akademie, das Religionspädagogische Institut und das Predigerseminar zum alljährlichen gemeinsamen Studientag eingeladen. Thematisch stand der Nachmittag unter der Überschrift: „Verlust-Praktiken (des Glaubens). Was bleibt davon angesichts der Fortschritts-Erzählung der Moderne?“

Als Referent war zum Thema Prof. Dr. Georg Lämmlin, der Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD eingeladen, der einen inspirierenden Vortrag zum Buch „Verlust. Ein Grundproblem der Moderne“ von Andreas Reckwitz hielt.

Reckwitz betrachtet „Verlust“ als ein Grundproblem der Moderne und behauptet, Kirchen und Religion seien in besonderer Weise davon betroffen. In der Moderne bildete Fortschritt die zentrale Bearbeitungsform von Verlusterfahrungen: Verluste sollen nicht länger hingenommen, sondern durch Fortschritt überwunden werden. Damit aber droht der Verlust derjenigen Bearbeitungsformen von Verlust, die spezifisch mit Kirchen und Religion verbunden sind, von Ritualen, religiösen Weltbildern, oder religiösen Formatierung von Vergänglichkeit und Generativität.

Im Plenum und in Kleingruppen bearbeiteten rund 25 Kolleginnen und Kollegen unter verschiedenen Fragestellungen dieses Thema. Dr. Claas Cordemann, Leiter der Fortbildung in den ersten Amtsjahren (FEA) am Pastoralkolleg hatte den Studientag vorbereitet und moderiert. Am Ende resümierte er auch die Diskussionen: „Bei allen Verlusterfahrungen bleiben wir Agenten der Hoffnung in unseren Bildungsanliegen auf dem Campus Loccum“.