Handlungsansätze für Kirche, Politik und soziale Akteure
In Kooperation mit: Kompetenznetz Einsamkeit (ISS e.V.), Interdisziplinäres Forschungsnetzwerk Einsamkeit (InLoNe)
09.11.2026 - 11.11.2026
Einsamkeit wächst – und mit ihr die Gefahren für Gesundheit, Zusammenhalt und Demokratie. Die Tagung macht Einsamkeit als gesamtgesellschaftliches Phänomen sichtbar und fragt: Welche Räume, Rituale und Praktiken ermöglichen Verbundenheit? Wie können kirchliche Gemeinschaften Menschen unterstützen, soziale Bindungen zu pflegen? Interdisziplinäre Perspektiven entwickeln Handlungsansätze, die kirchliches Engagement mit gesellschaftlicher Verantwortung verbinden.
Dr. Bastian König, Studienleiter, Evangelische Akademie Loccum
Mirjam Dierkes, Projektleiterin Kompetenznetz Einsamkeit (ISS/KNE), Berlin
Dr. Martin Gibson-Kunze, wissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftler Kompetenznetz Einsamkeit (ISS/KNE)
Stephanie Hecke, theologische Referentin bei der Diakonie Deutschland, Berlin. Autorin: „Die stille Gefährtin. Einsamkeit verstehen und überwinden“
Dr. Sabine Diabatè, Wissenschaftlerin am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung BiB, Köln
Prof. Dr. Anika Christina Albert, Professorin für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement, Schwerpunkt Praktische Theologie am Institut für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement (IDWM), Bielefeld
Prof. Dr. Berthold Vogel, Geschäftsführender Direktor Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) e.V., Göttingen
Dr. Rainald Manthe, Soziologe und Autor, Berlin
PD Dr. Janosch Schobin, Kompetenznetz Einsamkeit des Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik in Frankfurt am Main und Koordinator des BMBF-Projektes WeAreOne an der Georg-August-Universität Göttingen
Prof. Dr. Christine Wenona Hoffmann, Professorin für Praktische Theologie, Goethe-Universität Frankfurt, Frankfurt am Main
PD Dr. Severine Thomas, Institut für Sozial- und Organisationspädagogik an der Universität Hildesheim
Marion Heigl, Leitung der Geschäftsstelle EmwAg e.V. Solo&Co; Das Netzwerk für Singles.
Dr. Dagmar Henze
Referentin Team Generationen und Geschlechter Evangelische Agentur der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Elke Schilling, Erste Vorsitzende, Berlin
Dagmar Hirche, Vorstandsvorsitzende und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, Hamburg
Erste Konsequenzen für das eigene Handlungsfeld
Jede*r für sich - zu zweit - zu viert ... nach dem Schneeballprinzip
mit PD Dr. Janosch Schobin
Moderation: Dr. Bastian König
Prof. Dr. Michael Noack, Methode der Sozialen Arbeit mit dem Schwerpunkt
Gemeinwesenarbeit/Quartiermanagement Fachbereich Sozialwesen an der Hochschule Niederrhein
Stephan Kassel, Leiter des Referats 304 Familienpolitik, Seniorenpolitik, bürgerschaftliches Engagement, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, Hannover
Dr. Herlind Megges, Referentin/Politikberaterin im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), Berlin
Hans-Joachin Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, Hannover
Einsamkeit ist heute ein zunehmend sichtbares gesellschaftliches Phänomen, das Menschen aller Altersgruppen und sozialen Milieus betrifft. Sie ist nicht nur ein individuelles Gefühl, sondern hat tiefgreifende soziale, politische und gesundheitliche Dimensionen. Zahlreiche Studien zeigen, dass chronische Einsamkeit die mentale Gesundheit erheblich belastet, das Risiko für Depressionen, Angststörungen und körperliche Erkrankungen erhöht und das subjektive Wohlbefinden mindert. Darüber hinaus wirkt sich Einsamkeit auf den sozialen Zusammenhalt aus: Sie kann Isolation, Misstrauen und eine Schwächung von Gemeinschaften fördern. Auch demokratische Strukturen stehen unter Druck, wenn kollektive Teilhabe und soziale Integration beeinträchtigt werden, da Einsamkeit gesellschaftliche Spaltungen verstärken kann. Vor diesem Hintergrund wird Einsamkeit zunehmend auch als Thema theologischer und ethischer Reflexion betrachtet. Aus soziotheologischer Perspektive stellt sich die Frage, wie Kirche und Gesellschaft auf Einsamkeit reagieren können, welche sozialen Räume, Rituale und Praktiken Teilhabe ermöglichen und wie die christliche Tradition auf existentielle Erfahrungen der Isolation und Verbundenheit antworten kann.
Ziel ist es, Einsamkeit als gesamtgesellschaftliches Phänomen und ihre Auswirkungen auf mentale Gesundheit, sozialen Zusammenhalt und demokratische Teilhabe sichtbar zu machen. Sie will reflektieren, welche Rolle Kirche im Umgang mit Einsamkeit übernehmen kann: Welche Räume, Rituale und Formen der Teilhabe lassen sich stärken, um Isolation zu verringern? Wie können kirchliche Gemeinschaften Menschen dabei unterstützen, soziale Bindungen zu pflegen und existentielle Erfahrungen der Einsamkeit anzusprechen? Darüber hinaus sollen Handlungsperspektiven entwickelt werden, die kirchliches Engagement mit gesellschaftlicher Verantwortung verbinden und Impulse für sozialen Zusammenhalt und demokratische Teilhabe geben.
Im Rahmen der Tagung wird das Kompetenznetz Einsamkeit (ISS e.V.) gemeinsam mit dem Interdisziplinären Forschungsnetzwerk Einsamkeit (InLoNe) ein Forschungskolloquium abhalten. Nachwuchswissenschaftler*innen sind über einen begleiteten Call for Papers eingeladen, ihre Forschungsprojekte vorzustellen und mit ausgewiesenen Expert*innen zu diskutieren. Die Tagungsteilnehmenden erhalten darüber hinaus die Möglichkeit, im Rahmen von Posterpräsentationen aktuelle Einblicke in laufende und abgeschlossene Einsamkeitsforschung zu gewinnen und sich in einem offenen Format auszutauschen.
Tagungsnummer
2665
Tagungsgebühren
Regulär
260€
Ermäßigt
160€
Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur bei Vorlage einer gültigen Bescheinigung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.
Zahlung
Bitte bezahlen Sie die Gebühren erst nach Erhalt einer Rechnung von uns.
Anreise
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