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Abgrund und Ekstase

Biographische Extreme im Kino und in theologischer Deutung

27.09.2019 - 29.09.2019

Thema

Kinofilme erzählen immer wieder von biographischen Abgründen und Ekstasen: Von Glück, Erfüllung, Schicksal, Sinn und Sinnlosigkeit. Aus dem drastischen Erleben stellt sich die Frage nach möglichen Deutungsperspektiven extremer biographischer Erfahrungen. Im Film werden Deutungsangebote mal explizit erzählt, mal hintergründig angedeutet und sind oft religiös oder philosophisch grundiert. In der Tagung analysieren wir die cineastische Deutungsebene im Dialog mit theologischen Topoi.

Programm

14:30 Uhr
Anreise und Einchecken

15:00 Uhr
Kaffee und Kuchen

15:30 Uhr
Begrüßung und Programmvorstellung

Annette Behnken, Studienleiterin, Loccum
Dr. Simone Liedtke, Loccum
Gundi Doppelhammer, Hannover

15:45 Uhr
Kinokartenkonglomerat

Brainstorming von abgründig über ekstatisch bis …

16:00 Uhr
Vorspann: Eine theologische Kurzgrammatik mit (bewegten) Bildern

Dr. Simone Liedtke, Loccum

16:50 Uhr
Kurze Pause

17:00 Uhr
Außer-Sich-Sein

Der Christ als Schauspieler
Vortrag und Gespräch, Prof. Dr. Notger Slenczka, Berlin

18:30 Uhr
Abendessen

19:20 Uhr
Film: Halbe Treppe, Regie: Andreas Dresen

21:15 Uhr
Filmgespräch mit Dietmar Adler

-
anschl. Begegnungen auf der Galerie

08:15 Uhr
Morgenandacht, anschl. Frühstück

09:30 Uhr
Zwischen Hohem und Tiefem oder: So ist das Leben

Zur Darstellung des Menschen in den Filmen Andreas Dresens
Vortrag und Gespräch, Dietmar Adler, Bad Münder

10:30 Uhr
Pause und Stehkaffee

11:00 Uhr
So herrlich und so elend: Nahaufnahmen

Des Menschen Bild als Porträt und Antlitz
Dr. Simone Liedtke, Loccum

12:00 Uhr
Vorstellung der Workshops

12:30 Uhr
Mittagessen

13:30 Uhr
Klosterbesichtigung

15:00 Uhr
Kaffee und Kuchen

15:30 Uhr
Sehn-Sucht nach dem Anderen

Vortrag und Gespräch, Prof. em. Dr. Christiane Burbach, Göttingen

16:30 Uhr
Workshops

-
(1) Moonlight: Bewegte Bilder in der Andacht

Eine Filmandacht planen und feiern, Dr. Simone Liedtke

-
(2) Wenn Klänge weinen und Töne lachen

Ein musikalischer Workshop, Lara Lübbe

-
(3) Geschichten aus dem Himmel

Schreibwerkstatt, Gundi Doppelhammer und Beate Gärtner

-
(4) Rausch oder Alptraum

Collagentechnik, Jean-Luc Tissot

-
(5) Vor Freude tanzen, vor Jammer halb in Stücke gehen

Tanz, Körperbewusstsein und Ausdruck, Nadine Campbell

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Film: Die Tänzerin, Regie: Stéphanie Di Giusto

-
anschl. Gespräche auf der Galerie

08:15 Uhr
Morgenandacht, anschließend Frühstück

09:30 Uhr
Moonlight: Eine Filmandacht

10:00 Uhr
Werkschau aus den Workshops

10:30 Uhr
Abspann mit Midissage, Gespräch und Sekt

mit Jean-Luc Tissot

11:45 Uhr
Von großartig bis abgründig?

Feedback in 3D, Gundi Doppelhammer

12:15 Uhr
Reisesegen

12:30 Uhr
Mittagessen

13:15 Uhr
Bustransfer nach Wunstorf, Ende der Tagung

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Abgrund und Ekstase – solche extremen Zustände erleben wir als in höchstem Maße bedrohlich oder attraktiv: Sie sind kaum kontrollierbar, sprengen die Grenzen der Wahrnehmung und können uns in ungeahnte Bereiche des Denkens, Fühlens und Erlebens führen. Abgrund und Ekstase ermöglichen es, in Schrecken und Schönheit die Erfahrung des „ganz Anderen“ zu machen. So können sie Formen der Weltflucht sein, ebenso aber Quelle von Kreativität und. Ausdruck religiöser Sehnsucht, nicht zuletzt können sie Lebenswenden markieren.

Drei Filme der letzten Jahre bringen diese Zusammenhänge besonders zum Ausdruck. „Die Tänzerin“ erzählt die Biographie von Loie Fuller, einer Wegbereiterin des Ausdruckstanzes, deren künstlerisches Werden und persönliches Leben von abgründigen und ekstatischen Erfahrungen geprägt war. Der Film „Halbe Treppe“ berichtet vom Beziehungsalltag zweier Ehepaare und der sowohl zerstörerischen als auch katalytischen Potenz abgründiger wie ekstatischer Erfahrungen. Und in dem Coming-of-age-Film „Moonlight“ bahnt sich ein Junge aus den abgründigen Zuständen seiner Kindheit den Weg in sein Leben.

Mit Filmen wie diesen bietet das Kino dem Publikum eine ästhetische Form der Auseinandersetzung an: man wird affiziert, erlebt Leid und Glück pathetisch mit, ohne jedoch ganz darin aufgehen zu müssen. Abgrund und Ekstase ermöglichen darüber hinaus, sich dem „tremendum et fascinosum“ außeralltäglicher, vielleicht religiöser Erfahrungsräume anzunähern.

In der Tagung werden die Filme in voller Länge und in Abschnitten gezeigt. In Filmgesprächen, Vorträgen, Diskussionen und kreativen Workshops werden die Phänomene „Abgrund“ und „Ekstase“ erforscht sowie theologische, anthropologische und religiöse Implikationen reflektiert.

Die Tagung richtet sich an alle am Thema und am Medium Film Interessierten.

Sie sind herzlich eingeladen!

Annette Behnken, Tagungsleiterin, Ev. Akademie Loccum

Dr. Simone Liedtke, Religionspädagogisches Institut Loccum, Arbeitskreis Kirche und Film der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Gundi Doppelhammer, Arbeitskreis Kirche und Film der
Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

Downloads

Organisatorisches

Tagungsnummer

1956

Tagungsgebühren

Regulär
170€
Ermäßigt
85€

Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur gegen gültiger Bescheinigung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.

Stornierung

Bei einer Absage nach dem 13.09.2019 müssen wir Ihnen 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.

Überweisungen

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 12641 auf folgendes Konto:

Evangelische Bank eG
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50
BIC: GENODEF1EK1

Anreise

Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier

Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 27.09.2019, 14:00 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 29.09.2019, 14:00 Uhr

Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.