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Zuwanderung aus Südosteuropa

Chance und Herausforderungen für die Kommunen

Neuer Termin: 14.06.2021 - 16.06.2021

Thema

Arbeitsmigration oder Armutsmigration? Die Debatte wird sehr polarisiert geführt. Dabei liegt die Beschäftigungsquote der bulgarischen und rumänischen Migranten bei 67 Prozent und damit über dem Niveau der Personen aus den EU-8 Ländern. Es gibt aber auch die „Armutsmigration“. Welche Daten und Fakten liegen über die aktuelle Zuwanderung aus Südosteuropa vor? Welche Maßnahmen in Bezug auf die unterschiedlichen Migrantengruppen sind entwickelt worden? Was ist bereits erreicht? Was bleibt zu tun?

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Seit Jahren gibt es kontinuierliche Wanderungsbewegungen aus Südosteuropa in die Bundesrepublik. Die meisten EU-Einwanderer kommen aus Rumänien und Bulgarien. Deren Beschäftigungsquote ist hoch – zum Nutzen der deutschen Wirtschaft. Infolge einer Liberalisierung der Arbeitsmigration kommt es seit 2015 zu einer zusätzlichen Einwanderung auch aus Ländern des Westbalkans.

Neben der Zuwanderung von Fachkräften gibt es aber auch eine Armutszuwanderung aus Südosteuropa. Sie belastet vor Ort betroffene Städte und Quartiere. Viele der Zuwanderer werden als Roma identifiziert. Eine Herausforderung besteht darin, dass sich diese Form der Zuwanderung auf Städte und auf Quartiere konzentriert, die ohnehin von sozialen Problemlagen geprägt sind. In Niedersachsen haben sich armutsgeprägte Zuwanderer aus Südosteuropa in Osnabrück niedergelassen. Aber auch im ländlichen Raum, so u.a. von Schlachthöfen im Kreis Vechta gibt es Berichte über prekäre Lebens- und Arbeitsbedingungen südosteuropäischer Werkvertragsarbeiter/innen.

Ziel der Tagung ist es, Verantwortliche und Experten aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen zu bringen, um die Problemlage zu analysieren und um gemeinsam an Lösungsansätzen und neuen Wegen zur Integration von zugewanderten Menschen aus Südosteuropa zu arbeiten. Im Fokus stehen folgende Fragen:

  • Welche Daten und Fakten liegen über die aktuelle Zuwanderung aus Südosteuropa vor? Welche Effekte hat die Zuwanderung aus den EU-2 Ländern Rumänien und Bulgarien für den Arbeitsmarkt?
  • Wie ist die Situation der Zuwanderer aus den so genannten „sicheren Herkunftsländern“ wie dem Kosovo und Albanien?
  • Was bedeutet „Armutsmigration“? Wie sieht die Situation der betroffenen Gruppen in den Herkunftsländern aus? Woher genau und warum kommen sie?
  • Was sind die drängendsten Herausforderungen für die Kommunen, die sich durch Zuwanderung aus Südosteuropa ergeben? Was ist bereits erreicht? Was bleibt zu tun?

Diskutieren Sie mit. Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Dr. Jordanka Telbizova-Sack, Tagungsleitung

Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

 

 

 

Organisatorisches

Tagungsnummer

2133

Anreise

Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier