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Zuwanderung aus Südosteuropa

Chance und Herausforderungen für die Kommunen / Die Tagung ist bereits ausgebucht, es sind keine weiteren Anmeldungen möglich!

Online-Veranstaltung

14.06.2021 - 15.06.2021

Thema

Arbeitsmigration oder „Armutsmigration“? Die Debatte wird sehr polarisiert geführt. Dabei liegt die Beschäftigungsquote der bulgarischen und rumänischen Migranten bei 67 Prozent und damit über dem Niveau der Personen aus den EU-8 Ländern. Es gibt aber auch die Migration von benachteiligten  Personen und Gruppen aus Südosteuropa. Welche Daten und Fakten liegen über die aktuelle Zuwanderung aus Südosteuropa vor? Welche Maßnahmen in Bezug auf die unterschiedlichen Migrantengruppen sind entwickelt worden? Was ist bereits erreicht? Was bleibt zu tun?

Programm

Montag, 14.06.2021
15:00 Uhr
Begrüßung und Einführung

15:05 Uhr
Hintergründe und Tendenzen der EU-Zuwanderung aus Südosteuropa

Johannes Graf, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg

-
Zuwanderung aus Südosteuropa als Chance und Herausforderung für die Kommunen

Aus der Perspektive von drei Kommunen:

15:40 Uhr
Osnabrück: "Es gibt vieles zu berichten"

Karsten Berger, Jobcenter Osnabrück

16:10 Uhr
Salzgitter: "Brücke zur Gemeinschaft"

Dr. Roswitha Krum, Fachdienst Kinder, Jugend und Familie, Jugendamt Salzgitter

16:40 Uhr
Pause

17:10 Uhr
Dortmund: "Zuwanderung in der Nordstadt: Eine Herausforderung für die freie Wohlfahrtspflege"

Johanna Smith, Diakonisches Werk Dortmund und Lünen gGmbH, Dortmund
Katrin Gattinger, Caritasverband Dortmund e.V.

Kurzes Statement zur Dortmunder Gesamtstrategie
Christiane Certa, Sozialplanerin im Sozialdezernat der Stadt Dortmund

17:45 Uhr
Ankunftsgebiete – räumliche Konzentration armutsgeprägter Zuwanderung

Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach, Fachbereich Sozialwesen, Fachhochschule Münster

Dienstag, 15.06.2021
10:00 Uhr
Leistungsrechtliche Situation von Unionsbürgern im SGB II

Rodopi Panidou, Steuerung der Grundsicherung für Arbeitssuchende der Region Hannover

10:30 Uhr
Grenzenlos faire Mobilität? Zur Situation von mobilen Beschäftigten aus den südosteuropäischen Staaten

Dominique John, Deutscher Gewerkschaftsbund DGB, Faire Mobilität, Berlin

11:00 Uhr
Wie binneneuropäische Mobilität soziale Ungleichheiten zum Vorschein bringt: Bürger aus den EU2-Ländern in Deutschland

Dr. Sevasti Trubeta, Soziologin und Migrationsforscherin, Hochschule Magdeburg-Stendal, Stendal

11:30 Uhr
Austausch mit Rodopi Panidou zu einzelnen Rechtsfragen

12:00 Uhr
Mittagspause

13:00 Uhr
Die geforderten Kommunen: Was läuft gut – was sollte besser werden?

Parallele Arbeitsgruppen:

-
AG I – Sprachvermittlung und schulische Integration

Guillermo Ruiz Torres, Sozialfabrik e.V., Berlin
Dr. Mareile Krause, em. Abteilungsleiterin, Landesinstitut für Lehrerfortbildung und Schulentwicklung, Hamburg
Dr. Roswitha Krum, Jugendamt Salzgitter
Johanna Smith, Diakonisches Werk Dortmund

-
AG II – Arbeitsmarktintegration, prekäre Arbeitsbedingungen

Mariya Schützler, Jobcenter Osnabrück
Josef Kleier, Arbeitsrechtliche Beratungsstelle Arbeitsmigration, Caritas-Sozialwerk St. Elisabeth, Lohne
Katrin Gattinger, Caritasverband Dortmund e.V.

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AG III – Wohnen und medizinische Versorgung

Janka Vogel, Leiterin der Mobilen Anlaufstelle für europäische WanderarbeiterInnen und Roma, Caritasverband für das Erzbistum Berlin
Isabel Cramer, Geschäftsführerin, Soziales Zentrum Dortmund e.V.
Dr. Rolf Jordan, Fachreferent, Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V., Berlin (angefragt)

-
AG IV – Konflikte im Alltag, Menschenhandel und Arbeitsausbeutung

Ralf Seiger, Polizeihauptkommissar, Zentraler Kriminaldienst Polizeiinspektion, Osnabrück
Karsten Berger, Jobcenter Osnabrück
Andrea Hitzke, Leiterin der Dortmunder Mitternachtsmission e.V., Dortmund

14:30 Uhr
Pause

15:00 Uhr
Offene Fragen aus den Arbeitsgruppen

15:30 Uhr
Was bleibt zu tun? Welche Unterstützung benötigen die betroffenen Städte und Kommunen?

Abschlussdiskussion mit:

Stephan von Hansemann, stellv. Referatsleiter Migration und Teilhabe, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Hannover
Dr. Matthias Schulze-Böing, Stadt Offenbach
Stefan Wittkop, Niedersächsischer Städtetag, Hannover

16:30 Uhr
Ende der Tagung

Mehr zum Thema

Seit Jahren gibt es kontinuierliche Wanderungsbewegungen aus Südosteuropa in die Bundesrepublik. Die meisten EU-Einwanderer kommen aus Rumänien und Bulgarien. Deren Beschäftigungsquote ist hoch – zum Nutzen der deutschen Wirtschaft. Infolge einer Liberalisierung der Arbeitsmigration kommt es seit 2015 zu einer zusätzlichen Einwanderung auch aus Ländern des Westbalkans.

Neben der Zuwanderung von Fachkräften gibt es aber auch die Migration von benachteiligten und ressourcenschwachen Gruppen und Personen aus Südosteuropa. Sie belastet vor Ort betroffene Städte und Quartiere. Viele der Zuwanderer werden als Roma identifiziert. Eine Herausforderung besteht darin, dass sich diese Form der Zuwanderung auf Städte und auf Quartiere konzentriert, die ohnehin von sozialen Problemlagen geprägt sind. In Niedersachsen haben sich armutsgeprägte Zuwanderer aus Südosteuropa in Osnabrück niedergelassen. Aber auch im ländlichen Raum, so u.a. von Schlachthöfen im Kreis Vechta gibt es Berichte über prekäre Lebens- und Arbeitsbedingungen südosteuropäischer Werkvertragsarbeiter/innen.

Ziel der Tagung ist es, Verantwortliche und Experten aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen zu bringen, um die Problemlage zu analysieren und um gemeinsam an Lösungsansätzen und neuen Wegen zur Integration von zugewanderten Menschen aus Südosteuropa zu arbeiten. Im Fokus stehen folgende Fragen:

  • Welche Daten und Fakten liegen über die aktuelle Zuwanderung aus Südosteuropa vor? Welche Effekte hat die Zuwanderung aus den EU-2 Ländern Rumänien und Bulgarien für den Arbeitsmarkt?
  • Wie sieht die Situation der betroffenen Gruppen in den Herkunftsländern aus? Woher genau und warum kommen sie?
  • Was sind die drängendsten Herausforderungen für die Kommunen, die sich durch Zuwanderung aus Südosteuropa ergeben? Was ist bereits erreicht? Was bleibt zu tun?

Diskutieren Sie mit. Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Dr. Jordanka Telbizova-Sack, Tagungsleitung

Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

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Organisatorisches

Tagungsnummer

213301

Tagungsgebühren

Die Tagung ist bereits ausgebucht, es sind keine weiteren Anmeldungen möglich! Die Teilnahme ist kostenlos. Wenn Sie die Arbeit der Akademie unterstützen möchten, lassen Sie uns gerne eine Spende auf das Konto der Kirchlichen Verwaltungsstelle Loccum zukommen. Herzlichen Dank!

Konto der Kirchlichen Verwaltungsstelle Loccum
Evangelische Bank eG Kassel
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50
BIC: GENODEF1EK1