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Jung, muslimisch, engagiert

Zivilgesellschaftliches Engagement und Selbstorganisation von jungen Musliminnen und Muslimen

09.09.2022 - 11.09.2022

Thema

In den vergangenen Jahren hat sich das Spektrum der muslimischen Zivilgesellschaft in Deutschland deutlich ausdifferenziert. Mit dieser Ausdifferenzierung einher geht die Entstehung einer lebendigen und vielfältigen muslimischen Jugendkultur, die sich mehr oder weniger in festen Organisationsformen manifestiert. Was sind die Ziele dieser Organisationen und wie sehen sie ihre Rolle in der postmigrantischen Gesellschaft? In der Tagung werden ihre Erwartungen untersucht und es wird nach Möglichkeiten zur Kooperation gefragt.

 

Programm

Freitag, 09.09.2022
15:00 Uhr
Anreise der Teilnehmer*innen zum Stehkaffee / Tee

15:45 Uhr
Begrüßung und Einführung

Dr. Jordanka Telbizova-Sack, Ev. Akademie Loccum

16:00 Uhr
Bestandsaufnahme

Was sind die Ziele muslimischer Jugendorganisationen und wie sehen sie ihre Rolle in der Migrationsgesellschaft? Wo liegen spezifische Probleme?
Dr. Asmaa Soliman, Junge Islam Konferenz, Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa, Berlin
Taner Beklen, Bundesvorsitzender, Muslimisches Jugendwerk e.V., Dortmund (angefragt)
Engin Karahan, Projektleiter, Alhambra Gesellschaft e.V., Köln

17:45 Uhr
Gesellschaftliche Herausforderungen und Perspektiven muslimischer Jugendarbeit – ein Blick aus der Praxis

Lydia Nofal, Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA), Berlin

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Muslimische Jugendvereine als Motoren zivilgesellschaftlichen und jugendpolitischen Engagements

Deniz Greschner, Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück

20:30 Uhr
Ausklang auf der Galerie

Samstag, 10.09.2022
08:15 Uhr
Einladung zur Morgenandacht, anschl. Frühstück

09:30 Uhr
Projekte und Best Practice Beispiele

Sara Sanhit, Muslimische Jugend in Deutschland, Berlin
Mehdi Chahrour, Vorsitzender, Muslime Aller Herkunft Deutscher Identität (M.A.H.D.I) e.V, Berlin
Esra Tanriverdi, Stellv. Vorsitzende, Bund der Muslimischen Jugend (BDMJ), Köln
Adeel Shad, Geschäftsführer, An-Nusrat e.V., Islamischer Wohlfahrtsverband, Frankfurt am Main
Nida Akyüz, Vorstandsvorsitzende, Jung, muslimisch, aktiv e.V. (JUMA), Berlin

11:00 Uhr
Kaffeepause

11:30 Uhr

Pınar Çetin, Jugendarbeit in der Deutschen Islamakademie e.V. (DIA), Berlin

11:45 Uhr
Professionalisierung und Vernetzung muslimischer Jugendarbeit

Kofi Ohene-Dokyi, Projektleiter, RAA Berlin
Mustafa Durdubas, Vorstandsvorsitzender, BDMJ, Köln

12:30 Uhr
Mittagessen

13:30 Uhr
Kooperationen zwischen Jugendverbänden

Onna Buchholt, Projektleitung, Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej), Hannover
Ouassima Laabich-Mansour, Doktorandin, Freie Universität Berlin

-
Öffnung bestehender Strukturen der Jugendarbeit

Wie können VJM besser in die Strukturen der Jugendverbandsarbeit integriert werden: Ansätze, Chancen und Herausforderungen
Jaqueline Kauka, Referentin für Grundsatzfragen, Landesjugendring Berlin e. V., Berlin
David Funk, Projektleiter, Hessischer Jugendring (angefragt)

15:30 Uhr
Kaffee-/Tee- und Kuchenpause

16:00 Uhr
Diskussion

16:30 Uhr
AG 1: Organisatorische Stärken und Schwächen – Jugendselbstorganisationen

Engin Karahan, Alhambra Gesellschaft e.V., Köln
Meriem Hammami, stellv. Bundesvorsitzende, Muslimisches Jugendwerk e.V., Dortmund (angefragt)
Ouassima Laabich-Mansour, Doktorandin, FU Berlin

-
AG 2: Professionalisierung und Kooperationen

Akin Simsek, Zentralrat der Juden in Deutschland, Köln (angefragt)
Dr. Hussein Hamdan, Fachbereichsleiter, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Stuttgart (online)
Samy Charchira, Institut für Islamische Theologie, Universität Osnabrück (angefragt)

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Auswertung aus den Arbeitsgruppen

20:00 Uhr
Ausklang auf der Galerie

Sonntag, 11.09.2022
08:15 Uhr
Einladung zur Morgenandacht, anschl. Frühstück

09:30 Uhr
Politische Jugendbildung in muslimischer Trägerschaft

Ole Jantschek, Bundestutor und Pädagogischer Leiter, Ev. Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung, Berlin
Yasemin Soylu, Muslimische Akademie, Heidelberg

10:30 Uhr
Kaffeepause

10:45 Uhr
Perspektiven muslimischer Jugendarbeit

Podiumsdiskussion

Wie kann muslimische Jugendarbeit weiterentwickelt und gestärkt werden? Welche Herausforderungen sind zu überwinden?

Dr. Philipp Rogge, Leiter des Referats „Jugend und Bildung“ im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Berlin
Özge Erdoğan, Stellvertretende Vorsitzende, Deutscher Bundesjugendring, Berlin
Doris Klingenhagen, Referentin für Inklusion, Migration und Vielfalt, Arbeitsgemeinschaft ev. Jugend in Deutschland (aej), Hannover
Sara Sanhit, Muslimische Jugend in Deutschland
Kofi Ohene-Dokyi, Bundesjugendkuratorium, Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) e.V., Berlin

12:30 Uhr
Ende der Tagung mit dem Mittagessen

13:20 Uhr
Abfahrt des Busses nach Wunstorf

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In den vergangenen Jahren hat sich das Spektrum der muslimischen Zivilgesellschaft in Deutschland deutlich ausdifferenziert. Mit dieser Ausdifferenzierung einher geht die Entstehung einer lebendigen und vielfältigen muslimischen Jugendkultur, die sich mehr oder weniger in festen Organisationsformen manifestiert. Junge Muslim*innen suchen in Jugendorganisationen und Initiativen die Möglichkeit, sich ihrer Identität und ihres Glaubens zu vergewissern und zugleich in der Gesellschaft sozial aktiv zu werden. Ob als Beitrag zu gesellschaftlichem Dialog, zu politischer Bildungsarbeit, in den Bereichen Umweltschutz, Wohlfahrt und sozialer Arbeit bis hin zu Kunst und Jugendkultur – bundesweit sind visionäre Initiativen entstanden.

Ursprünglich haben sich solche Zusammenschlüsse jüngerer Muslim*innen innerhalb islamischer Dachverbände gegründet. In den letzten Jahren entstanden aber vermehrt Initiativen, die verbandsunabhängig agieren. Mit ihrem Engagement beteiligen sie sich nicht nur an jugendpolitischen Entscheidungsprozessen, sondern gestalten aktiv und selbstbestimmt Prozesse des Austauschs und Miteinanders.

Folgende und weitere Fragen sollen gemeinsam erörtert werden:

  • Was sind die Ziele dieser Organisationen und wie sehen sie ihre Rolle in der postmigrantischen Gesellschaft?
  • Welchen Zugang haben sie zu Förderungsmitteln und Qualifikationsmaßnahmen?
  • Welche Kooperationsmöglichkeiten bestehen und wie können sie besser in die Strukturen der Jugendverbandsarbeit integriert werden?
  • Welche Erwartungen haben sie an Politik und Gesellschaft?

Die Tagung richtet sich an Vertreter*innen von Jugendver­bänden und Jugendmigrationsdiensten, Jugendpolitik, Kirchen, Jugend- und Migrationsforschung sowie Wohl­fahrtsverbände. Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion dieser Fragen zu beteiligen.

Downloads

Organisatorisches

Tagungsnummer

2279

Tagungsgebühren

Regulär
165€
Ermäßigt
80€

Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur bei Vorlage einer gültigen Bescheinigung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.

Stornierung

Bei einer Absage nach dem 25.08.2022 müssen wir Ihnen 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.

Überweisungen

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 15099 auf folgendes Konto:

Kirchliche Verwaltungsstelle Loccum

Evangelische Bank eG
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50
BIC: GENODEF1EK1

Anreise

Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier

Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 09.09.2022, 14:20 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 11.09.2022, 14:00 Uhr

Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.