Macht. Glaube. Politik?
Ein Dialogversuch zwischen theologischer Ethik und politischer Praxis
01.09.2023 - 03.09.2023
Ein Dialogversuch zwischen theologischer Ethik und politischer Praxis
01.09.2023 - 03.09.2023
Das Verhältnis von Glaube und Politik ist seit jeher umstritten. Sehen sich kirchliche Akteure auf der einen Seite heute mit der Forderung nach politischer Positionierung konfrontiert, wird diese auf der anderen Seite gerade kritisiert. Die Tagung fragt, wie theologisch-ethische Begleitung politischer Willensbildung gelingen kann. Sie fragt nach Chancen der Berührung von Glaube und Politik ebenso wie nach Rollenkonflikten und will zur Klärung des Verständnisses öffentlicher Theologie beitragen.
„Drei Fragen an …“ Dr. Liane Bednarz zur Frage, wie politisch die Kirche sein darf oder sein sollte. Frau Bednarz ist Juristin und Publizistin in München. Sie stellte sich unseren Fragen am 01.09.2023.
„Drei Fragen an …“ Christian Nürnberger zur Frage, wie politisch die Kirche sein darf oder sein sollte. Herr Nürnberger ist Publizist in Mainz. Er stellte sich unseren Fragen am 01.09.2023.
In dem niedersächsischen Politik-Journal „Rundblick“ befassten sich zwei Artikel mit der Tagung:
Wie politisch muss die Kirche sein? Expertenmeinungen gehen auseinander
Die Tagung wurde von der evangelischen Medienarbeit der Landeskirche Hannovers begleitet. Daraus entstanden ein Interview und ein Bericht:
Kontroverse Diskussion in der Akademie Loccum zum Thema „Macht. Glaube. Politik?“
Journalistin: „Ich vermisse eine aktuelle christliche Soziallehre“
Dr. Liane Bednarz, Juristin und Publizistin, München
Christian Nürnberger, Publizist, Mainz
PD Dr. Hartwig von Schubert, Pastor, Lehrbeauftragter am Institut für Systematische Theologie der Universität Hamburg
Sven Giegold, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (Bündnis 90/Die Grünen), Berlin
Dr. Horst Gorski, ehem. Vizepräsident des Kirchenamts der EKD, Hannover
Prof. Dr. Kristin Merle, Professorin für Praktische Theologie, Universität Hamburg
Welche politischen Themen werden von der Kirche aufgegriffen und welche Begründungen sind dabei leitend?
Dr. Petra Bahr, Regionalbischöfin und Mitglied im Deutschen Ethikrat, Hannover
Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, Rechtsanwältin, Hochschullehrerin, Mediatorin und Schlichterin sowie ehem. Bundesministerin der Justiz (1998-2002) und Mitglied im Bundestag (SPD, 1972-2009), Tübingen
Prof. Dr. Antonius Liedhegener, Professor für Politik und Religion, Universität Luzern
In welchen Gremien, an welchen Orten und über welche institutionalisierten Zugänge interagiert Politik und Kirche – und welche Implikationen ergeben sich daraus?
Bernd Lange, MdEP (SPD), Theologe und Vorsitzender des Handelsausschusses im Europaparlament,
Brüssel/Hannover
Andrea Radtke, Oberlandeskirchenrätin und Bevoll-mächtigte der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Hannover
Thomas Kärst, Pastor, Vorsitzender Landesrundfunkrat des NDR, Hamburg
Wie kommuniziert Kirche im politischen Raum?
Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, München
Dr. Christiane Florin, Autorin und Redakteurin bei „Religion und Gesellschaft“ Deutschlandfunk, Köln
Linda Teuteberg, MdB (FDP), Ausschuss für Inneres und Heimat sowie Mitglied der Synode der Evangelischen Akademie in Deutschland (EKD), Berlin/Potsdam
Prof. Dr. Florian Höhne, Professur für Medienkommunikation, Medienethik und Digitale Theologie, Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen
Arnd Henze, Journalist, Westdeutscher Rundfunk, Mitglied der EKD-Synode, Köln
Dr. Thela Wernstedt, MdL (SPD) Sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag und Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Hannover
Dr. Johannes Wischmeyer, Leitung der Abteilung Kirchliche Handlungsfelder, Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Hannover
I: Die Rolle der Bibel und „religiöser Sound“ in den Begründungen politischer Stellungnahmen
II: Personalisierung: Fokussierung auf die Leitung als Problem der Kirche-Politik-Beziehung?
III: Zu tendenziös? Wo liegt die Grenze zwischen politischer Verantwortung und Parteipolitik?
IV: Wo reden, wo schweigen? Kriteriologie für das zukünftige Verhältnis zwischen Politik und Kirche
Ein Anwendungsversuch der Diskussionsergebnisse: Kann das politische Engagement der Kirchen zukünftig besser gelingen?
Eingeleitet durch den Impuls der Tagungsbeobach-tung von Nora Meyer, Theologin und Politikwissenschaftlerin, Wissenschaftl. Mitarbeiterin, LMU
München