Arbeitsmarktintegration und Perspektiven für Frauen mit Migrations- und Fluchtgeschichte
In Kooperation mit dem Netzwerk „Migrantinnen und Arbeitsmarkt Niedersachsen“ (NeMiA)
27.04.2026 - 29.04.2026
Rund die Hälfte der Menschen mit Migrationshintergrund in Niedersachsen sind Frauen. Sie bringen großes Potenzial für Wirtschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt mit, doch viele ihrer Talente bleiben ungenutzt: Dequalifikation, erschwerter Zugang zum Arbeitsmarkt und Benachteiligungen stellen weiterhin Herausforderungen dar. Die Tagung will Erfolgsfaktoren und Hindernisse aufzeigen und diskutieren, wie Beschäftigungschancen und Teilhabe verbessert werden können.
Dr. Jordanka Telbizova-Sack, Ev. Akademie Loccum
Naciye Çelebi-Bektaş, DGB-Niedersachsen, Netzwerk NeMiA 2.0
Natalie Pawlik*, Staatsministerin, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus
Laura-Goßner, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
Maren Schiel, Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen, Hannover
Sandra Lüke, Beauftragte für Migrationsthemen am Arbeitsmarkt, Jobcenter Region Hannover
Von und mit Jekbun Sincar
Dr. Angelika Voss, Frauen- und MädchenGesundheitsZentrum Region Hannover e.V. (FMGZ)
Kommentar: Sifa Degirmenci, Ambulante Hilfen für Menschen mit Behinderung e.V., Hannover
Marie-Theres Volk, Welcome & Connect Center Osnabrück
Lejla Medanhodžić, Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung, Berlin
Ludmila Wunder, Diakonie Niedersachsen, Hannover
Jasmin Arbabian-Vogel, Präsidentin, Verband deutscher Unternehmerinnen, Hannover
Emina Sünger, IN SANA, WOMEN ASSOCIATION E.V., Aachen
Oksana Janzen, Ukrainischer Verein in Niedersachsen e. V., Hannover
Nuria Miralles Andress, LIVT Lüneburger Initiative für Vielfalt und Teilhabe, Lüneburg
Dr. Meltem Sermet, START-Selbstbestimmte Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt für Frauen mit Einwanderungs- oder Fluchtgeschichte, Föderation Türkischer Elternvereine in Niedersachsen, Hannover
Leitung: Emine Decker, Interkulturelle Personalberatung, Hannover
Canan Uluğ, Vorstandsvorsitzende von Migration und Arbeitswelt e.V. – interkulturell, innovativ, inklusiv (MA.i e.V.), Köln
Sara Larbi-Niazy, Beratungsreferentin, Migration und Arbeitswelt e.V.
Yulyane Korkmaz, Referentin für Diversity Management & Interkulturelle Öffnung, IQ Netzwerk RKW Nord GmbH, Osnabrück
Prof Dr. Seda Rass-Turgut, HAWK-Hochschule, Holzminden
Dr. Uta Maritta Biermann, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, Hannover
Benedikt Hüppe, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen e.V. (UVN), Hannover
Dr. Ernesto Harder, Geschäftsführer des DGB Bezirks Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt, Hannover
Johannes Pfeiffer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen bei der Bundesagentur für Arbeit, Hannover
Jasmin Arbabian-Vogel, Präsidentin, Verband deutscher Unternehmerinnen, Vorstandsmitglied, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Hannover
Frauen mit Migrations- und Fluchtgeschichte bilden in Niedersachsen und bundesweit einen bedeutenden, oft unterschätzten Ressourcenpool: Rund die Hälfte der Menschen mit Migrationshintergrund in Niedersachsen sind Frauen. Ihre Qualifikationen und Berufserfahrungen sind ein wichtiges Potenzial für Fachkräftesicherung und gesellschaftlichen Zusammenhalt – bleiben jedoch häufig ungenutzt. Dequalifikation, Anerkennungshemmnisse, bürokratische Hürden, fehlende Sprachkenntnisse, mangelnde Kinderbetreuung und Diskriminierung führen dazu, dass berufliche Biografien nicht adäquat fortgeführt werden können. Viele Migrantinnen arbeiten zudem überproportional in sozial-reproduktiven Berufen.
Die Tagung nimmt diese Herausforderungen in den Blick und untersucht, wie qualifikationsgerechte Beschäftigung ermöglicht und langfristige Perspektiven geschaffen werden können. Dabei stehen sowohl individuelle als auch strukturelle Faktoren im Mittelpunkt – von Kompetenzvalidierung und Weiterbildungszugängen über digitale Qualifikationen bis hin zu geschlechtsspezifischen Belastungen wie Care-Verantwortung und Teilzeitfallen. Auch die veränderten Migrationsmuster infolge geopolitischer Entwicklungen, insbesondere durch die Flucht vieler ukrainischer Frauen und Kinder, bilden einen wichtigen Bezugspunkt: Sie zeigen, wie notwendig flexible Unterstützungsstrukturen und abgestimmte politische Maßnahmen sind.
Die Tagung richtet sich an Vertreter*innen von Frauen- und Wohlfahrtsverbänden, der Politik und der Verwaltung, der Migrationsforschung, Gleichstellungsbeauftragte, Arbeitsagenturen, Jobcenter, Gewerkschaften sowie Frauen mit Migrationshintergrund. Ziel ist es, Wissen zu bündeln, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und neue Kooperationen auf den Weg zu bringen.
Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Perspektiven, Erfahrungen und Expertise einzubringen!
Tagungsnummer
2619
Tagungsgebühren
Regulär
200€
Ermäßigt
140€
Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur bei Vorlage einer gültigen Bescheinigung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.
Zahlung
Bitte bezahlen Sie die Gebühren erst nach Erhalt einer Rechnung von uns.
Anreise
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