Thema
Rund die Hälfte der Menschen mit Migrationshintergrund in Niedersachsen sind Frauen. Sie bringen großes Potenzial für Wirtschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt mit, doch viele ihrer Talente bleiben ungenutzt: Dequalifikation, erschwerter Zugang zum Arbeitsmarkt und Benachteiligungen stellen weiterhin Herausforderungen dar. Die Tagung will Erfolgsfaktoren und Hindernisse aufzeigen und diskutieren, wie Beschäftigungschancen und Teilhabe verbessert werden können.
Mehr zum Thema
Frauen mit Migrations- und Fluchtgeschichte bilden in Niedersachsen und bundesweit einen bedeutenden, oft unterschätzten Ressourcenpool: Rund die Hälfte der Menschen mit Migrationshintergrund in Niedersachsen sind Frauen. Ihre Qualifikationen und Berufserfahrungen sind ein wichtiges Potenzial für Fachkräftesicherung und gesellschaftlichen Zusammenhalt – bleiben jedoch häufig ungenutzt. Dequalifikation, Anerkennungshemmnisse, bürokratische Hürden, fehlende Sprachkenntnisse, mangelnde Kinderbetreuung und Diskriminierung führen dazu, dass berufliche Biografien nicht adäquat fortgeführt werden können. Viele Migrantinnen arbeiten zudem überproportional in sozial-reproduktiven Berufen.
Die Tagung nimmt diese Herausforderungen in den Blick und untersucht, wie qualifikationsgerechte Beschäftigung ermöglicht und langfristige Perspektiven geschaffen werden können. Dabei stehen sowohl individuelle als auch strukturelle Faktoren im Mittelpunkt – von Kompetenzvalidierung und Weiterbildungszugängen über digitale Qualifikationen bis hin zu geschlechtsspezifischen Belastungen wie Care-Verantwortung und Teilzeitfallen. Auch die veränderten Migrationsmuster infolge geopolitischer Entwicklungen, insbesondere durch die Flucht vieler ukrainischer Frauen und Kinder, bilden einen wichtigen Bezugspunkt: Sie zeigen, wie notwendig flexible Unterstützungsstrukturen und abgestimmte politische Maßnahmen sind.
Die Tagung richtet sich an Vertreter*innen von Frauen- und Wohlfahrtsverbänden, der Politik und der Verwaltung, der Migrationsforschung, Gleichstellungsbeauftragte, Arbeitsagenturen, Jobcenter, Gewerkschaften sowie Frauen mit Migrationshintergrund. Ziel ist es, Wissen zu bündeln, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und neue Kooperationen auf den Weg zu bringen.
Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Perspektiven, Erfahrungen und Expertise einzubringen!
Organisatorisches
Tagungsnummer
2619
Tagungsgebühren
Regulär
200€
Ermäßigt
140€
Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur bei Vorlage einer gültigen Bescheinigung VOR der Tagung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.
Stornierung
Bei einer Absage nach dem 16.04.2026 müssen wir Ihnen 50% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.
Bei einer Absage nach dem 22.04.2026 müssen wir Ihnen 100% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.
Bei nicht erfolgter Absage müssen wir die gesamte Tagungsgebühr in Rechnung stellen.
Zahlung
Bitte bezahlen Sie die Gebühren erst nach Erhalt einer Rechnung von uns.
Anreise
Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier
Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 27.04.2026, 14:00 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 29.04.2026, 13:50 Uhr
Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.