Perspektiven auf Zugehörigkeit, Teilhabe und Demokratie
Tagung in Kooperation mit der Evangelischen Agentur (Ökumene und Religionen) der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
07.12.2026 - 08.12.2026
Die Frage danach, welche Bindekräfte eine postmigrantische Gesellschaft zusammenhalten können, ist hochaktuell. Bei den gemeinsamen Überlegungen hierzu sollen Vielfalt, Zugehörigkeit und neue Formen gemeinsamer Identität in Deutschland im Mittelpunkt stehen. Diskutiert werden Verfassungspatriotismus, alternative Narrative und gesellschaftliche Verständigungsprozesse. Ziel ist ein interdisziplinärer Dialog über Ressourcen, Herausforderungen und Perspektiven für ein inklusives Selbstverständnis.
Dr. Jordanka Telbizova-Sack, Evangelische Akademie Loccum
Prof. Dr. Wolfgang Reinbold, Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers
Prof. Dr. Erol Yildiz, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Innsbruck
Wie steht es um das gesellschaftliche Miteinander im postmigrantischen Deutschland? Wer gehört dazu – und wer nicht? Welche Herausforderungen prägen die Gegenwart, und welche Voraussetzungen braucht eine vielfältige Demokratie in politisch bewegten Zeiten?
Fishbowl-Diskussion: „Was bedeutet postmigrantisch“
Was gehört zum Grundverständnis gesellschaftlichen Zusammenhalts? Welche demokratischen Konzepte und Vorstellungen stehen dahinter?
Dr. Hendrik Simon, Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (online)
Fishbowl-Diskussion mit
Dr. Matthias Schulze-Böing, ehem. Stadtverwaltung und Jobcenter Offenbach am Main
Werner Hülsmann, ehem. Landkreis Osnabrück, Integrationsbeauftragter
Eter Hachmann, Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland – DaMOst e.V.
Perspektiven aus Zivilgesellschaft und Verbänden
Fishbowl-Diskussion mit
Ali Ertan Toprak, Kurdische Gemeinde Deutschland
Ayten Kılıçarslan, Vorsitzende des Sozialdienstes muslimischer Frauen
Dr. Barbara Hartung, Vorsitzende des Landesfrauenrates Niedersachsen e.V.; Juristin mit den Schwerpunkten Öffentliches Recht, Verfassungsrecht und Gleichstellungspolitik
anschließend Frühstück
Einstellungen zu Teilhabe, Verbundenheit und Zugehörigkeit
Dr. Kai Unzicker, Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland, Bertelsmann Stiftung
Leitfragen:
Wie erleben Sie das gesellschaftliche Miteinander in Deutschland?
Wie steht es um Teilhabe und Zugehörigkeit?
Kann der Begriff des Verfassungspatriotismus Orientierung bieten? Wenn nein, haben Sie einen anderen Vorschlag?
Was wünschen Sie sich für das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft? Was kann jede und jeder Einzelne dazu beitragen?
Dr. h.c. Björn Thümler (CDU), MdL, Berne
Peter Unfried, Chefreporter, taz
Prof. Dr. phil. Claire Schaub-Moore, Vorsitzende der Jüdische Gemeinde zu Oldenburg
Aladdin Beiersdorf-El Schallah, Zentralrat der Muslime
Elorm Nick Ahialey-Mawusi, Pastor und Leiter der Living Generation Church in Hamburg / ggf. N.N.
Ali Dogan (SPD), Landrat des Kreises Minden-Lübbecke
Dennis Chiponda, SPDqueer in Sachsen
Diskussion
Podiumsgespräch mit:
Engin Karahan, Geschäftsführer bei EP Ethos&Polis UG und Beiratsmitglied Alhambra Gesellschaft e.V., Köln
Prof. Dr. Jürgen Manemann, Direktor am Forschungsinstitut für Philosophie Hannover
Eter Hachmann, Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland – DaMOst e.V
Dennis Chiponda, SPDqueer in Sachsen
Fishbowl-Diskussion
Migration prägt unsere Gesellschaft längst nicht mehr nur als Ausnahme oder Herausforderung, sondern als Normalität. Die Idee der „postmigrantischen Gesellschaft“ beschreibt diesen Zustand: eine soziale Realität, in der Fragen von Zugehörigkeit, Teilhabe und Identität neu verhandelt werden. Doch was hält eine solche Gesellschaft zusammen – gerade in Zeiten zunehmender Polarisierung, sozialer Ungleichheit und politischer Spannungen? Ist der „Verfassungspatriotismus“ nach Dolf Sternberger ein geeigneter Rahmen? Oder braucht es neue Begriffe, Narrative und kollektive Selbstbeschreibungen, die der gesellschaftlichen Realität besser gerecht werden?
Die Tagung widmet sich dieser zentralen Frage aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie bringt Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft, Religionsgemeinschaften und Medien zusammen, um gemeinsam über Bedingungen und Möglichkeiten gesellschaftlichen Zusammenhalts zu diskutieren. Die Tagung berührt aktuelle Streitfragen und Auseinandersetzungen (Rassismus, Antisemitismus, Homophobie u.a.).
Tagungsnummer
2672
Tagungsgebühren
regulär
180€
ermäßigt
130€
Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur bei Vorlage einer gültigen Bescheinigung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.
Stornierung
Bei einer Absage nach dem 27.11.2026 müssen wir Ihnen 50% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.
Bei einer Absage nach dem 03.12.2026 müssen wir Ihnen 100% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.
Bei nicht erfolgter Absage müssen wir die gesamte Tagungsgebühr in Rechnung stellen.
Zahlung
Bitte bezahlen Sie die Gebühren erst nach Erhalt einer Rechnung von uns.
Anreise
Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier
Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 07.12.2026, 13:30 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 08.12.2026, 18:30 Uhr
Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.