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Wo stehen wir heute? Migrationspolitik im Wandel

In Kooperation mit der Niedersächsischen Fachkonferenz für Flüchtlingsfragen

Neuer Termin: 28.10.2020 - 29.10.2020

Thema

Im Juni 2019 hat der Bundestag das Migrationspaket der großen Koalition mit sieben Gesetzen zu Asylrecht, Abschiebungen und Einwanderung verabschiedet. Ein knappes Jahr nach dem Beschluss wird in der Tagung analysiert, wie sich die Veränderungen in den neuen Gesetzen auswirken und welche neuen Herausforderungen sich für die deutsche Migrations- und Integrationspolitik ergeben.

Programm

Freitag, 17.04.2020
15:00 Uhr
Anreise der Teilnehmenden zum Stehkaffee

15:30 Uhr
Begrüßung und Eröffnung

Dr. Jordanka Telbizova-Sack, Ev. Akademie Loccum
Sebastian Rose, Niedersächsische Fachkonferenz für Flüchtlingsfragen

15:40 Uhr
Die niedersächsische Migrations- und Integrationspolitik: Innenpolitische Momentaufnahme und Ausblick

Stephan Manke, Staatssekretär, Niedersächsisches Innenministerium, Hannover

16:30 Uhr
Familiennachzug:

-
Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten. Sachstand und Entscheidungspraxis nach eineinhalb Jahren Ermessensregelung

Michael Kratz, Auswärtiges Amt, Berlin

-
Familiennachzug in der Praxis: Rechtliche Fragen und Rechtsprechung

Dr. Max Putzer, Richter, Amtsgericht Tiergarten, Berlin

-
Die Arbeit der IOM-Büros im Nahen Osten, Afrika und Afghanistan

N.N., Internationale Organisation für Migration, Berlin

-
Fragen und Diskussion nach den Beiträgen

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Europäische Grenz- und Asylpolitik I:

-
Film: Türsteher Europas – Wie Afrika Flüchtlinge stoppen soll

(Arte-Dokumentation)

-
anschl. Austausch in Kleingruppen

Samstag, 18.04.2020
08:15 Uhr
Morgenandacht, anschl. Frühstück

09:30 Uhr
Das Migrationspaket und die aktuelle Gesetzgebung im Migrationsbereich:

-
Vom Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht bis zum Fachkräftezuwande-rungsgesetz. Wesentliche Regelungen des Migrationspaketes

Kirsten Eichler, Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender, Münster

-
Jüngere migrationspolitische Entwicklungen in Deutschland: Das Spannungsfeld gesellschaftlicher Auseinandersetzungen und politischer Entscheidungen

Dr. Marcus Engler, Netzwerk Fluchtforschung, Osnabrück

-
Menschenrechtliche Herausforderungen für die EU-Migrationspolitik

Dr. Frederik von Harbou, Justus-Liebig-Universität Gießen

-
Fragen und Diskussion nach den Beiträgen

12:30 Uhr
Mittagessen

13:30 Uhr
Europäische Grenz- und Asylpolitik II:

-
Blickpunkt Afrika: Erkenntnismittel im Asylprozess – Schwerpunkt Nigeria und Elfenbeinküste

Lena Rühling, Richterin, Amtsgericht Braunschweig

14:45 Uhr
Stehkaffee

15:00 Uhr
„Diktatoren als Türsteher Europas“: EU-Grenzpolitik und ihre Auswirkung auf die Innenpolitik

Christian Jakob, die Tageszeitung (taz), Berlin

16:30 Uhr
Abschlussrunde

17:00 Uhr
Ende der Tagung

17:15 Uhr
Abfahrt des Busses nach Wunstorf

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Im Juni 2019 hat der Bundestag das Migrationspaket der großen Koalition mit sieben Gesetzen zu Asylrecht, Abschiebungen und Einwanderung verabschiedet. Mit den neuen Gesetzen soll unter anderem die Einwanderung für Fachkräfte erleichtert werden. Gleichzeitig wird das Asyl- und Abschieberecht verschärft.

Ein knappes Jahr nach dem Beschluss wird in der Tagung analysiert, wie sich die Veränderungen in den neuen Gesetzen auswirken und welche neuen Herausforderungen sich für die deutsche Migrations- und Integrationspolitik ergeben. Darüber hinaus sollen asyl- und menschenrechtliche Aspekte der EU-Grenzpolitik beleuchtet und nach ihrer Auswirkung auf die Innenpolitik Deutschlands gefragt werden. Die Tagung findet in Kooperation mit der Niedersächsischen Fachkonferenz für Flüchtlingsfragen statt.

Folgende Fragen stehen im Vordergrund:

  • Was sind die aktuellen Herausforderungen und Perspektiven der niedersächsischen Flüchtlings- und Migrationspolitik?
  • Wie sieht es mit der Entscheidungspraxis zum Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten aus? Welche Familienunterstützungsprogramme gibt es?
  • Was hat sich durch das „Migrationspaket“ der Bundesregierung geändert? Für wen wird der Zugang nach Deutschland leichter? Was ist mit abgelehnten Asylbewerbern, die Arbeit gefunden haben?
  • Welche Strategien für Asylverfahren an den Grenzen Europas wurden durch die Europäische Union und die Bundesregierung entwickelt? Welche rechtlichen und politischen Möglichkeiten eröffnen sich aus zivilgesellschaftlicher Perspektive?

Die Tagung richtet sich an Behörden, Richter, Anwälte, Wohlfahrtsverbände, Flüchtlingsinitiativen und an dem Thema interessierte Bürgerinnen und Bürger. Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion dieser Fragen zu beteiligen.

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Organisatorisches

Tagungsnummer

20117

Tagungsgebühren

Regulär
175€
Ermäßigt
90€

Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Schüler/innen, Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur gegen Vorlage einer gültigen Bescheinigung vor der Tagung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.

Bei einer Absage nach dem 08.04.2020 müssen wir 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen. Wenn Sie sich für eine Tagung anmelden und aufgrund von Corona die Anmeldung unmittelbar vor der Tagung zurückziehen müssen, entstehen Ihnen keinerlei Stornogebühren.

Überweisungen

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 13255 auf folgendes Konto:

Kirchliche Verwaltungsstelle Loccum

Evangelische Bank eG
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50
BIC: GENODEF1EK1

Anreise

Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier

Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 17.04.2020, 14:15 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 18.04.2020, 17:55 Uhr

Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.