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Vom Terror überfordert?

Die Herausforderung des gewaltsamen Rechtsextremismus

Neuer Termin: 12.12.2019 - 13.12.2019

Thema

Die Mordserie des NSU, die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und jüngst die Anschläge in Halle haben die Gefahren des Rechtsterrors und des gewaltsamen Rechtsextremismus in Deutschland erneut drastisch vor Augen geführt und Schwachstellen in der Architektur der inneren Sicherheit of­fengelegt. Es gibt zahlreiche Probleme in Sachen Informa­tionsaustausch, Festlegung von gemeinsamen Standards oder beim koordinierten Handeln über Zuständigkeitsgren­zen hinweg. Zudem zeigt die aktuelle Debatte, dass vor al­lem eine gesellschaftspolitische Antwort notwendig ist, um die Gefahren von Rechtsterrorismus und gewaltbereitem Rechtsextremismus zu begegnen. Gefordert ist ein breiter Ansatz, der deutlich über polizeiliche Maßnahmen hinaus­geht. Wie kann dies gelingen?

 

Programm

13:30 Uhr
Anreise der Teilnehmenden zum Stehkaffee

14:00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung

Dr. Thomas Müller-Färber, Ev. Akademie Loccum

14:10 Uhr
Rechtsterrorismus und rechtsextreme Gewalttäter – aktuelle Trends und Entwicklungen

Impulse aus …

… journalistischer Perspektive:
Andreas Speit, freier Journalist und Autor, Hamburg

… nachrichtendienstlicher Perspektive:
Wolfgang Freter, Referatsleiter Rechtsextremismus und Prävention, Verfassungsschutz Niedersachsen, Hannover

15:30 Uhr
Kaffee und Kuchen

16:00 Uhr
Im Dialog mit der Wissenschaft: Neueste Erkenntnisse zu Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus – Was wissen wir und was wissen wir nicht?

Dr. Jan Schedler, Dozent, Fakultät für Sozialwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum
Dr. Michael Kohlstruck, Zentrum für Antisemitismusforschung, Technische Universität Berlin
Prof. Dr. Andreas Beelmann, Direktor des Zentrums für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration (KomRex) und Professur für Forschungssynthese, Intervention und Evaluation, Friedrich-Schiller Universität Jena
Dr. Marc Grimm, Arbeitsgemeinschaft Sozialisation an der Fakultät Erziehungswissenschaften, Universität Bielefeld
Dr. Dominik Rigoll, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Polarisierte Gesellschaft: Dringen Rechtsextreme in die „Mitte“ der deutschen Gesellschaft vor? Was können wir tun?

Prof. Dr. Beate Küpper, Professorin für Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen an der Hochschule Niederrhein und stellv. Leitung des Institutes SO.CON, Mönchengladbach
Deniz Kurku, MdL, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen gegen Rechtsextremismus, Hannover

21:00 Uhr
Ausklang auf der Galerie

08:15 Uhr
Morgenandacht (optional)

08:30 Uhr
Frühstück

09:30 Uhr
Brennpunkte und Handlungsfelder in der Auseinandersetzung mit Rechtsterrorismus und rechtsextremen Gewalttätern

(parallele Diskussionsforen)

-
Forum I: Brennpunkt Internet und Soziale Medien

Patric Dujardin, Projekt „LOVE Storm – Gemeinsam gegen Hass im Netz“, Lüchow
Johannes Baldauf, Online Civil Courage Initiative (OCCI) und facebook Deutschland, Berlin
Carl Philipp Schröder, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e. V. und Mitarbeiter im Projekt Radikalisierung im digitalen Zeitalter (RadigZ), Hannover

-
Forum II: Prävention, Deradikalisierung und Aussteigerprogramme

Stefan Tepper, Landespräventionsrat Niedersachsen, Niedersächsisches Justizministerium, Hannover
Bianca Klose, Geschäftsführerin der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus (mbr), Berlin
Dr. Franziska Schmidtke, Geschäftsführerin, KomRex, Jena
Prof. Dr. Kurt Möller, Fakultät Soziale Arbeit, Hochschule Esslingen

-
Forum III: Aufklärung und Ermittlung gegen rechtsextre-mistische und rechtsterroristische Strukturen und Akteure

Daniel Kretzschmar, Vorsitzender Landesverband Berlin, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Berlin
Frank Jansen, Journalist, Der Tagesspiegel, Berlin
Andreas Ostwaldt, Niedersächsisches Landeskriminalamt, Hannover

11:30 Uhr
Kurzberichte aus den Diskussionsforen

12:30 Uhr
Mittagessen

13:30 Uhr
Was heißt „wehrhafte Demokratie“ heute?

Abschlussplenum
Olaf Sundermeyer, Journalist und Autor des Buches „Rechter Terror in Deutschland“, Berlin
Bernhard Witthaut, Präsident, Verfassungsschutz Niedersachsen, Hannover

15:30 Uhr
Abschiedskaffee und -kuchen

15:50 Uhr
Abfahrt des Busses zum Bf. Wunstorf

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Die Mordserie des NSU, die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und jüngst die Anschläge in Halle haben die Gefahren des Rechtsterrors und des gewaltsamen Rechtsextremismus in Deutschland erneut drastisch vor Augen geführt und Schwachstellen in der Architektur der inneren Sicherheit of­fengelegt. Es gibt zahlreiche Probleme in Sachen Informa­tionsaustausch, Festlegung von gemeinsamen Standards oder beim koordinierten Handeln über Zuständigkeitsgren­zen hinweg. Zudem zeigt die aktuelle Debatte, dass vor al­lem eine gesellschaftspolitische Antwort notwendig ist, um die Gefahren von Rechtsterrorismus und gewaltbereitem Rechtsextremismus zu begegnen. Gefordert ist ein breiter Ansatz, der deutlich über polizeiliche Maßnahmen hinaus­geht. Wie kann dies gelingen? Mit Expertinnen und Exper­ten aus Wissenschaft, Präventionsarbeit und der inneren Si­cherheit sollen diese Fragen während der Tagung diskutiert werden.

Folgende Fragen interessieren dabei besonders:

  • Was sind die aktuellen und zukünftigen Trends und Entwicklungen im Bereich eines gewaltbereiten Rechtsextremismus?
  • Welche neuen Erkenntnisse zu Rechtsterrorismus und Rechtsextremismus bietet die Wissenschaft und wo bestehen Wissenslücken?
  • Welche Konsequenzen hat die zunehmende Polarisie­rung der deutschen Gesellschaft? Dringen Rechtsextre­me vermehrt in die gesellschaftliche „Mitte“ vor?
  • Welche Rolle spielen das Internet und die Sozialen Me­dien für Rechtsextreme?
  • Welche Bedeutung haben Präventions-, Deradikalisie­rungs- und Aussteigerprogramme bei der Bekämpfung des gewalttätigen Rechtsextremismus?
  • Wie kann die Ermittlung gegen rechtsterroristische Strukturen verbessert werden?
  • Was heißt „wehrhafte Demokratie“ heute?

 

Diskutieren Sie mit. Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Dr. Thomas Müller-Färber, Tagungsleiter

Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

Organisatorisches

Tagungsnummer

1930

Tagungsgebühren

Regulär
130€
Ermäßigt
70€

Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur gegen Vorlage einer gültigen Bescheinigung vor der Tagung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.

Stornierung

Bei einer Absage nach dem 27.11.2019 müssen wir Ihnen 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.

Überweisungen

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 13449 auf folgendes Konto:

Evangelische Bank eG
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50
BIC: GENODEF1EK1

Anreise

Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier

Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 12.12.2019, 12:30 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 13.12.2019, 16:30 Uhr

Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.