Please choose your desired language:

„Missionsorientierte Innovationspolitik“

Richtungsweisende Ansätze für Regionalentwicklung, Klimaschutz, Bioökonomie und Gesundheit

17.06.2020 - 18.06.2020

Thema

Seit einigen Jahren werden Ansätze einer „missionsorientierten Innovationspolitik“ verfolgt, d.h. einer Innovationspolitik, die Innovationen nicht allein als Mittel zur Steigerung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit sieht, sondern gezielt zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen soll. Das Konzept hat z.B. Eingang in das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 oder die High-Tech-Strategie der Bundesregierung gefunden. Der Workshop diskutiert, welche Chancen das Konzept tatsächlich bietet.

Programm

Mittwoch, 17.06.2020
12:30 Uhr
Anreise der Teilnehmenden zum Mittagessen

13:15 Uhr
Begrüßung und Einleitung

Dr. Joachim Lange, Evangelische Akademie Loccum
Prof. Dr. Dirk Fornahl, CRIE Centre for Regional and Innovation Economics der Universität Bremen

-
Regionale Innovationspolitik in Niedersachsen

Ministerin Birgit Honé, Niedersächsisches Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Hannover

-
„Missionsorientierte Innovationspolitik“: Ansätze und Potenziale in Deutschland

Prof. Dr. Uwe Cantner, Lehrstuhl für Mikroökonomik, Friedrich-Schiller-Universität Jena und Vorsitzender, Expertenkommission Forschung und Innovation EFI

-
Missionsorientierung in der nationalen Forschungs- und Innovationspolitik

Dr. Gisela Philipsenburg, Referatsleiterin „Nachhaltige regionale Innovationsinitiativen“, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin

-
Ansätze der Umsetzung einer Missionsorientierung in Europa

Wolfgang Polt, Leiter Policies, Joanneum Research, Graz

-
Gemeinsame Diskussion

15:30 Uhr
Kaffee und Kuchen

16:00 Uhr
In welchen Themen ist Missionsorientierung relevant?

-
Nachhaltigkeit und Energie

Prof. Dr. Karoline Rogge, stv. Leiterin des Competence Centers Politik und Gesellschaft, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe
Lothar Nolte, Leiter, Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, Hannover

-
Gemeinsame Diskussion

17:10 Uhr
Stehkaffee

17:20 Uhr
Bioökonomie und Landwirtschaft

Dr. Sven Wydra, Leiter des Geschäftsfelds Bioökonomie und Lebenswissenschaften, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe
Jörn Ehlers, Vizepräsident, Landvolk Niedersachsen, Kirchlinteln

-
Gemeinsame Diskussion

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Gesundheitsversorgung

Prof. Dr. Josef Hilbert, Institut Arbeit und Technik IAT, Gelsenkirchen

-
Diskussion

Donnerstag, 18.06.2020
08:15 Uhr
Einladung zur Morgenandacht, anschl. Frühstück

09:15 Uhr
Governance und Agency

Prof. Dr. Carsten Dreher, Lehrstuhl für Innovationsmanagement, Freie Universität Berlin
Alexander Skubowius, Fachbereichsleiter Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, Region Hannover

-
Gemeinsame Diskussion

10:15 Uhr
Alle ziehen am gleichen Strang – Aber wie und warum?

Dr. Judith Terstriep, Direktorin des Forschungsschwerpunktes Innovation, Raum & Kultur, Institut Arbeit und Technik IAT, Gelsenkirchen

-
Diskussion

11:00 Uhr
Stehkaffee

11:30 Uhr
Was kann man wie umsetzen?

Abschlussdiskussion mit ReferentInnen des Workshops

12:30 Uhr
Ende des Workshops mit dem Mittagessen

-
Referentinnen und Referenten:

Prof. Dr. Uwe Cantner ist Professor für Volkswirtschaftslehre/Mikroökonomik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Vorsitzender der Expertenkommission Forschung und Innovation EFI der Bundesregierung.
Prof. Dr. Carsten Dreher ist Professor für Innovationsmanagement an der Freien Universität Berlin.
Jörn Ehlers ist Landwirt und Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen e.V.
Prof. Dr. Dirk Fornahl leitet das Centre for Regional and Innovation Economics CRIE der Universität Bremen.
Prof. Dr. Josef Hilbert ist Research Fellow am Institut Arbeit und Technik IAT in Gelsenkirchen.
Birgit Honé ist niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung.
Dr. Joachim Lange ist Studienleiter für Wirtschafts- und Sozialpolitik an der Evangelischen Akademie Loccum.
Lothar Nolte leitet die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen.
Dr. Gisela Philipsenburg leitet das Referat Nachhaltige regionale Innovationsinitiativen im Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Wolfgang Polt leitet den Bereich Policies von Joanneum Research in Graz.
Prof. Dr. Karoline Rogge ist stellvertretende Leiterin des Competence Centers Politik und Gesellschaft am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe.
Alexander Skubowius leitet den Fachbereich Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover.
Dr. Judith Terstriep ist Direktorin des Forschungsschwerpunktes Innovation, Raum & Kultur am Institut Arbeit und Technik IAT in Gelsenkirchen.
Dr. Sven Wydra leitet das Geschäftsfeld Bioökonomie und Lebenswissenschaften am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe.

Mehr zum Thema

Seit einigen Jahren werden Ansätze einer „missionsorientierten Innovationspolitik“ verfolgt, d.h. einer Innovationspolitik, die Innovationen nicht allein als Mittel zur Steigerung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit sieht, sondern gezielt zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen soll. Das Konzept hat z.B. Eingang in das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 oder die High-Tech-Strategie der Bundesregierung gefunden.

Das Konzept erscheint unmittelbar einleuchtend, doch stellen sich bei näherer Betrachtung einige Fragen:

  • Welche gesellschaftlichen Probleme sollen bearbeitet werden? Wie kann ein diesbezüglicher Konsens innerhalb des politischen Systems erreicht werden?
  • Wie können dabei die klassischen Akteure der Innovationstätigkeit – Unternehmen und Wissenschaft – einbezogen werden, die auf unternehmerische Freiheit und die Freiheit der Wissenschaft verweisen?
  • Welche Governancemechanismen, die diese Akteure einbeziehen und motivieren statt nur auf staatliche Steuerungsversuche von außen zu setzen, sind geeignet?
  • Wie kann die Lösung gesellschaftlicher Probleme verfolgt werden, ohne die Zielsetzungen der Produktivitätssteigerung und Wettbewerbsfähigkeit zu vernachlässigen?
  • Welche Instrumente sind für diese komplexeren Zielsetzungen geeignet? Wie kann verhindert werden, dass Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung von der Komplexität der Instrumente und Prozesse nicht überfordert werden?
  • Welche Kompetenzen benötigen Verwaltungen und politische Akteure in der Umsetzung?

Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion dieser Fragen zu beteiligen.

Downloads

Organisatorisches

Tagungsnummer

20125

Tagungsgebühren

Regulär
120€
Ermäßigt
60€

Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur bei Vorlage einer gültigen Bescheinigung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nur nach vorheriger Abstimmung möglich.

Wenn Sie sich für eine Tagung anmelden und aufgrund von Corona die Anmeldung unmittelbar vor der Tagung zurückziehen müssen, entstehen Ihnen keinerlei Stornogebühren. Die Entwicklungen im Zusammenhang mit Corona beobachten wir sehr genau und werden den Workshop ggf. auf elektronischem Wege durchführen oder verschieben.

Stornierung

Bei einer Absage nach dem 10.06.2020 müssen wir Ihnen 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.

Überweisungen

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 13841 auf folgendes Konto:

Kirchliche Verwaltungsstelle Loccum

Evangelische Bank eG
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50
BIC: GENODEF1EK1

Anreise

Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier

Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 17.06.2020, 11:40 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 18.06.2020, 13:30 Uhr

Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.