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How fragile we are ...

Vom Umgang mit Verletzlichkeit und Ohnmacht in Hospizarbeit und Gesellschaft

23. Loccumer Hospiztagung online

26.03.2021 - 27.03.2021

Thema

Geradezu monolithisch hat die Corona-Krise menschliche Verletzlichkeit und Ohnmacht spürbar gemacht. Die Hospizbewegung kann qua Auftrag als Spezialistin für diese Themen gelten. Die Unausweichlichkeit und Massivität des Themas legt aber auch für den Kontext der Hospizarbeit selbst nahe, grundlegend zu reflektieren: Welche Erfahrungen machen Hospizbegleiter*innen im Umgang mit Fragilitäts- und Ohnmachtserfahrungen? Welche Erkenntnisse und Verfahren sind weiterführend?

Die Online Veranstaltung findet über die Software Zoom unter strikter Einhaltung des Datenschutzes statt. Bitte finden Sie hier weitere Informationen dazu. Sie erhalten einen Tag vor der Veranstaltung einen Zugangs-Link.

 

Sie können sich für die gesamte Tagung oder für jeweils einen der beiden Tage anmelden. Möchten Sie nur an einem Tag teilnehmen, geben Sie diesen bitte im Anmeldeformular im Feld Bemerkungen an. Sollten Sie dazu keine Angaben machen, so gehen wir von einer Teilnahme an der gesamten Tagung aus.

 

Programm

Freitag, 26.03.2021
17:00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung

Annette Behnken, Studienleiterin, Loccum
Rosemarie Fischer, Landesstützpunkt Hospizarbeit
und Palliativversorgung Niedersachsen e. V., Celle
Dr. Dorothee Arnold-Krüger, Zentrum für Gesundheitsethik, Hannover
Friederike Busse, Landeskirchliche Beauftragte für Hospizarbeit, Hannover

17:20 Uhr
Verletzlichkeit und Ohnmacht: Erfahrungen und Perspektiven

Zwischen den Stühlen - Corona Bewältigung und Heimaufsicht: Ein Blick auf die kommunale und städtische Politik
Dirk-Ulrich Mende, Geschäftsführer Niedersächsischer Städtetag, Hannover

Erfahrungen, Verluste und Chancen in Pandemiezeiten in der stationären Hospizarbeit,
Andreas Wagner, Geschäftsführung Hospiz St. Peter, Oldenburg

Handeln im Spagat zwischen Verantwortung und Entmündigung im ambulanten Hospizbereich,
Renate Lohmann, Leitung Stiftung Hospizdienst Oldenburg, Beratung ambulanter Hospizdienste

18:15 Uhr
Sterben und Gelassenheit

Prof. Dr. Verena Begemann, Professorin für Soziale Arbeit an der Hochschule Hannover

19:45 Uhr
Beim Sterben helfen (lassen) – Der Wunsch nach Sterbehilfe – Fragen, Antworten, mögliche Wege

Kamingespräch mit Landesbischof Ralf Meister und Prof. Verena Begemann

Samstag, 27.03.2021
10:00 Uhr
Verletzlich bin ich und aufgehoben

Pierre Stutz, Theologe, spiritueller Autor und Begleiter, Osnabrück

11:00 Uhr
Pause

11:30 Uhr
Vulnerabilität als Grundsituation (spiritueller) Begleitung

Prof. Dr. Traugott Roser, Professur für Praktische Theologie an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster

12:30 Uhr
Pause

14:00 Uhr
Sie werden lachen: es geht um den Tod!

Videobeitrag der TabuTanten

14:30 Uhr
Was ist offen? Was ist zu hoffen?

Offene Kleingruppen

16:00 Uhr
Abschluss

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How fragile, wie verletzlich wir sind: Geradezu monolithisch und mit ungewohnter Vehemenz und Eindringlichkeit macht die Pandemie durch Covid-19, deren Ende noch nicht absehbar ist, menschliche Verletzlichkeit und Ohnmacht global und individuell spürbar.

Menschen sind mit ihrer Endlichkeit und der Verletzlichkeit von Gesundheit, Lebenskonzepten sowie Systemen konfrontiert. Auch die dadurch ausgelösten Ohnmachtserfahrungen sind in dieser Weise ungewohnt und außerordentlich irritierend. Diese Erfahrungen von Verletzlichkeit und Ohnmacht werden in drastischer Direktheit und Konkretion in nahezu allen Bereichen des Lebens virulent.

In solcher Permanenz und Durchgängigkeit konfrontiert, ist ein Ausweichen vor einer grundsätzlichen Auseinandersetzung mit den Themen Tod und Sterben, Verletzlichkeit und Begrenztheit des Lebens kaum möglich bzw. wird vielmehr sogar evoziert.

Das lässt fragen: Wie gehen wir gesellschaftlich mit dieser fundamentalen, anthropologischen Krisen-Erfahrung um? Die Hospizbewegung kann qua Auftrag als Spezialistin für diese Themen gelten. Die Unausweichlichkeit und Massivität des Themas legt aber auch für den Kontext der Hospizarbeit nahe, grundlegend zu reflektieren: Welche Erfahrungen machen Hospizbegleiter*innen im Umgang mit Fragilitäts- und Ohnmachtserfahrungen? Welche Erkenntnisse und Verfahren aus Seelsorge, Psychologie und anderen Expertisen sind weiterführend?

Dazu laden wir Sie herzlich ein!

Annette Behnken, Tagungsleiterin, Ev. Akademie Loccum
Dr. Dorothee Arnold-Krüger, Zentrum für Gesundheitsethik, Hannover
Friederike Busse, Zentrum für Seelsorge und Beratung, Hannover
Rosemarie Fischer, Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung, Celle
Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

Downloads

Organisatorisches

Tagungsnummer

2120

Tagungsgebühren

Regulär
60€
Für jeweils einen Tag
30€

Die Teilnahmegebühr trägt zur Deckung der Kosten bei.
Erst mit der Überweisung ist Ihre Anmeldung abgeschlossen.
Bei einer Nichtteilnahme nach Anmeldung wird der Beitrag nicht erstattet.

Überweisungen

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 14067 auf folgendes Konto:

Kirchliche Verwaltungsstelle Loccum

Evangelische Bank eG
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50
BIC: GENODEF1EK1