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Neurechtes Christentum

05.11.2021 - 06.11.2021

Thema

Rechtspopulistische und rechtsextreme Tendenzen in der Gesellschaft wirken sich auch auf das Christentum aus. Einige Vordenker*innen der sog. Neuen Rechten beziehen sich positiv auf das Christentum. Zugleich gibt es eine gewisse Akzeptanz für das neurechte Denken in bestimmten konservativ-christlichen Kreisen. Das „neurechte Christentum“ ist ein Phänomen, das an Gewicht gewinnt. Doch was genau ist darunter zu verstehen? Wie ist ihm zu begegnen? Nach Antworten sucht diese Tagung.

Voraussetzung für die Teilnahme ist ein vollständiger Impfnachweis bzw. eine Genesenen-Bescheinigung oder ein medizinischer Corona-Schnelltest (kein Selbsttest) nicht älter als 24 Stunden!

Ihre Gesundheit ist uns wichtig. Bitte beachten Sie daher die aktuellen Hygienevorschriften der Ev. Akademie Loccum. Vielen Dank.

Programm

Freitag, 05.11.2021
15:00 Uhr
Anreise der Teilnehmer*innen, Kaffee und Kuchen

15:30 Uhr
Die neurechte Szene und das neurechte Christentum – Ein Überblick zum Einstieg

Dr. Liane Bednarz, Juristin und Publizistin, München

17:00 Uhr
Kirchenmitgliedschaft und politische Kultur

Prof. Dr. Gert Pickel, Professur für Kirchen- und Religionssoziologie, Universität Leipzig

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Die geschlechterpolitische Frage als Mobilisierungsthema für neue Rechte und Christ*innen?

Dr. Amrei Sander, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Leipzig

21:00 Uhr
Ausklang des Abends auf der Galerie

Samstag, 06.11.2021
08:15 Uhr
Morgenandacht, anschließend Frühstück

09:15 Uhr
Neurechts-christliche Tendenzen in neurechten und christlichen Medien

PD Dr. Sonja Angelika Strube, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Osnabrück

10:15 Uhr
Notwendige Differenzierungen: Christlicher Konservatismus, nicht-rechter Evangelikalismus, neurechtes Christentum

Prof. Dr. Thorsten Dietz, Professor für Systematische Theologie, Evangelische Hochschule Tabor, Marburg

11:15 Uhr
Pause

11:30 Uhr
Diskussion mit:

PD Dr. Verena Grüter, Akademiedirektorin, Loccum
Stefan Schölermann, Journalist NDR Info, Hamburg (angefragt)
Elvin Hülser, Initiative Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus, Hannover

12:30 Uhr
Ende der Tagung mit dem Mittagessen

Mehr zum Thema

Seit einigen Jahren ist in der politischen Kultur ein Wandel zu beobachten: In der Grauzone zwischen dem klassisch konservativen und dem rechtsextremen Milieu hat sich die sogenannte „Neue Rechte“ etabliert. Zentral für diese Szene sind Zeitschriften wie die „Junge Freiheit“ und „sezession“, sowie der Verlag Antaios. Politisch wird die „Neue Rechte“ von Teilen der AfD repräsentiert.

Die Autor*innen und Repräsentant*innen beziehen sich dabei seit langem deutlich, offen und intellektuell durchaus anspruchsvoll auf das Christentum, und zwar sowohl in einer (vormodern) katholischen als auch in einer konservativ-lutherischen Form. Das Christentum gewinnt so für die „Neue Rechte“ immer wieder auch identitäts­stiftende Funktion.

Ein vertieftes Verständnis dieses Phänomens ist ebenso notwendig wie eine klare kirchliche Abgrenzung gegenüber einer Vereinnahmung für menschenfeindliche oder rassistische Ideologien. Gleichwohl ist auch eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Ideengeschichte gefragt: Das neurechts-christliche Denken kann sich positiv auf bestimmte Motive der Theologiegeschichte beziehen. Zudem gibt es ganz offensichtlich Berührungspunkte bei bestimmten gesellschaftspolitischen Themen, namentlich bei traditionellen Familien- und geschlechtlichen Rollenbildern. Während so das neurechte christliche Denken in einigen konservativ-christlichen Kreisen durchaus attraktiv erscheinen kann, ist hier jedoch auch gleichzeitig eine klare Differenzierung zwischen dem evangelikalen bzw. konservativen Christentum und dem neurechten Denken nötig.

Kirche und Theologie sind in Veröffentlichungen und in Diskussionen in den Gemeinden mit dem Phänomen konfrontiert und müssen sich dazu verhalten. Diese Tagung will einen Schritt bei der Suche nach einem sinnvollen Umgang mit der Problematik gehen. Seien Sie herzlich dazu eingeladen!

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Organisatorisches

Tagungsnummer

2163

Tagungsgebühren

Regulär
120€
Ermäßigt
60€

Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur bei Vorlage einer gültigen Bescheinigung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.

Stornierung

Bei einer Absage nach dem 29.10.2021 müssen wir Ihnen 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.

Überweisungen

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 14103 auf folgendes Konto:

Kirchliche Verwaltungsstelle Loccum

Evangelische Bank eG
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50
BIC: GENODEF1EK1

Anreise

Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier

Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 05.11.2021, 14:20 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 06.11.2021, 13:30 Uhr

Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.