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Gewaltfreie Arbeit:

Arbeit der Zukunft?

30.11.2021 - 02.12.2021

Thema

Gewalt am Arbeitsplatz – nicht nur, aber besonders gegenüber Frauen – ist seit Jahren ein wichtiges Thema, das durch die Me-too-Bewegung noch verstärkte Aufmerksamkeit erlangt hat. Wie können die Bemühungen zur Reduktion von Gewalt am Arbeitsplatz gestärkt werden? Welchen Beitrag können dazu das Übereinkommen 190 der Internationalen Arbeitsorganisation ILO und die „Istanbul-Konvention“ des Europarates leisten?

Programm

Dienstag, 30.11.2021
15:30 Uhr
Begrüßung und Einleitung

Dr. Joachim Lange, Evangelische Akademie Loccum
Prof. Dr. Ursula Rust, bigas Bremer Institut für Gender-, Arbeits- und Sozialrecht, Universität Bremen
Dr. Ruth Abramowski, SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, Universität Bremen

15:45 Uhr
Gewalt, Arbeit, Gender – Worüber sprechen wir?

Moderation: Dr. Joachim Lange, Loccum

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Was ist Gewalt – im soziologischen Kontext von Gender und Arbeit?

Dr. Ruth Abramowski, SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, Universität Bremen

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Was verstehen wir unter Arbeit – wenn wir über Gender und Gewalt sprechen?

Prof. Dr. Karin Gottschall, Leitung, Abteilung Ungleichheitsdynamiken in Wohlfahrtsgesellschaften, SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, Universität Bremen

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Was verstehen wir unter Gender – wenn wir über Gewalt und Arbeit sprechen?

Dr. Arn Sauer, Kontaktperson Gender-Mainstreaming, Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau

16:55 Uhr
Pause

17:10 Uhr
Gemeinsame Diskussion

eingeleitet durch Statements von
Laura Wolters, Hamburger Institut für Sozialforschung

18:30 Uhr
Pause

19:30 Uhr
ILO-Konvention 190 und Istanbul-Konvention: Welche neuen Chancen bieten internationale Rechtsnormen gegen geschlechtsspezifische Gewalt in Arbeit und Familie?

Moderation: Prof. Dr. Konstanze Plett, bigas, Universität Bremen

Dr. h.c. Anne Trebilcock, Universität Göttingen
(Vortrag auf Englisch – mit Dolmetschung)
Prof. Dr. Joachim Renzikowski, Lehrstuhl für Strafrecht, Rechtsphilosophie/Rechtstheorie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Gemeinsame Diskussion mit
Dr. Fatma Karakaş-Doğan, bigas Bremer Institut für Gender- Arbeits- und Sozialrecht, Universität Bremen (angefragt)
Prof. Dr. Betül Yarar, Arbeitsbereich Interkulturelle Bildung, Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Universität Bremen (angefragt)

Mittwoch, 01.12.2021
09:30 Uhr
Gewalterfahrungen (bei der Arbeit) in einer Lebenslaufperspektive

Moderation: Prof. Dr. Simone Scherger, Lebenslauf orientierte Sozialpolitik SOCIUM, Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, Universität Bremen

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Gewalterfahrungen im Lebenslauf

Prof. Dr. Renate Klein, Human Development & Family Studies, University of Maine, Orono

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Gewalterfahrung im Lebenslauf: Wissen über Täter

Prof. Dr. Thorsten Fehr, Department of Neuropsychology and Behavioural Neurobiology, Universität Bremen

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Care und Gewalterfahrungen

Prof. i.R. Dr. Margrit Brückner, Professur für Soziologie, Frauen- und Geschlechterforschung und Supervision, Frankfurt University of Applied Science

10:50 Uhr
Pause

11:10 Uhr
Internationalisierung und Digitalisierung von Arbeitskontexten

Moderation: Wiebke Blanquett, bigas Bremer Institut für Gender- Arbeits- und Sozialrecht, Universität Bremen

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Menschenhandel und Ausbeutung als Risikofaktor für Gewalterfahrung: Ein Problem in vielen Sektoren

Andrea Hitzke, Leiterin, Dortmunder Mitternachtsmission und Vorstand, KOK Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel, Berlin

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Neue Ungleichheiten und Gewaltpotenziale in der digitalen Transformation der Arbeit

Dr. Sylke Meyerhuber, artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit, Universität Bremen

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Welche Handhabe bieten Lieferkettengesetz und CSR gegen Gewalt bei der Arbeit?

PD Dr. Birgit Spießhofer, M.C.J. (NYU), Fachbereich Rechtswissenschaft, Universität Bremen

12:30 Uhr
Pause

13:45 Uhr
Rechtliche Aspekte von Schutz und Prävention am Arbeitsplatz

Moderation: Yasemin Say, bigas Bremer Institut für Gender- Arbeits- und Sozialrecht, Univ. Bremen

Vanessa von Wulfen, Lehrstuhl Bürgerliches Recht, Europäisches und Deutsches Arbeitsrecht, Zivilverfahrensrecht, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)

Gemeinsame Diskussion mit
Dr. Arn Sauer, Dessau-Roßlau
Dr. Sylke Meyerhuber, Bremen

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Rechtliche Aspekte von Schutz und Prävention vor Gewalt in Ausbildung und Hochschulen

Moderation: Prof. Dr. Ursula Rust, bigas Bremer Institut für Gender- Arbeits- und Sozialrecht, Univ. Bremen

Prof. Dr. Katja Nebe, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Recht der Sozialen Sicherheit, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Gemeinsame Diskussion mit
Prof. Dr. Renate Klein, Orono
Anneliese Niehoff, Vorstand bukof und Referat Chancengleichheit/Antidiskriminierung, Universität Bremen

15:30 Uhr
Pause

16:00 Uhr
Prävention und Schutz bei Care-Arbeit aller Art

Moderation: Dr. Lara Minkus und Dr. Sonja Bastin, SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, Universität Bremen

Gemeinsame Diskussion mit:
Prof. Dr. Kyoko Shinozaki, Fachbereich Politikwissenschaft und Soziologie, Universität Salzburg
Dr. Jennie Auffenberg, Arbeitnehmerkammer Bremen
Andrea Hitzke, Dortmund
Dr. Ruth Abramowski, Bremen
Prof. i.R. Dr. Margrit Brückner, Darmstadt

18:30 Uhr
Pause

19:30 Uhr
Prävention und Gewaltschutz in Kommunen

Donnerstag, 02.12.2021
09:30 Uhr
Gewaltfreie Arbeit – Arbeit der Zukunft: Welche Handlungsperspektiven gibt es?

Abschlussdiskussion
Moderation: Dr. Joachim Lange, Loccum
mit Eingangsstatements von

Elke Hannack, stv. Vorsitzende, Deutscher Gewerkschaftsbund DGB, Berlin
Dr. Annette Niederfranke, Direktorin, ILO-Vertretung Deutschland, Berlin
Rüdiger Becker, Vorstand, Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche, Berlin, undVorstandsvorsitzender Diakonischer Dienstgeberverband Niedersachsen, Hannover
Dr. Beate von Miquel, Vorsitzende, Deutscher Frauenrat, Berlin; Geschäftsführerin, Marie Jahoda Center for International Gender Studies, Ruhr Universität Bochum
Anneliese Niehoff, Vorstand bukof und Referat Chancengleichheit/Antidiskriminierung, Universität Bremen

12:30 Uhr
Ende der Tagung

-

Das interdisziplinäre Forschungslab Violence, Age, Gender VAG ist Mitglied der Forschungsplattform WOC Worlds of Contradiction der Universität Bremen.

Ziel des Labs ist es, nationales und internationales Wissen über Vorkommen und Ursachen geschlechtsspezifischer Gewalt und Belästigung im öffentlichen, institutionellen sowie auch privaten Raum interdisziplinär zusammenzuführen, um daraus weitere Forschungsfragen abzuleiten sowie Strategien zur Gewaltprävention zu entwickeln.

Im VAG kooperieren Wissenschaftler:innen aus folgenden Instituten:

bigas
Bremer Institut für Gender-, Arbeits- und Sozialrecht

socium
Forschunszentrum Ungleichkeit und Sozialpolitik

artec
Forschungszentrum Nachhaltigkeit

Mitglieder des VAGs sind:
Dr. Ruth Abramowski, Wiebke Blanquett, Prof. Dr. Thorsten Fehr, Dr. Fatma Karakaş-Doğan, Dr. Sylke Meyerhuber, Prof. Dr. Konstanze Plett, Dr. Sabine Ritter, Prof. Dr. Ursula Rust, Yasemin Say, Prof. Dr. Simone Scherger, Prof. Dr. Ines Weller, Prof. Dr. Betül Yarar

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Gewalt, Belästigung und sexuelle Belästigung kommen in Lebensverläufen unterschiedlich stark zum Tragen. In den letzten Jahren ist die Arbeit als Kontext, in dem Gewalt im Allgemeinen und geschlechtsspezifische Gewalt im Besonderen ausgeübt wird, zunehmend ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Hierzu hat zum einen sicherlich die #metoo-Bewegung beigetragen.

Zum anderen hat das Völkerrecht mit dem Übereinkommen 190 der Internationalen Arbeitsorganisation ILO über die Beseitigung von Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt, das 2019 verabschiedet – aber bislang von Deutschland noch nicht ratifiziert wurde – sowie das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt („Istanbul-Konvention“), das Deutschland 2017 ratifiziert hat, Anstöße für eine intensivere gesellschaftliche und politische Debatte gegeben.

Die Tagung soll Expert:innen aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen, der Zivilgesellschaft und der politisch-administrativen Praxis zusammenbringen, um gemeinsam die Ursachen, Widersprüche und Ambivalenzen in der Verschränkung von Gender, Gewalt und Arbeit zu analysieren und Handlungsperspektiven für eine gewaltfreiere Arbeitswelt zu entwickeln. Dabei soll auch gefragt werden, wie bestehende Ansätze für dieses Ziel gestärkt werden und welche Impulse hierfür das ILO Übereinkommen 190 und die Istanbulkonvention geben können.

Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion dieser Fragen zu beteiligen.

Prof. Dr. Ursula Rust, bigas Bremer Institut für Gender-, Arbeits- und Sozialrecht, Universität Bremen
Dr. Ruth Abramowski, SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, Universität Bremen
Dr. Joachim Lange, Tagungsleiter, Ev. Akademie Loccum

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Organisatorisches

Tagungsnummer

217201

Tagungsgebühren

Die Teilnahme an der Online-Tagung ist kostenlos.