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Was will Gott von mir?

Jüdische und christliche Perspektiven auf Gebot und Freiheit

Tagung für Studierende der Ev. Theologie und Religionspädagogik

17.06.2022 - 19.06.2022

Thema

Jüdische und christliche Theologinnen und Theologen kommen mit den Teilnehmenden über eine zentrale Frage von Glauben und Theologie ins Gespräch. Wie verstehen Jüdinnen und Juden, wie Christinnen und Christen in der Gegenwart das Verhältnis von Geboten und Freiheit? Welche Alltagsrelevanz erhalten die unterschiedlichen Antworten? Welche innerreligiösen Debatten um Ethik und Praxis sind aktuell? Worin gleichen und unterscheiden sich jüdische und christliche Antworten auf die Frage: Was will Gott von mir?

Ihre Gesundheit ist uns wichtig. Bitte beachten Sie daher die aktuellen Hygienevorschriften der Ev. Akademie Loccum. Vielen Dank.

Programm

Freitag, 17.06.2022
15:15 Uhr
Anreise und Check-In

15:30 Uhr
Kaffee und Kuchen

16:00 Uhr
Begrüßung und Einführung

Dr. Susanne Benzler, Studienleiterin, Sozialwissenschaftlerin, Ev. Akademie Loccum
apl. Prof. Dr. Ursula Rudnick, Evangelische Theologin,
Judaistin, Universität Hannover, Beauftragte für Kirche und Judentum der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

16:15 Uhr
Was will Gott von mir?

-
Austausch und Fragen der Teilnehmenden

17:15 Uhr
„Gedenke des Schabbattages, dass Du ihn heiligst“

-
Schabbat – Ein Gebot und eine Freude: eine Einführung

Alisa Bach, Sozialwissenschaftlerin, Liberale Jüdische Gemeinde, Hannover

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Gottes Weisungen für ein gelingendes Leben

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Die Halacha, das „Religionsgesetz“ bildet den Rahmen für Freiheit. Wie hat sie sich aus den biblischen Geboten entwickelt und den jeweiligen bis in die Neuzeit hinein angepasst?

Alisa Bach, Sozialwissenschaftlerin, Liberale Jüdische Gemeinde, Hannover

21:00 Uhr
Kiddusch – Segen zum Beginn des Schabbat

anschließend Ausklang auf der Galerie

Samstag, 18.06.2022
08:15 Uhr
Einladung zur Morgenandacht, anschl. Frühstück

09:30 Uhr
Gebot und Freiheit im Spannungsverhältnis

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Gottes Weisungen im jüdischen Leben heute – Gegenwärtige Deutungen von Halacha und Mitzwot

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Welche Bedeutung haben „Religionsgesetz“ und „gute Taten“ für liberale und konservative Juden heute, im alltäglichen Leben und in der Religionsphilosophie?

Karen Engel, Zacharias Frankel Kolleg, Potsdam (angefragt)
Alisa Bach

12:30 Uhr
Mittagessen und Mittagspause

15:00 Uhr
Kaffee und Kuchen

15:30 Uhr
Gebot, Freiheit, Verantwortung – katholische und evangelische Perspektiven

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Woher erhalten Christ*innen ihre Wegweisung? Welche Rolle spielen Bibel und Kirche? Wie wird die Verantwortung des Einzelnen in Freiheit gestaltet? Interview mit Impulsen, anschließend Arbeit in Gruppen

Dr. Michael Schober, Diözesanbeauftragter für interreligiösen Dialog, Bistum Osnabrück und Lehrbeauftragter am Institut für Katholische Theologie, Universität Hildesheim
Prof. Dr. Andreas Pangritz, Evangelischer Theologe, Systematische Theologie, Universitäten Bonn und Osnabrück
Interview: apl. Prof. Dr. Ursula Rudnick

17:00 Uhr
Eine evangelische Wertschätzung der Halacha

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Die Konzentration des Christentums auf die Befreiung des Menschen durch Gott hat die Frage nach dem konkreten praktischen Tun häufig in den Hintergrund treten lassen. Was gewinnt ein Blick auf die Halacha, der „jüdisches Gesetz“ und „christliche Befreiung“ nicht einander gegenüberstellt?

Prof. Dr. Andreas Pangritz

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Hawdala-Zeremonie zum Ende des Schabbat und Ausklang auf der Galerie

Sonntag, 19.06.2022
08:15 Uhr
Einladung zur Morgenandacht, anschl. Frühstück

09:00 Uhr
Die Gebote Gottes als Wegweisungen der Freiheit

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Von der Freude an der Mitzwa – eine evangelische Stimme

apl. Prof. Dr. Ursula Rudnick

09:30 Uhr
Von unterschiedlichen Perspektiven lernen

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Wie können christliche Perspektiven auf Freiheit und Gebot ohne Abwertung des Judentums formuliert werden? Wo gibt es gemeinsame Herausforderungen? Wie können jüdische und christliche Stimmen in der pluralistischen Gesellschaft fruchtbar werden?

-
Abschlussgespräch von Teilnehmenden und Referentinnen und Referenten

Alisa Bach, Karen Engel, Prof. Dr. Andreas Pangritz,
Dr. Michael Schober, apl. Prof. Ursula Rudnick
Moderation: Dr. Susanne Benzler

11:45 Uhr
Abschlussrunde: Rückblick und Ausblick

12:30 Uhr
Ende der Tagung mit dem Mittagessen

Mehr zum Thema

In Judentum und Christentum stellt die Beziehung des Menschen zu Gott und zu den Mitmenschen eine zentrale Herausforderung dar. In der Bibel mit ihren unterschiedlichen Geboten, in gelehrten rabbinischen Reflektionen und in christlicher Theologie wird dies – je nach Zeit und Kontext – formuliert und diskutiert.

Auf der Tagung soll mit der Frage „Was will Gott von mir?“ das Thema von Gebot und Freiheit für das heutige Leben von Jüdinnen und Juden, von Christinnen und Christen bedacht werden. Welche konkrete Bedeutung haben Traditionen und Gebote für die Haltung und die Handlungen im Alltag? Inwieweit stehen Freiheit des Menschen und Gebot in Spannung zueinander, auf welche Weise ergänzen sie sich? Wie werden Gebote interpretiert, wie werden sie heute im Judentum und im Christentum verstanden und gelebt? Konkret wird dies u.a. am Beispiel des Schabbat- und Feiertagsgebotes entfaltet.

Jüdische und christliche Gelehrte kommen mit den Teilnehmenden ins Gespräch. Dabei werden Unterschiede von jüdischer und christlicher Tradition, wie auch Differenzen innerhalb beider Religionen sichtbar.

Historisch hat das Christentum, insbesondere die lutherische Tradition, Gebot und Freiheit als Gegensatz begriffen. Es hat für sich die Freiheit in Anspruch genommen und Leben und Glauben im Judentum abgewertet. Wie christliche Perspektiven ohne diese Abwertung formuliert werden können, stellt eine besondere Aufgabe dar, die gemeinsam reflektiert wird.

Zum Abschluss der Tagung wird erörtert, wie heute jüdische und christliche Perspektiven auf Freiheit und Gebot für die Gestaltung des eigenen Glaubens und das gesellschaftliche Leben fruchtbar werden können.

Sie sind herzlich zu unserer Tagung eingeladen!

Dr. Susanne Benzler, Evangelische Akademie Loccum
Apl. Prof. Dr. Ursula Rudnick, Universität Hannover und Beauftragte für Kirche und Judentum der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
PD Dr. Verena Grüter, Akademiedirektorin, Ev. Akademie Loccum

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Organisatorisches

Tagungsnummer

2231

Tagungsgebühren

Regulär
30€

Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr ist nicht möglich.
Bei einer Absage nach dem 10. Juni 2022 müssen wir 100 € in Rechnung stellen.

Überweisungen

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 16472 auf folgendes Konto:

Kirchliche Verwaltungsstelle Loccum

Evangelische Bank eG
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50
BIC: GENODEF1EK1

Anreise

Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier

Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 17.06.2022, 14:30 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 19.06.2022, 14:00 Uhr

Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.