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Wohin mit den Menschen, die niemand haben will?

„Systemsprenger“, Netzprüfer und das Versorgungssystem – Loccumer Psychiatrie-Tagung

12.02.2024 - 14.02.2024

Thema

„Systemsprenger“? – Es ist Zeit für einen Perspektivenwechsel. Ist es Menschen mit komplexen Hilfebedarfen anzulasten, wenn sie die Systeme an ihre Grenzen bringen, oder scheitern Versorger und Systeme? Wie viel Extremindividualismus hält die Gesellschaft aus? Mit welchen Herausforderungen ist das Versorgungssystem konfrontiert, wo und wie entstehen Engpässe und welche systemischen Veränderungen braucht es, um Menschen mit komplexen Hilfebedarfen langfristig gut unterzubringen und zu versorgen?

Die Ärztekammer Niedersachsen hat die Tagung als Fortbildungsveranstaltung anerkannt.
18 Fortbildungspunkte können angerechnet werden.

 

Medien

„Drei Fragen an …“ Dr. Andreas Philippi zu den so genannten „Systemsprengern“ in der psychiatrischen Versorgung. Herr Philippi ist Niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung. Er stellte sich unseren Fragen am 14. Februar 2024 am Rande dieser Tagung.

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  • Was hieße es, mit den Schwächsten zu beginnen? / Bernd Meißnest, LWL-Klinikum Gütersloh
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Programm

Montag, 12.02.2024
15:00 Uhr
Kaffee, Tee und Kuchen

15:30 Uhr
Begrüßung

Dr. Monika C. M. Müller, Ev. Akademie Loccum

15:40 Uhr
Ethisch-fachliche Grundsätze für die Psychiatrie

Prof. Dr. med. Detlef E. Dietrich, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, AMEOS Klinikum Hildesheim

15:50 Uhr
Grundsatzfragen zu Gesellschaft und Psychiatrie

Definitionen, Einordnung, Ausgrenzungsfragen, Verantwortung

-
Wer sind eigentlich die Menschen, die keiner (mehr) haben will?

Prof. Dr. med. Arno Deister, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Arzt für Psychosomatische Medizin, Itzehoe

-
Psychiatrisieren wir unsere Kinder?

Thomas Duda, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Hildesheim

-
Was hieße es, mit den Schwächsten zu beginnen?

Bernd Meißnest, LWL-Klinikum Gütersloh, Zentrum für Altersmedizin, Gütersloh

16:50 Uhr
Pause

17:10 Uhr
Wo beginnen Hilfebedürftigkeit und Ausgrenzungen?

Austausch mit den Referierenden und Teilnehmenden

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Der menschliche Faktor - warum will diese Menschen trotzdem niemand versorgen?

Olaf Schmidt, Geschäftsführer Verein für Psychoanalytische Sozialarbeit, Tübingen

20:30 Uhr
Verschiebebahnhof ade. Wie können wir diese Menschen bei uns versorgen?

Jörg Utschakowski, Psychiatrie und Sucht, Bremen

21:15 Uhr
Ausklang auf der Galerie

Dienstag, 13.02.2024
08:15 Uhr
Andacht, anschließend Frühstück

09:30 Uhr
Wann und warum gelingt die Versorgung nicht gut?

Analyse eines Fallbeispiels
- Dr. med. Eva-Maria Franck, Chefärztin, AMEOS Klinikum Hildesheim
- Ingo Ulzhoefer, Projektmanagement Zentrum für Psychosoziale Medizin, Klinikum Itzehoe
- PD. Dr. med. Annette Opitz-Welke, Forensische Psychiatrie und Psychotherapie, Charité Berlin
- Sabine Tomaske, Sozialpsychiatrischer Dienst, Hannover
- Prof. Dr. med. Detlef E. Dietrich, Moderation

11:00 Uhr
Pause

11:20 Uhr
Klartext im Streitgespräch

Bewirken die Grenzen der Versorgungssysteme neue Ausgrenzungen?
- Martin Albinus, Jugendamt Braunschweig
- Dr. Burkhard Neuhaus, Chefarzt, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Hannover
Dr. Monika C. M. Müller, Moderation

12:10 Uhr
Vorstellung der Arbeitsgruppen

12:30 Uhr
Mittagessen

13:20 Uhr
Gelegenheit zur Besichtigung des Klosters Loccum

15:00 Uhr
Kaffee und Kuchen

15:30 Uhr
Was konkret können wir anders handhaben und organisieren?

Parallele AGs

-
AG I: Jugendhilfe zwischen Erwartungen und Möglichkeiten?

- Dr. Koralia Sekler, Geschäftsführerin AFET Bundesverband für Erziehungshilfe e. V., Hannover
- Hendrik Ruppert, AWO Bezirksverband Braunschweig
- Selina Jasmin Kunisch, Niedersächsischer Landkreistag, Hannover
- Jörg Hermann, Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche, LK Wolfenbüttel
- Martin Albinus, Jugendamt Braunschweig

-
AG II: Verschiebungen zwischen Pädagogik und Psychiatrie?

- Saskia van Waveren-Matschke, Direktorin der IGS Burgdorf
- Thomas Duda, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie
- Dr. Burkhard Neuhaus, Chefarzt, Kinder- und Jugendpsychiatrie

-
AG III: Schnittstelle Psychiatrie /Pflege – Probleme und Lösungen?

- Holger Geis, stellv. Betriebsleiter FB Senioren Städtische Alten- und Pflegezentren der Landeshauptstadt Hannover
- Birgit Kleeblatt, Selbsthilfevereinigung von Angehörigen psychisch erkrankter Menschen AANB e.V., Hannover
- Walter Langer, Geschäftsführer, FSD – Freie Soziale Dienste Friesland gGmbH, Varel
- Bernd Meißnest, Zentrum für Altersmedizin
- Karoline Adamski, Leiterin Landesfachstelle für Gerontopsychiatrie, Hannover
- Melissa Braun, Diplom Psychologin, ambet e.V., Braunschweig

-
AG IV: Wie ist zu verhindern, dass „Netzprüfer“ auf der Straße landen?

- Dirk Dymarski, Mitglied bei der Selbstvertretung wohnungsloser Menschen, Freistatt
- Ramona Ligendza, Sozialarbeiterin, Caritasverband, Hannover
- Sabine Tomaske, Sozialarbeiterin, stv. Fachdienstleitung Sozialpsychiatrischer Dienst, Region Hannover
- Stefanie Rennspieß, Referentin, Unterbringung von Obdachlosen, Niedersächsisches Sozialministerium, Hannover
- Ansgar Piel, Referent, Landespsychiatrieplan, Niedersächsisches Sozialministerium, Hannover

-
AG V: Maßregelvollzug - einer der falschen Auswege?

- Ulrike Vogel, Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie, Wunstorf
- Annette Loer, Richterin am Amtsgericht Hannover
- Dr. jur. Heinz Kammeier, Theologe, Jurist, AK Menschrechte psychisch Kranker, Münster
- PD Dr. med. Annette Opitz-Welke, Chrarité Berlin
- Prof. Dr. med. Detlef E. Dietrich, AMEOS Klinikum

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Andersartigkeit und Norm

Andrea Rothenburg, Psychiatrie-Filme, Negernbötel

21:15 Uhr
Ausklang auf der Galerie

Mittwoch, 14.02.2024
08:15 Uhr
Andacht, anschließend Frühstück

09:30 Uhr
Tagungsbeobachtung

- Ingo Ulzhoefer, Klinikum Itzehoe
- Wolfram Beins, Landesfachbeirat Psychiatrie Niedersachsen, Hannover

10:10 Uhr
Niedersächsische Perspektive

Minister Dr. Andreas Philippi, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, Hannover

10:40 Uhr
Pause

11:00 Uhr
Versorgung ist eine Gemeinschaftsaufgabe – wie setzen wir das um?

- Minister Dr. Andreas Philippi
- Selina Jasmin Kunisch, NLT - AG I
- Dr. Burkhard Neuhaus - AG II
- Karoline Adamski, Gerontopsychiatrie - AG III
- Ramona Ligendza, Caritasverband - AG IV
- PD. Dr. med. Annette Opitz-Welke, Charité Berlin - AG V
- Dr. Monika C. M. Müller, Moderation

12:30 Uhr
Mittagessen

13:15 Uhr
Abfahrt des Zubringerbusses nach Wunstorf