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Hartz 4.0?

Die Grundsicherung für Arbeitssuchende zwischen Fortentwicklung und Generalrevision

18.11.2019 - 19.11.2019

Thema

Um das SGB II ist eine neue Grundsatzdebatte entbrannt: Sollten wir es „hinter uns lassen“, einer Generalrevision unterziehen oder weiterentwickeln? Wo besteht konkret Handlungsbedarf? Welche veränderten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen müssen berücksichtigt werden? Die Frage, wie das „Fördern und Fordern“ neu austariert und konkret umgesetzt werden kann, wird auf dieser Tagung zwischen Politik,  administrativer Praxis und gesellschaftlichen Gruppen diskutiert.

 

Programm

12:15 Uhr
Anreise und Gelegenheit zum Mittagessen

13:00 Uhr
Begrüßung und Einleitung

Dr. Joachim Lange, Evangelische Akademie Loccum

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Die Auswirkungen des SGB II auf den gesamten Arbeitsmarkt: Wo lassen sich Änderungsbedarfe erkennen – und wo nicht?

Dr. Ulrich Walwei, Vizedirektor, Institut Arbeitsmarkt und Berufsforschung IAB, Nürnberg

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SGB-II in Bewegung – Defizite, Änderungsbedarfe, Innovationen

Dr. Matthias Schulze-Böing, Geschäftsführer, MainArbeit Kommunales Jobcenter Offenbach und Leiter, Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration, Stadt Offenbach

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Überlegungen des BMAS zur künftigen Ausgestaltung des SGB II

Dr. Marie-Claire Senden, Leiterin, Referat Grundsatzfragen der Grundsicherung für Arbeitsuchende, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Berlin

15:00 Uhr
Kaffee und Kuchen

15:30 Uhr
Einschätzungen zu Reformbedarfen und -vorschlägen:

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Replik: Die kommunale Perspektive

Dr. Irene Vorholz, Beigeordnete für Soziales und Arbeit, Deutscher Landkreistag, Berlin

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Weniger Druck, mehr Qualifizierung?

Johannes Jakob, Abteilungsleiter Arbeitsmarktpolitik, DGB Bundesvorstand, Berlin

17:00 Uhr
Vertiefte Diskussion in parallelen Foren:

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F 1 Neue Wege der Qualifizierung?

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F 2 Teilhabechancen für Menschen, die sehr lange arbeitslos sind: Sozialer Arbeitsmarkt und mehr

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F 3 Sanktionen neu austarieren?

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F 4 Eine neue „Kultur“ in der Zusammenarbeit zwischen Jobcenter und Leistungsberechtigten?

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Was kann Arbeitsmarktpolitik leisten und was sollte/kann Sozialpolitik darüber hinaus tun?

Prof. Dr. Jürgen Schupp, Vize-Direktor, SOEP Sozio-oekonomisches Panel, DIW Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin
Pascal Kober, MdB, Sozialpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und deren Obmann im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Berlin/Reutlingen

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Anschließend Gelegenheit zum informellen Austausch

08:15 Uhr
Einladung zur Morgenandacht, anschl. Frühstück

09:30 Uhr
Hartz 4.0? Das SGB II zwischen Fortentwicklung und Generalrevision: Welche Schritte sind zu tun?

Dr. Matthias Bartke, MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Berlin/Hamburg
Beate Müller-Gemmeke, MdB, Sprecherin Arbeitnehmerrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Berlin/Reutlingen
Dr. Jürgen Wuttke, Abteilungsleiter Arbeitsmarkt, BDA Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Berlin
Vanessa Ahuja, Leiterin, Abteilung Arbeitsmarktpolitik, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Berlin
Johannes Pfeiffer, Geschäftsführer Operativ, Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen, Bundesagentur für Arbeit, Hannover
Ines Nössler, Evangelischer Fachverband für Arbeit und soziale Integration e.V. EFAS, Stuttgart
Michael Stier, Geschäftsführer Jobcenter Region Hannover

12:30 Uhr
Ende der Tagung mit dem Mittagessen

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An den Foren wirken u.a. mit:

Andrea Grimm, Evangelische Akademie Loccum
Prof. Dr. Rolf G. Heinze, Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Arbeit und Wirtschaft, Ruhr-Universität Bochum
Johannes Jakob, Abteilungsleiter Arbeitsmarktpolitik, DGB Bundesvorstand, Berlin
Petra Kaps, ZEP – Zentrum für Evaluation und Politikberatung, Berlin
Dr. Joachim Lange, Evangelische Akademie Loccum
Ines Nössler, Evangelischer Fachverband für Arbeit und soziale Integration e.V. EFAS, Stuttgart
Bernd Nothnick, Leiter, Referat Arbeits- und Beschäftigungsförderung, Berufliche Qualifizierung,
Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Hannover
Dominik Schad, Geschäftsführer, Vestische Arbeit, Jobcenter Kreis Recklinghausen
Dr. Matthias Schulze-Böing, Geschäftsführer, MainArbeit Kommunales Jobcenter Offenbach und Leiter, Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration, Stadt Offenbach
Dr. Marie-Claire Senden, Leiterin, Referat Grundsatzfragen der Grundsicherung für Arbeitsuchende, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Berlin
Michael Stier, Geschäftsführer Jobcenter Region Hannover



Mehr zum Thema

Im letzten Herbst begann eine neue Grundsatzdebatte über das SGB II. Seither haben viele Parteien und Verbände Ihre Forderungen und Reformvorstellungen konkretisiert: Sie reichen von der vorsichtigen Weiterentwicklung über eine neues Austarieren von „Fördern und Fordern“ bis hin zum Vorschlag, „Hartz IV hinter uns zu lassen“.

Doch was liegt vor uns? Was käme nach einer arbeitsmarktpolitischen Revolution? Wie könnte „Hartz 4.0“ aussehen? Oder sollte es doch lieber ein „SGB 2.1“ werden? Schließlich sehen viele im SGB II einen wichtigen Baustein für das deutsche „Jobwunder“ der letzten Jahre.

Konkret stellt sich die Frage, ob und wie der Druck zur Aufnahme einer Arbeit, den auch viele Beschäftigte und Kurzzeitarbeitslose als belastend empfunden haben, gemildert und durch zusätzliche Qualifikationsmöglichkeiten ergänzt werden sollte.

Diese Frage bezieht die Sanktionen mit ein, die angesichts des aktuellen Verfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht eine besondere Aufmerksamkeit erfahren. Doch auch jenseits dieses juristischen Verfahrens ist der Ruf laut geworden, eine neue Kultur im Umgang zwischen Jobcentern und Leistungsberechtigten zu etablieren. An die Seite dieser neuen Kultur müssen zusätzliche Angebote – gerade für Langzeitarbeitslose – treten. Welche könnten das sein? Hat der Soziale Arbeitsmarkt, der seit Anfang des Jahres in Kraft ist, die erhofften Verbesserungen bewirkt? Wo bestehen Verbesserungs- und Nachsteuerungsbedarfe?

Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion dieser Fragen zu beteiligen.

 

Dr. Joachim Lange, Tagungsleiter

Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

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Organisatorisches

Tagungsnummer

1963

Tagungsgebühren

Regulär
120€
Ermäßigt
60€

Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur gegen gültige Bescheinigung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nur nach vorheriger Abstimmung möglich.
Ein Drittel des Teilnehmerbeitrages wird als institutioneller Beitrag für die Evangelische Akademie Loccum erhoben.

Stornierung

Bei einer Absage nach dem 11.11.2019 müssen wir Ihnen 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.

Überweisungen

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 12661 auf folgendes Konto:

Evangelische Bank eG
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50
BIC: GENODEF1EK1

Anreise

Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier

Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 18.11.2019, 11:30 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 19.11.2019, 13:30 Uhr

Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.