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EU-Beitritt - vom "Wann" zum "Ob"?

Die neue Westbalkanpolitik der EU und ihrer Mitgliedsstaaten

Neuer Termin: 07.09.2020 - 09.09.2020

Thema

Seit den 1990er Jahren war die Erweiterung der EU das zen­trale und prägende Paradigma der europäischen Außen- und Nachbarschaftspolitik. In Brüssel und in den europäi­schen Hauptstädten beginnt nun die hektische Suche nach einem neuen Modell, um die Beziehungen zu den unmittel­baren europäischen Nachbarn zu organisieren.

Wie müsste eine neue europäische Westbalkanpolitik gestaltet werden, damit  die EU und der Westbalkan – trotz aller Schwierigkeiten – weiter zusammenwachsen können?

Die Tagung findet in Kooperation mit der Südosteuropa-Gesellschaft (SOG) statt. Ansprechpartner ist: Tobias Flessenkemper

Programm

Montag, 30.03.2020
13:30 Uhr
Anreise der Teilnehmenden zum Stehkaffee

14:00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung

Dr. Thomas Müller-Färber, Ev. Akademie Loccum
Tobias Flessenkemper, Südosteuropa Gesellschaft, Belgrad/Düsseldorf

14:10 Uhr
Der Westbalkan: Eine Region der Chancen und Herausforderungen

Prof. Dr. Florian Bieber, Direktor, Zentrum für Südosteuropastudien, Graz

15:30 Uhr
Kaffee und Kuchen

16:00 Uhr
Die EU und der Westbalkan: eine schwierige Beziehung?

Dr. Florent Marciacq, Centre International de Formation Européenne (CIFE), Nizza
Dr. Simonida Kacarska, Direktor, European Policy Institute, Skopje
Prof. Dr. Jasmin Mujanovič, Elon University (North Carolina), Elon/Sarajevo
Moderation: Christian Hagemann, stellv. Direktor, Südosteuropa-Gesellschaft – SOG), München

17:00 Uhr
Kaffee- und Teepause

17:15 Uhr
Fortsetzung der Plenardiskussion

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Pressegespräch: Was hält uns nachts wach, wenn wir an den Westbalkan denken?

Adelheid Wölfl, Südosteuropa-Korrespondentin, Der Standard, Sarajevo
Norbert Mappes-Niediek, Autor und freier Journalist, Graz
Moderation: Tobias Flessenkemper, Südosteuropa Gesellschaft, Belgrad/Düsseldorf

21:00 Uhr
Ausklang auf der Galerie

Dienstag, 31.03.2020
08:15 Uhr
Morgenandacht (optional), anschl. Frühstück

09:15 Uhr
Ideenworkshop: Auf der Suche nach einer neuen Westbalkan-Politik

09:30 Uhr
„Ideen-Speeddating“ (im Plenum)

Europa: Einen neuen Ansatz für die Beziehungen zwischen EU und dem Westbalkan entwickeln
Dr. Adnan Cerimagić, Europäische Stabilitätsinitiative (ESI), Berlin

„Togetherness“: Dialog und Versöhnung unterstützen
Dr. Mario Mažić, Youth Initiative for Human Rights (YIHR) und Humanitarian Law Center Kosovo, Zagreb

Demokratie: Gesellschaftlichen Wandel und Rechtsstaatlichkeit voranbringen
Dr. Max Brändle, Büroleiter, Friedrich-Ebert-Stiftung in Serbien, Belgrad

10:30 Uhr
Arbeit in parallelen Diskussionsforen

-
Forum I

Europa
Dr. Adnan Cerimagić, Europäische Stabilitätsinitiative (ESI), Berlin
Peter Grk, Koordinator für den Westbalkan, slowenisches Außenministerium, Ljubljana
Moderation: Dr. Vedran Džihić, Österreichisches Institut für internationale Politik (oiip), Wien

-
Forum II

„Togetherness“
Dr. Mario Mažić, Youth Initiative for Human Rights (YIHR) und Humanitarian Law Center Kosovo, Zagreb
Đuro Blanuša, Generalsekretär, Regional Youth Cooperation Office (RYCO), Tirana
Dr. Marika Djolai, European Center for Minority Issues (ECMI), Flensburg
Saranda Bogujevici, Künstlerin, Galeristin und Mitglied im Parlament der Republik Kosovo, Pristina/Manchester
Christoph Lüttmann, Managing Director, CSSP, Berlin Center for Integrative Mediation, Berlin
Moderation: Thomas Osorio, Universität Leuven

-
Forum III

Demokratie
Dr. Max Brändle, Büroleiter, Friedrich-Ebert-Stiftung in Serbien, Belgrad
Dr. Corina Stratulat, European Policy Center, Brüssel
Ardian Hackaj, Shteti Web, Cooperation and Development Institute (CDI), Tirana
Dr. Siddharth Tripathi, Stiftung Wissenschaft und Politik, Will Brandt School of Public Policy, Berlin/Erfurt
Christian Castagna, VoisinageS, Paris
Moderation: Valeska Esch, Aspen Institute Germany, Berlin

11:15 Uhr
Kaffee- und Teepause

11:30 Uhr
Fortsetzung der drei parallelen Diskussionsforen

12:30 Uhr
Mittagessen

14:00 Uhr
Wie soll es weitergehen mit der europäischen Westbalkanpolitik? (im Plenum)

Damir Arnaut, Mitglied des Repräsentantenhauses, Mitglied der politischen Partei "Naša stranka", Parlament Bosnien und Herzegowina, Sarajevo
Michael Brand, MdB, (CDU), Menschenrechtsausschuss, Berlin/Fulda
Josip Juratović, MdB (SPD), Sprecher des Unterausschusses Krisenprävention und Konfliktlösung und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses, Berlin/Heilbronn
Moderation: Dr. Thomas Müller-Färber

15:00 Uhr
Kaffee und Kuchen

15:30 Uhr
Fortsetzung der Plenumsdiskussion

16:30 Uhr
Kaffee- und Teepause

16:30 Uhr
Schreibwerkstatt (in parallelen Foren)

in den parallelen Foren

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
„Perspektivenwechsel“: Was kann uns Kunst und Kultur über den Westbalkan sagen?

Dr. Alida Bremer, Autorin, Übersetzerin, Literaturwissenschaftlerin, Münster
Prof. Dr. Miranda Jakiša, Professur für Südslawische Literatur- und Kulturwissenschaften, Universität Wien

21:00 Uhr
Ausklang auf der Galerie

Mittwoch, 01.04.2020
08:15 Uhr
Morgenandacht (optional), anschl. Frühstück

09:30 Uhr
Präsentation der Ergebnisse der Diskussionsforen

10:30 Uhr
Kaffee- und Teepause

10:45 Uhr
Abschlussplenum: Auf der Suche nach einer neuen Westbalkanpolitik:

Welche Schlüsse sind zu ziehen? Wie soll es weitergehen?
Botschafter Gordan Bakota, Botschaft der Republik Kroatien in Deutschland, Berlin
Dr. Vedran Džihić, Österreichisches Institut für internationale Politik (oiip), Wien
Peter Grk, Koordinator für den Westbalkan, slowenisches Außenministerium, Ljubljana
Christiane Hullmann, stellv. Referatsleiterin, Westbalkan, Auswärtiges Amt, Berlin

12:30 Uhr
Mittagessen

13:20 Uhr
Busabfahrt zum Bf. Wunstorf

Ankunft ca. 14:00 Uhr

-
Die Tagung wird simultan verdolmetscht (Englisch Deutsch)

Mehr zum Thema

„Non“, sagte Macron. Mit dem Veto des französi­schen Präsidenten gegen die Aufnahme von Bei­trittsverhandlungen mit Albanien und Nord­mazedonien tritt die europäische Außenpolitik in eine neue Ära.

Seit den 1990er Jahren war die Erweiterung der EU das zen­trale und prägende Paradigma der europäischen Außen- und Nachbarschaftspolitik. In Brüssel und in den europäi­schen Hauptstädten beginnt nun die hektische Suche nach einem neuen Modell, um die Beziehungen zu den unmittel­baren europäischen Nachbarn zu organisieren.

Gemeinsam mit Praktiker/innen und Expert/innen aus dem In- und Ausland soll während der Tagung der zentralen Frage nachgegangen werden, wie eine neue europäische Westbalkanpolitik gestaltet werden müsste, damit – trotz aller Schwierigkeiten – die EU und der Westbalkan weiter zusammenwachsen können.

Der Westbalkan ist ohnehin mit zahlreichen Herausforde­rungen konfrontiert. Das Ende des Beitrittsprozesses trifft die Staaten und Gesellschaften dieser Region hart und un­mittelbar. Diese neue Situation wird aber auch Auswirkun­gen auf die EU haben. Immerhin liegt der Westbalkan mit­ten in Europa und ist geografisch umgeben von EU-Mit­gliedsstaaten.

Während der Tagung sind im Detail folgende Fragen zu stellen:

  • Mit welchen Problemlagen sind die Staaten und Ge­sellschaften des Westbalkans konfrontiert und welche ungenutzten Chancen gibt es für positive Entwicklun­gen?
  • Wie können Dialog und Versöhnung auf dem Westbal­kan befördert werden?
  • Welche Schritte können unternommen werden, um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der Region zu stärken?
  • Wie könnte eine neue Westbalkanpolitik der EU und ihrer Mitgliedsstaaten aussehen?

Diskutieren Sie mit. Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Dr. Thomas Müller-Färber, Tagungsleiter

Tobias Flessenkemper, Südosteuropa-Gesellschaft

Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

Downloads

Organisatorisches

Tagungsnummer

2017

Tagungsgebühren

Standard
210€
Ermäßigt
100€

Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur gegen Einreichung einer gültigen Bescheinigung vor der Tagung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.

Stornierung

Bei einer Absage nach dem 08.03.2020 müssen wir Ihnen 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.

Überweisungen

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 13203 auf folgendes Konto:

Kirchliche Verwaltungsstelle Loccum

Evangelische Bank eG
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50
BIC: GENODEF1EK1

Anreise

Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier

Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 30.03.2020, 12:30 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 01.04.2020, 14:00 Uhr

Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.