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EU-Beitritt - vom "Wann" zum "Ob"?

Die neue Westbalkanpolitik der EU und ihrer Mitgliedsstaaten

Eine Präsenz- und Online-Veranstaltung

Neuer Termin: 07.09.2020 - 09.09.2020

Thema

Dem Westbalkan mangelt es an Versöhnung. Trotz zahlreicher Bemühungen sind die inner- und zwischengesellschaftlichen Konflikte der Ex-Jugoslawien-Kriege der 90er Jahre nach wie vor virulent. Sie bilden für die Staaten der Region den wichtigsten Bremsklotz für wirtschaftlichen Fortschritt und die angestrebte europäische Integration. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten haben Dialog und Versöhnung daher zum Schwerpunkt ihrer Westbalkanstrategie erhoben. Wie kann dies gelingen?

Die Tagung findet in Kooperation mit der Südosteuropa-Gesellschaft (SOG) statt. Ansprechpartner ist: Tobias Flessenkemper

Programm

Montag, 07.09.2020
13:30 Uhr
Anreise der Teilnehmenden zum Stehkaffee

14:00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung

Dr. Thomas Müller-Färber, Ev. Akademie Loccum
Tobias Flessenkemper, Südosteuropa Gesellschaft, Belgrad/Düsseldorf

14:10 Uhr
Die EU und der Westbalkan: eine schwierige Beziehung? (via video link)

Prof. Dr. Florian Bieber, Direktor, Zentrum für Südosteuropastudien, Graz*

15:30 Uhr
Kaffee und Kuchen

16:00 Uhr
Die EU und der Westbalkan: Wie geht es weiter?

Wojciech Kowalski, Berater, Westbalkan Strategie, DG Near, Europäische Kommission, Brüssel*
Dr. Florent Marciacq, French-Austrian Centre for Rapprochement in Europe (CFA/ÖFZ), Wien
Dr. Simonida Kacarska, Direktor, European Policy Institute, Skopje
Josip Juratović, Mitglied des Deutschen Bundestages (SPD), Sprecher und Obmann des Unterausschusses für Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln sowie Mitglied des Auswärtigen Ausschusses, Berlin/Heilbronn
Moderation: Christian Hagemann, stellv. Direktor, Südosteuropa-Gesellschaft – SOG, München

17:00 Uhr
Kaffee- und Teepause

17:15 Uhr
Fortsetzung der Plenardiskussion

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Pressegespräch: Was hält uns nachts wach, wenn wir an den Westbalkan denken?

Adelheid Wölfl, Südosteuropa-Korrespondentin, Der Standard, Sarajevo
Norbert Mappes-Niediek, Autor und freier Journalist, Graz
Jovo Martinović, Investigativ-Journalist, Podgorica*
Moderation: Tobias Flessenkemper, Südosteuropa Gesellschaft, Belgrad/Düsseldorf

21:00 Uhr
Ausklang auf der Galerie

-

* angefragt

Dienstag, 08.09.2020
08:15 Uhr
Morgenandacht (optional), anschl. Frühstück

09:15 Uhr
Ideenworkshop: Auf der Suche nach einer neuen Westbalkan-Politik

09:30 Uhr
Erläuterungen zum Ablauf

Europa: Einen neuen Ansatz für die Beziehungen zwischen EU und dem Westbalkan entwickeln
Dr. Adnan Cerimagić, Europäische Stabilitätsinitiative (ESI), Berlin

„Togetherness“: Dialog und Versöhnung unterstützen
Dr. Mario Mažić, Youth Initiative for Human Rights (YIHR) und Humanitarian Law Center Kosovo, Zagreb

Demokratie: Gesellschaftlichen Wandel und Rechtsstaatlichkeit voranbringen
Dr. Max Brändle, Büroleiter, Friedrich-Ebert-Stiftung in Serbien, Belgrad

09:45 Uhr
Arbeit in parallelen Arbeitsgruppen

-
AG I

Europa
Dr. Adnan Cerimagić, Europäische Stabilitätsinitiative (ESI), Berlin
Aleksandra Tomanić, Exekutivdirektorin des Europäischen Fonds für den Balkan, Belgrad*
Christian Castagna, VoisinageS, Paris
Peter Grk, Koordinator für den Westbalkan, slowenisches Außenministerium, Ljubljana
Moderation: Dr. Vedran Džihić, Österreichisches Institut für internationale Politik (oiip), Wien*

-
AG II

„Togetherness“
Dr. Mario Mažić, Youth Initiative for Human Rights (YIHR) und Vorstandsmitglied des Humanitarian Law Center Kosovo, Zagreb
Đuro Blanuša, Generalsekretär, Regional Youth Cooperation Office (RYCO), Tirana
Dr. Marika Djolai, European Center for Minority Issues (ECMI), Flensburg
Saranda Bogujevici, Künstlerin, Galeristin und Mitglied im Parlament der Republik Kosovo, Pristina/Manchester*
Christoph Lüttmann, Managing Director, CSSP, Berlin Center for Integrative Mediation, Berlin*
Moderation: Thomas Osorio, Universität Leuven*

-
AG III

Demokratie
Dr. Max Brändle, Büroleiter, Friedrich-Ebert-Stiftung in Serbien, Belgrad
Dr. Corina Stratulat, European Policy Center, Brüssel
Ardian Hackaj, Shteti Web, Cooperation and Development Institute (CDI), Tirana (online)
Dr. Siddharth Tripathi, Stiftung Wissenschaft und Politik, Will Brandt School of Public Policy, Berlin/Erfurt
Moderation: Valeska Esch, Aspen Institute Germany, Berlin*

10:30 Uhr
Kaffee- und Teepause

10:45 Uhr
1. Rotationsphase

11:30 Uhr
Kaffee- und Teepause

11:45 Uhr
2. Rotationsphase

12:30 Uhr
Mittagessen

14:00 Uhr
Wie soll es weitergehen mit der europäischen Westbalkanpolitik? (im Plenum)

Majlinda Bregu, Generalsekretärin, Regionaler Kooperationsrat, Sarajevo*
Damir Arnaut, Mitglied des Repräsentantenhauses, Mitglied der politischen Partei "Naša stranka", Parlament Bosnien und Herzegowina, Sarajevo*
Viola von Cramon-Taubadel, Mitglied des Europäischen Parlaments (Fraktion der Grünen), Mitglied des Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten, Brüssel
Moderation: Dr. Thomas Müller-Färber

15:00 Uhr
Kaffee und Kuchen

16:00 Uhr
Schreibwerkstatt (parallel in den Arbeitsgruppen)

Fragen und Empfehlungen für die Zukunft

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
„Perspektivwechsel“: Was kann uns Kunst und Kultur über den Westbalkan sagen?

Dr. Alida Bremer, Autorin, Übersetzerin, Literaturwissenschaftlerin, Münster
Prof. Dr. Miranda Jakiša, Professur für Südslawische Literatur- und Kulturwissenschaften, Universität Wien

21:00 Uhr
Ausklang auf der Galerie

-

* angefragt

Mittwoch, 09.09.2020
08:15 Uhr
Morgenandacht (optional), anschl. Frühstück

09:30 Uhr
Was haben wir gelernt? Was haben wir verpasst? (Plenumsdiskussion)

Adis Merdzanovic, ZHAW School of Management and Law Institut für Marketing Management, Winterthur*

10:30 Uhr
Kaffee- und Teepause

10:45 Uhr
Abschlussplenum

Welche Schlüsse sind zu ziehen? Wie soll es weitergehen?
Botschafter Gordan Bakota, Botschaft der Republik Kroatien in Deutschland, Berlin*
Dr. Vedran Džihić, Österreichisches Institut für internationale Politik (oiip), Wien
Peter Grk, Koordinator für den Westbalkan, slowenisches Außenministerium, Ljubljana
Christiane Hullmann, stellv. Referatsleiterin, Westbalkan, Auswärtiges Amt, Berlin*

12:30 Uhr
Mittagessen

13:20 Uhr
Busabfahrt zum Bf. Wunstorf

Ankunft ca. 14:00 Uhr

-

* angefragt

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Die zukünftige Entwicklung des Westbalkans einschließlich der Integration der Region in die EU war eine Zeit lang ungewiss. Die aktuelle COVID-19-Krise sowie das Veto des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macro gegen die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Albanien und Nordmazedonien haben die Situation weiter verkompliziert. 20 Jahre nach dem Gipfel von Zagreb im Jahr 2000, der eine Perspektive für die europäische Integration bot, und nach Jahrzehnten tiefgreifender Krisen in der Region scheint die Zukunft des Westbalkans weniger sicher als noch vor einigen Jahren. Revanchismus, Ethno-Nationalismus und autoritäre Entwicklungen drohen das Hauptmerkmal der 2020er Jahre zu werden. Brain Drain und Informationsunordnung schwächen die Aussichten auf künftigen Wohlstand.

Unter Berücksichtigung der zahlreichen Herausforderungen innerhalb und zwischen den Ländern der Region sowie mit und innerhalb der Europäischen Union verfolgt diese Expertenkonferenz einen vorausschauenden Ansatz und zielt darauf ab, innovative Ideen zu entwickeln, die dazu beitragen könnten, das weitere Auseinanderdriften des Westbalkans und der EU zu stoppen. Zusammen mit Praktikern und Experten aus den Ländern der Region und aus der gesamten EU werden wir drei miteinander verflochtene Herausforderungen angehen – nämlich autoritäre Herrschaft, anhaltende ethnopolitische Spaltungen und die Suche nach einem neuen europäischen Ansatz für die Region. Gemeinsam werden wir versuchen, neue Möglichkeiten und Perspektiven für mögliche Lösungen zu entwickeln.

 

Dr. Thomas Müller-Färber, Tagungsleiter

Tobias Flessenkemper, Südosteuropa-Gesellschaft

Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

Downloads

Organisatorisches

Tagungsnummer

2017

Tagungsgebühren

Standard
210€
Ermäßigt
100€

Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur gegen Einreichung einer gültigen Bescheinigung vor der Tagung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.

Die Entscheidung über die Durchführung dieser Tagung als Online-Tagung (aufgrund der noch bestehenden Corona-Maßnahmen) für Teilnehmende ist noch nicht endgültig getroffen. Daher sind die Angaben zu Tagungsbeiträgen, Bustransfer etc. noch variabel. Bei Anmeldung werden wir Sie entsprechend informieren.

Stornierung

Bei einer Absage nach dem 24.08.2020 müssen wir Ihnen 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.

Überweisungen

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 13210 auf folgendes Konto:

Kirchliche Verwaltungsstelle Loccum

Evangelische Bank eG
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50
BIC: GENODEF1EK1

Anreise

Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier

Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 07.09.2020, 12:30 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 09.09.2020, 14:00 Uhr

Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.