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Regionale Versorgungszentren in ländlichen Räumen Niedersachsens

Lehren der Modellprojekte für die bedarfsgerechte Daseinsvorsorge

20.06.2022 - 21.06.2022

Thema

Soziale Daseinsvorsorge hat eine zentrale Bedeutung für die Entwicklung ländlicher Räume. Daher fördert das Land Niedersachsen in einem Modellprojekt Regionale Versorgungszentren (RVZ) in kommunaler Trägerschaft. Die RVZ umfassen hausärztliche Medizinische Versorgungszentren und können andere gesundheitsbezogene Leistungen ebenso bündeln, wie z.B. Angebote zur Unterstützung von Familien. Was kann man aus den Erfahrungen der ersten RVZ für die Ausgestaltung bestehender und künftiger RVZ lernen?

Ihre Gesundheit ist uns wichtig. Bitte beachten Sie daher die aktuellen Hygienevorschriften der Ev. Akademie Loccum. Vielen Dank.

Programm

Montag, 20.06.2022
13:45 Uhr
Begrüßung und Einleitung

Dr. Joachim Lange, Evangelische Akademie Loccum
Dr. Kirsten Hendricks, Niedersächsisches Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Hannover

14:10 Uhr
Regionale Versorgungszentren als Beitrag zur Gewährleistung der Daseinsvorsorge in den ländlichen Räumen

Ministerin Birgit Honé, Niedersächsisches Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Hannover

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Die Bedeutung der Daseinsvorsorge für die Entwicklung ländlicher Räume

Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Generalsekretär, ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft und Leibniz Universität Hannover

15:30 Uhr
Kaffeepause

16:00 Uhr
Modellprojekte und ihre regionalen Spezifika – RVZ Wurster Nordseeküste

Landrat Kai-Uwe Bielefeld und Friedhelm Ottens, Erster Kreisrat, Landkreis Cuxhaven

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Baddeckenstedt

Bernd Retzki, Dezernent für Schule, Jugend und Soziales, Landkreis Wolfenbüttel

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Leinebergland

Marlies Bahrenberg, Geschäftsführerin, RVZ Leinebergland gGmbH i. Gr., Alfeld

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Ergebnisse der Evaluation

Prof. Dr. Rolf G. Heinze und Rabea Bieckmann, Ruhr-Universität Bochum und InWIS Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung GmbH, Bochum

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Gemeinsame Diskussion

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Ansätze für eine integrierte Gesundheitsversorgung auf regionaler Ebene in Deutschland

Prof. Dr. Josef Hilbert, IAT Institut für Arbeit und Technik, Gelsenkirchen und Vorsitzender, Netzwerk Deutscher Gesundheitsregionen

Dienstag, 21.06.2022
08:15 Uhr
Einladung zur Morgenandacht, anschl. Frühstück

09:30 Uhr
Kommunen als Träger Regionaler Versorgungszentren: Welche Governancefragen an den Schnittstellen zwischen den Akteuren sind zu klären?

Panel eingeleitet durch einen Vortrag von
Prof. Dr. Dr. Thomas Gerlinger, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld

und Eingangsstatements von
Oliver Kamlage, Arbeitsgemeinschaft kommunale Spitzenverbände und Geschäftsführer, Niedersächsischer Städte- und Gemeindebund, Hannover
Mark Barjenbruch, Vorsitzender des Vorstandes, Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen, Hannover
Hanno Kummer, Leiter Landesvertretung Niedersachsen, Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), Hannover
Friedhelm Ottens, Erster Kreisrat, Landkreis Cuxhaven
Dr. Birte Gebhardt, Projektleiterin Umsetzung der Ergebnisse der Enquetekommission zur Sicherstellung der ambulanten und stationären medizinischen Versorgung, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Hannover
Dr. Andreas Rühle, Geschäftsführer, Regionales Versorgungszentrum Wurster Nordseeküste gGmbH
Ministerin Birgit Honé, Niedersächsisches Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Hannover

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Stehkaffee

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Diskussion

12:15 Uhr
Ausblick

Ministerin Birgit Honé, Hannover

12:30 Uhr
Ende der Tagung mit dem Mittagessen

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Modellprojekt Regionale Versorgungszentren (RVZ)

Im Jahr 2020 hat das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung das Modellprojekt Regionale Versorgungszentren gestartet, mit dem den Herausforderungen für die Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen aktiv begegnet werden soll. Das erste RVZ wurde bereits eröffnet, weitere folgen im Laufe des Jahres.

Den Kern der kommunalen RVZ bildet ein kommunales medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) mit angestellten Ärzt*innen zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung.

Ergänzend werden zum MVZ weitere Angebote der Daseinsvorsorge in das RVZ integriert. Hierzu zählen neben medizinnahen Dienstleister*innen aus Bereichen wie Orthopädie und Physiotherapie, Apotheken, Sanitätshäuser und Beratungsangebote oder Begegnungsmöglichkeiten z.B. in Form eines Cafés. Auch die Koordination haushaltsnaher Dienstleistungen ist möglich. Die verschiedenen Angebote der RVZ sollen an einem zentralen und gut erreichbaren Ort gebündelt werden.

Was genau am jeweiligen Standort benötigt wird, legen die Akteure vor Ort fest. In jedem Fall soll mit den RVZ eine attraktive und an den praktischen Bedürfnissen der Menschen orientierte Infrastruktur geschaffen werden. Das Ziel ist es, hausärztliche Versorgung zu stärken, innovative Ansätze in der Gesundheits- und Pflegeversorgung einzubinden und attraktive Beschäftigungsmodelle zu schaffen.

Im Rahmen der „ZILE-Richtlinie“ über die Gewährung von Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung können Kommunen landesweit eine Förderung für die Konzeptionierung von Regionalen Versorgungszentren und für Teile von deren Infrastruktur erhalten.

Mehr zum Thema

Infrastrukturen und Leistungen der Daseinsvorsorge haben eine zentrale Bedeutung für die Entwicklung ländlicher Räume. Der demographische Wandel erschwert ihre effiziente Bereithaltung und selbst dort, wo die Versorgungsdichte statistisch nicht schlecht aussieht, müssen oft weite Wege zurückgelegt werden, was für ältere Menschen und junge Familien oft ein Problem darstellt.

Um Kommunen in ihren Bemühungen zu unterstützen, die soziale Daseinsvorsorge sicherzustellen und Wege zu verkürzen, fördert das Land Niedersachsen seit 2020 in einem Modellprojekt Regionale Versorgungszentren (RVZ) in kommunaler Trägerschaft. Die Regionalen Versorgungszentren umfassen hausärztliche Medizinische Versorgungszentren und können andere pflege- und gesundheitsbezogene Leistungen ebenso bündeln, wie Angebote zur Unterstützung von Familien oder im haushaltsnahen Bereich.

Nachdem die ersten RVZ auf den Weg gebracht wurden, sollen auf der Tagung Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik und -verwaltung sowie der Verbände erste Erfahrungen der Modellprojekte und die Ergebnisse einer begleitenden Evaluation diskutieren und auf ihre Lehren für die Ausgestaltung von bestehenden und künftigen RVZ befragen.

Sie sind herzlich eingeladen, sich an dieser Debatte zu beteiligen.

Ministerin Birgit Honé, Niedersächsisches Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Hannover

Dr. Joachim Lange, Studienleiter Wirtschafts- und Sozialpolitik, Evangelische Akademie Loccum

PD Dr. Verena Grüter, Direktorin, Evangelische Akademie Loccum

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Organisatorisches

Tagungsnummer

22126

Tagungsgebühren

Regulär
90€
Ermäßigt
45€

Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur bei Vorlage einer gültigen Bescheinigung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nur nach vorheriger Abstimmung möglich.

Stornierung

Bei einer Absage nach dem 13.06.2022 müssen wir Ihnen 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.

Überweisungen

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 15877 auf folgendes Konto:

Kirchliche Verwaltungsstelle Loccum

Evangelische Bank eG
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50
BIC: GENODEF1EK1

Anreise

Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier

Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 20.06.2022, 12:50 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 21.06.2022, 13:30 Uhr

Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.