71. Loccumer Kulturpolitisches Kolloquium in Kooperation mit der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.
20.02.2026 - 22.02.2026
Wo konnten Ansätze der „Neuen Kulturpolitik“ überzeugen und was haben sie bewirkt? Wie lassen sich im Geist der Neuen Kulturpolitik aktuelle kulturpolitische Herausforderungen bewerkstelligen? War für die „Neue Kulturpolitik“ das Bild der „aktivierenden Kulturpolitik“ paradigmatisch, so scheint heute angesichts der rasanten Entwicklung (Digitalisierung, globale Konflikte) eher das Bild einer „adaptiven Kulturpolitik“ angemessen. Was bedeutet das konkret für Programmatik und Akteure?
Dr. Albert Drews, Akademie Loccum
Prof. Dr. Markus Hilgert, Präsident, Kulturpolitische Gesellschaft e.V.
Prof Dr. Ingolfur Blühdorn, Institut für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit, Wirtschaftsuniversität Wien
Prof. Dr. Max Fuchs, Wuppertal
Dr. Norbert Sievers, ehem. Hauptgeschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V., Steinhagen
Margarethe Goldmann, ehemalige Vize-Präsidenten der Kulturpolitischen Gesellschaft und
Kulturdezernentin a.D., Wiesbaden
im Gespräch mit
Prof. Dr. Olaf Schwencke, Gründungspräsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.,
Dr. Norbert Sievers, ehem. Hauptgeschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.
Margarethe Goldmann, ehem. Vize-Präsidentin der Kulturpolitischen Gesellschaft
Kurt Eichler, Geschäftsführender Direktor der Kulturbetriebe Dortmund a.D.
Prof. Dr. Julia Lehner, Bürgermeisterin, Geschäftsbereich Kultur, Stadt Nürnberg (angefragt)
Prof. Dr. Birgit Mandel, Stiftung Universität Hildesheim
Dr. Thomas Röbke, ehem. Vorsitzender des Sprecher:innenrates des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement, Nürnberg
Dr. Tobias J. Knoblich, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur, Erfurt
Fabian Burstein, Publizist und Kulturmanager, Geschäftsführer der Psychoanalytischen Akademie, Wien
Michael Annoff, Neue Aufraggeber, Berlin
Jasmin Vogel, Vorständin, Kulturforum Witten
Mögliche Themen:
- Diversität / Vielfalt
- Relevanz
- Digitalisierung / Künstliche Intelligenz
- Postkolonialismus
- Populismus / Polarisierung
- Künstlerische Freiheit / Cancel Culture
- Commons / Individualisierung
- Nachhaltigkeit / Resilienz
- Europa / Internationales
- Urbanität / Ländlichkeit
Vortrag
Dr. Rupert Graf Strachwitz, Vorstand, Maecenata-Stiftung, München/Berlin
Prof Dr. Markus Hilgert, Präsident Universität der Künste Berlin und Präsident der Kulturpolitischen
Gesellschaft e.V.
Carmen Emigholz, Staatsrätin beim Senator für Kultur, Bremen
Prof. Dr. Markus Hilgert, Berlin
Carmen Emigholz, Bremen
Prof. Dr. Ingolfur Blühdorn, Wien
Awet Tesfaiesus, MdB, Berlin
Annekatrin Klepsch, Bürgermeisterin, Beigeordnete für Kultur, Wissenschaft und Tourismus der
Landeshauptstadt Dresden
Moderation: Prof. Dr. Oliver Scheytt, KULTUREXPERTEN, ehem. Präsident der Kulturpolitischen
Gesellschaft e.V., Essen
Die „Neue Kulturpolitik“ bezeichnet einen Ansatz, der in den 1970er Jahren in Deutschland Kultur nicht mehr nur als Förderung von Hochkultur (wie Theater, Oper, Museen) verstand, sondern als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie zielte darauf ab, kulturelle Teilhabe für alle Bevölkerungsschichten zu ermöglichen und Kultur als Mittel zur sozialen Integration, Bildung und demokratischen Partizipation zu fördern. Dabei standen Themen wie kulturelle Bildung, Unterstützung der freien Kulturszene und die Berücksichtigung interkultureller Aspekte im Mittelpunkt.
Die Evangelische Akademie Loccum war mit ihren Kulturpolitischen Kolloquien zu Beginn der 70er Jahre zentraler Ort der Aushandlung einer Neuen Kulturpolitik. Hier entstand auch die Idee einer „Kulturpolitischen Gesellschaft“ als Verband, der die politischen Ziele vorantreibt. Die Gründung erfolgte dann 1976 in Hamburg.
Heute, 50 Jahre später, steht die Kulturpolitische Gesellschaft vor der Herausforderung, ein neues Grundsatzprogramm zu formulieren – viele politischen Ziele sind erreicht (z.B. Etablierung von Soziokultur), andere erwiesen sich als utopisch oder zumindest als undifferenziert („Kultur für alle“) und werden seit einigen Jahren, berechtigt oder nicht, kritisiert („Von Allem zu viel und überall das Gleiche“). Zudem gilt es heute, kulturelle und gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern, die vor 50 Jahren nicht bedacht wurden oder noch nicht bedacht werden konnten. Stichworte wären hier: Digitalisierung, Postkolonialismus, Nachhaltigkeit, finanzielle Kürzungen im Kulturbereich, rechtspopulistische Instrumentalisierungen etc. Es ist daher, nicht nur für die Kulturpolitische Gesellschaft e.V., Zeit, darüber nachzudenken, wie aus einer „Neuen Kulturpolitik“ eine Kulturpolitik der Resilienz werden kann.
Sie sind herzlich zur Diskussion eingeladen!
Dr. Albert Drews, Tagungsleiter, Ev. Akademie Loccum
Prof. Dr. Markus Hilgert, Präsident, Kulturpolitische Gesellschaft e.V.
Prof. Dr. Julia Koll, Direktorin, Ev. Akademie Loccum
Tagungsnummer
2608
Tagungsgebühren
Regulär
240€
Ermäßigt
160€
Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Auszubildende, Studierende bis 35 Jahre, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur bei Vorlage einer gültigen Bescheinigung vor der Tagung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.
Stornierung
Bei einer Absage nach dem 10.02.2026 müssen wir Ihnen 50% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.
Bei einer Absage nach dem 16.02.2026 müssen wir Ihnen 100% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.
Bei nicht erfolgter Absage müssen wir die gesamte Tagungsgebühr in Rechnung stellen.
Zahlung
Bitte bezahlen Sie die Gebühren erst nach Erhalt einer Rechnung von uns.
Anreise
Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier
Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 20.02.2026, 14:50 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 22.02.2026, 13:30 Uhr
Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.