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Bilanz ziehen - Kurs setzen: Grundzüge einer Kulturpolitik der Resilienz

71. Loccumer Kulturpolitisches Kolloquium in Kooperation mit der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.

20.02.2026 - 22.02.2026

Thema

Wo konnten Ansätze der „Neuen Kulturpolitik“ überzeugen und was haben sie bewirkt? Wie lassen sich im Geist der Neuen Kulturpolitik aktuelle kulturpolitische Herausforderungen bewerkstelligen? War für die „Neue Kulturpolitik“ das Bild der „aktivierenden Kulturpolitik“ paradigmatisch, so scheint heute angesichts der rasanten Entwicklung (Digitalisierung, globale Konflikte) eher das Bild einer „adaptiven Kulturpolitik“ angemessen. Was bedeutet das konkret für Programmatik und Akteure?

Freitag, 20.02.2026
15:30 Uhr
Anreise der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Kaffee und Kuchen

16:30 Uhr
Begrüßung und Eröffnung

Dr. Albert Drews, Akademie Loccum
Prof. Dr. Markus Hilgert, Präsident, Kulturpolitische Gesellschaft e.V.

17:00 Uhr
I. Hintergründe der Neuen Kulturpolitik – „(Spät-)moderne Zeiten. Neue Kulturpolitik im Epochenwandel“

-
Inputs von:

Prof Dr. Ingolfur Blühdorn, Institut für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit, Wirtschaftsuniversität Wien
Prof. Dr. Max Fuchs, Wuppertal

-
Anschließend Diskussion mit

Dr. Norbert Sievers, ehem. Hauptgeschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V., Steinhagen
Margarethe Goldmann, ehemalige Vize-Präsidenten der Kulturpolitischen Gesellschaft und
Kulturdezernentin a.D., Wiesbaden

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Ausklang auf der Galerie – Rückblick auf 50 Jahre „Neue Kulturpolitik"

im Gespräch mit
Prof. Dr. Olaf Schwencke, Gründungspräsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.,
Dr. Norbert Sievers, ehem. Hauptgeschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.
Margarethe Goldmann, ehem. Vize-Präsidentin der Kulturpolitischen Gesellschaft

Samstag, 21.02.2026
08:15 Uhr
Einladung zur Morgenandacht, anschl. Frühstück

09:30 Uhr
II. Lob der Neuen Kulturpolitik – „Überzeugendes Programm und starkes Konzept“

-
Inputs von:

Kurt Eichler, Geschäftsführender Direktor der Kulturbetriebe Dortmund a.D.
Prof. Dr. Julia Lehner, Bürgermeisterin, Geschäftsbereich Kultur, Stadt Nürnberg (angefragt)

-
Anschließend Diskussion mit:

Prof. Dr. Birgit Mandel, Stiftung Universität Hildesheim
Dr. Thomas Röbke, ehem. Vorsitzender des Sprecher:innenrates des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement, Nürnberg

10:45 Uhr
Pause

11:00 Uhr
III. Kritik der Neuen Kulturpolitik – „Blinde Flecken, Widersprüche und Verstrickungen“

-
Inputs von:

Dr. Tobias J. Knoblich, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur, Erfurt
Fabian Burstein, Publizist und Kulturmanager, Geschäftsführer der Psychoanalytischen Akademie, Wien

-
Anschließend Diskussion mit:

Michael Annoff, Neue Aufraggeber, Berlin
Jasmin Vogel, Vorständin, Kulturforum Witten

12:30 Uhr
Mittagessen

13:30 Uhr
Gelegenheit zur Besichtigung des Zisterzienserklosters Loccum (gestiftet 1163)

15:30 Uhr
Kaffee und Kuchen

16:00 Uhr
IV. Programm einer Kulturpolitik der Resilienz

-
Gesprächsrunden zu einem neuen Grundsatzprogramm der Kulturpolitischen Gesellschaft mit Mitgliedern des neuen Vorstands, der Landesgruppen und der Geschäftsstelle

Mögliche Themen:
- Diversität / Vielfalt
- Relevanz
- Digitalisierung / Künstliche Intelligenz
- Postkolonialismus
- Populismus / Polarisierung
- Künstlerische Freiheit / Cancel Culture
- Commons / Individualisierung
- Nachhaltigkeit / Resilienz
- Europa / Internationales
- Urbanität / Ländlichkeit

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Eine neue Kultur der Zivilität und Resilienz – Was kann Zivilgesellschaft dazu beitragen?

Vortrag
Dr. Rupert Graf Strachwitz, Vorstand, Maecenata-Stiftung, München/Berlin

Sonntag, 22.02.2026
08:15 Uhr
Einladung zur Morgenandacht, anschl. Frühstück

09:30 Uhr
V. Zukunft der Neuen Kulturpolitik – Kulturpolitik der Resilienz – Grundzüge einer adaptiven Kulturpolitik

-
Input von:

Prof Dr. Markus Hilgert, Präsident Universität der Künste Berlin und Präsident der Kulturpolitischen
Gesellschaft e.V.

10:15 Uhr
Relevanz als Baustein einer resilienten Kulturpolitik

Carmen Emigholz, Staatsrätin beim Senator für Kultur, Bremen

10:45 Uhr
Pause

11:00 Uhr
Abschlusspanel

Prof. Dr. Markus Hilgert, Berlin
Carmen Emigholz, Bremen
Prof. Dr. Ingolfur Blühdorn, Wien
Awet Tesfaiesus, MdB, Berlin
Annekatrin Klepsch, Bürgermeisterin, Beigeordnete für Kultur, Wissenschaft und Tourismus der
Landeshauptstadt Dresden
Moderation: Prof. Dr. Oliver Scheytt, KULTUREXPERTEN, ehem. Präsident der Kulturpolitischen
Gesellschaft e.V., Essen

12:30 Uhr
Verabschiedung, Ende der Tagung mit dem Mittagessen

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Die „Neue Kulturpolitik“ bezeichnet einen Ansatz, der in den 1970er Jahren in Deutschland Kultur nicht mehr nur als Förderung von Hochkultur (wie Theater, Oper, Museen) verstand, sondern als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie zielte darauf ab, kulturelle Teilhabe für alle Bevölkerungsschichten zu ermöglichen und Kultur als Mittel zur sozialen Integration, Bildung und demokratischen Partizipation zu fördern. Dabei standen Themen wie kulturelle Bildung, Unterstützung der freien Kulturszene und die Berücksichtigung interkultureller Aspekte im Mittelpunkt.

Die Evangelische Akademie Loccum war mit ihren Kulturpolitischen Kolloquien zu Beginn der 70er Jahre zentraler Ort der Aushandlung einer Neuen Kulturpolitik. Hier entstand auch die Idee einer „Kulturpolitischen Gesellschaft“ als Verband, der die politischen Ziele vorantreibt. Die Gründung erfolgte dann 1976 in Hamburg.

Heute, 50 Jahre später, steht die Kulturpolitische Gesellschaft vor der Herausforderung, ein neues Grundsatzprogramm zu formulieren – viele politischen Ziele sind erreicht (z.B. Etablierung von Soziokultur), andere erwiesen sich als utopisch oder zumindest als undifferenziert („Kultur für alle“) und werden seit einigen Jahren, berechtigt oder nicht, kritisiert („Von Allem zu viel und überall das Gleiche“). Zudem gilt es heute, kulturelle und gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern, die vor 50 Jahren nicht bedacht wurden oder noch nicht bedacht werden konnten. Stichworte wären hier: Digitalisierung, Postkolonialismus, Nachhaltigkeit, finanzielle Kürzungen im Kulturbereich, rechtspopulistische Instrumentalisierungen etc. Es ist daher, nicht nur für die Kulturpolitische Gesellschaft e.V., Zeit, darüber nachzudenken, wie aus einer „Neuen Kulturpolitik“ eine Kulturpolitik der Resilienz werden kann.

Sie sind herzlich zur Diskussion eingeladen!

Dr. Albert Drews, Tagungsleiter, Ev. Akademie Loccum
Prof. Dr. Markus Hilgert, Präsident, Kulturpolitische Gesellschaft e.V.
Prof. Dr. Julia Koll, Direktorin, Ev. Akademie Loccum

 

Organisatorisches

Tagungsnummer

2608

Tagungsgebühren

Regulär
240€
Ermäßigt
160€

Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Auszubildende, Studierende bis 35 Jahre, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur bei Vorlage einer gültigen Bescheinigung vor der Tagung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.

Stornierung

Bei einer Absage nach dem 10.02.2026 müssen wir Ihnen 50% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.
Bei einer Absage nach dem 16.02.2026 müssen wir Ihnen 100% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.
Bei nicht erfolgter Absage müssen wir die gesamte Tagungsgebühr in Rechnung stellen.

Zahlung

Bitte bezahlen Sie die Gebühren erst nach Erhalt einer Rechnung von uns.

Anreise

Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier

Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 20.02.2026, 14:50 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 22.02.2026, 13:30 Uhr

Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.