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Damit Rechtsextremismus nicht normal wird: Demokratie stärken im ländlichen Raum

22.04.2026 - 24.04.2026

Thema

Welche aktuellen Trends und Entwicklungen sind in Niedersachsen und Deutschland in der Entwicklung des Rechtsextremismus zu beobachten? Neben einer aktuellen Analyse dient diese Tagung der Vernetzung der vielfältigen Akteursszene in der Bekämpfung des Rechtsextremismus. Wo besteht Qualifikations- und Unterstützungsbedarf, besonders – aber nicht nur – bei lokalen und kirchlichen Demokratie-Initiativen und -projekten?

Mittwoch, 22.04.2026
15:00 Uhr
Kaffee und Kuchen

15:30 Uhr
Begrüßung und Einführung

Dr. Albert DREWS und
Dr. Thomas MÜLLER-FÄRBER, Ev. Akademie Loccum

15:45 Uhr
Formen des Rechtsextremismus im ländlichen Raum

Wie zeigt sich Rechtsextremismus in ländlichen Strukturen? Welche Unterschiede gibt es zum generellen Phänomen? Und welche Rolle spielt das „Ländliche“ im rechtsextremen Denken und Handeln? Welche zukünftigen Dynamiken und Entwicklungen lassen sich bereits ablesen? Welche Erfahrungen gibt es zu erfolgreichen Gegenstrategien?
Thorsten MASSINGER, Präsident Landeskriminalamt Niedersachsen, Hannover
Dr. Christian PFEIL, Koordinator „Distance – Ausstieg Rechts“, Oldenburg
Andreas SPEIT, Freier Journalist und Co-Autor des Buches “Völkische Landnahme"

16:30 Uhr
Murmelrunden, gefolgt von Plenumsdiskussion

17:15 Uhr
Kaffee- & Teepause

17:30 Uhr
Unzufrieden und abgehängt? Stabilität und Akzeptanz des demokratischen Systems in ländlichen Räumen

Was ist das Politische am Ländlichen? Welche Rolle spielt der Land-Stadt-Cleavage für Fragen der Demokratie? Welche Entwicklungen zeichnen sich ab?
Prof. Dr. Andreas KLÄRNER, Thünen-Institut, Braunschweig (angefragt)

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Rechtsextremismus im ländlichen Raum - Was sagen die Umfragen?

Prof. Dr. Simon T. FRANZMANN, Institut für Demokratieforschung und Co-Autor „Niedersächsischer Demokratie-Monitor 2023“, Georg-August-Universität Göttingen
Prof. Dr. Beate KÜPPER, Co-Autorin der „Mitte Studie“, Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach

21:00 Uhr
Informeller Ausklang auf der Galerie

Donnerstag, 23.04.2026
08:15 Uhr
Einladung zur Morgenandacht

08:30 Uhr
Frühstück

09:30 Uhr
Einführung in die Workshop-Phase

09:45 Uhr
Parallele Foren zu den Handlungsfeldern im Umgang mit der extremen Rechten im ländlichen Raum

Mit Inputs aus den Bereichen Kirche, Verbände, bürgerliches Engagement und Behörden
unter Mitwirkung von:
Larissa J. BECKS, Landessportbund Niedersachsen, Hannover
Lars DEDEKIND, Propst und Vorsitzender Sprecher:innenrat Initiative Kirche für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, Braunschweig
Jorinde FREßONKE, Polizeibeamtin und Demokratieschutzpatin, Polizeiinspektion Hameln
Dominique HIPPELI, Beauftragter für politische Bildung des Landkreises Lüneburg
Dr. Daniel RUDOLPHI, Weltanschauungsbeauftragter und Leiter „Team Demokratie und Frieden“, Evangelische Agentur, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers
Thomas KRUSE-STRACK, Initiative für Demokratie und Vielfalt „SüdheideBUNDT“, Greven

12:30 Uhr
Mittagessen

14:00 Uhr
Fish Bowl Diskussion: „Ahas“ aus den ländlichen Handlungsfeldern

15:00 Uhr
Kaffee und Kuchen

15:30 Uhr
Open Space

Wie uns Rechtsextremismus und -populismus im ländlichen Raum entgegenschlägt

18:30 Uhr
Abendessen

19:30 Uhr
Podiums-Diskussion: Brandmauern in der Kommunalpolitik – Standhaft oder doch bröckelnd?

Frank KLINGEBIEL (CDU), Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter (angefragt)
Ann-Katrin MÜLLER, Politikredakteurin im SPIEGEL-Hauptstadtbüro, Berlin (angefragt)
Prof. Dr. Wolfgang SCHROEDER, WZB-Fellow am Zentrum für Zivilgesellschaftsforschung, Berlin
(angefragt)

21:00 Uhr
Informeller Ausklang auf der Galerie

Freitag, 24.04.2026
08:15 Uhr
Einladung zur Morgenandacht

08:30 Uhr
Frühstück

10:15 Uhr
„Wir sind bunt“ „Wir auch!“ – Erfahrungen, Do’s und Dont`s in der Netzwerkbildung gegen Rechtsradikalismus

Einleitende Impulse von:
Wilfried MANNEKE, Sprecher, Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus e.V., Celle
Isa von BISMARCK-OSTEN, Gruppe beherzt – für Demokratie und Vielfalt e. V., Ebstorf

11:00 Uhr
Kaffee- & Teepause

11:15 Uhr
Was gilt es jetzt zu tun?

Abschlussdiskussion mit:
Daniela BEHRENS, Innenministerin, Hannover

12:20 Uhr
Verabschiedung

12:30 Uhr
Mittagessen

13:15 Uhr
Abfahrt des Shuttlebusses nach Wunstorf (ZOB)

(Ankunft Wunstorf ca. 14 Uhr)

Mehr zum Thema

Rassistische Verschwörungserzählungen im Plenarsaal, nationalistische Symbole neben Friedenszeichen, Hitler-Witze in Gruppenchats und Angriffe auf Unterkünfte von Geflüchteten: Der Rechtsextremismus in Deutschland ist auf dem Vormarsch und diversifiziert sich gleichzeitig. Während die Zuwächse an den AfD-Wahlerfolgen oder dem Anstieg rechtsextremer Straftaten um fast 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr (vgl. Bundesverfassungsschutzbericht vom 10.06.2025) deutlich erkennbar sind, ist die Vervielfältigung rechtsextremer Erscheinungs- und Aktionsformen deutlich komplexer zu erfassen. Extremistische Einstellungen setzen sich zunehmend in der Mitte der Gesellschaft fest. Die Betätigungsfelder der extremen Rechten sind nicht mehr auf adoleszente Subkulturen, Straßendemonstrationen oder einschlägige soziale Medien begrenzt, sondern finden sich in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen.

Die Tagung knüpft an die Veranstaltungen zum Rechtsextremismus der beiden Vorjahre an, besonders im Fokus steht dabei in diesem Jahr der ländliche Raum. Mit diesem Schwerpunkt wollen wir aktuelle Trends und Entwicklungen des Rechtsextremismus in den Blick nehmen mit dem Ziel, die vielfältigen Akteure, die sich in Niedersachsen gegen Rechtsextremismus engagieren, besser zu vernetzen und die Idee einer Netzwerkgründung sondieren sowie die Unterstützungs- und Qualifizierungsbedarfe von lokalen Demokratie-Initiativen und -projekten zu ermitteln und zu fördern.

Wir laden Sie herzlich zu unserer Tagung nach Loccum ein!

Dr. Albert Drews und Dr. Thomas Müller-Färber, Tagungsleiter, Evangelische Akademie Loccum
Prof. Dr. Julia Koll, Direktorin, Evangelische Akademie Loccum

 

Organisatorisches

Tagungsnummer

2618

Tagungsgebühren

Regulär
265€
Ermäßigt
165€

Die Tagungsgebühr beinhaltet Übernachtung, Verpflegung und Kostenbeitrag.
Für Auszubildende, Studierende bis 35 Jahre, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose gilt die ermäßigte Gebühr nur bei Vorlage einer gültigen Bescheinigung vor der Tagung.
Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.

Stornierung

Bei einer Absage nach dem 13.04.2026 müssen wir Ihnen 50% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.
Bei einer Absage nach dem 18.04.2026 müssen wir Ihnen 100% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.
Bei nicht erfolgter Absage müssen wir die gesamte Tagungsgebühr in Rechnung stellen.

Zahlung

Bitte bezahlen Sie die Gebühren erst nach Erhalt einer Rechnung von uns.

Anreise

Informationen über die Anreise mit dem PKW oder der Bahn finden Sie hier

Es besteht eine direkte Verbindung zur Akademie mit dem Zubringerbus ab dem Bahnhof in Wunstorf.
Zur Akademie - Abholung am Bahnhof Wunstorf, Ausgang ZOB: 22.04.2026, 14:10 Uhr
Zum Bahnhof - Ankunft am Bahnhof Wunstorf (voraussichtlich): 24.04.2026, 14:00 Uhr

Bitte setzen Sie im Anmeldeformular bei gewünschter Mitfahrt im Zubringerbus die entsprechende Auswahl, da die Plätze begrenzt sind.