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Obdachlos im Lockdown. Lockout für Menschen am Rande der Gesellschaft?

Psychiatrie unter dem Brennglas der Pandemie - Teil I

26.05.2021

Thema

Nicht systemrelevant. Diese Einordnung der psychiatrischen Versorgung hatte gravierende Auswirkungen für psychisch erkrankte Menschen. Angebote waren nicht mehr geöffnet, therapeutische und pflegende Mitarbeitende nicht mehr direkt zu erreichen. Betroffene fühlten sich allein gelassen. Die Pandemie zeigte Optionen zur Selbsthilfe, aber auch große Löcher auf. Ist das, was vorgehalten wird wirklich das, was Betroffene brauchen? Zeit, das System zu analysieren und nach Verbesserungen zu suchen.

Sie können sich auf dieser Seite zur Psychiatrie-Tagung Teil I – Obdachlos im Lockdown – anmelden.
Dieser Veranstaltungsteil wird von der Ärztekammer Niedersachsen mit 3 Fortbildungspunkten anerkannt.

Möchten Sie sich zu mehreren Veranstaltungen dieser Reihe anmelden, wollen wir Ihnen das erleichtern. Sie melden sich zu einem Teil an und schreiben in das Feld „Weitere Mitteilungen und Bemerkungen an die Akademie“ an welcher Veranstaltung (Teil und Name der Veranstaltung) Sie zudem teilnehmen möchten.

Alternativ melden Sie sich zu jeder Teil-Veranstaltung separat an:

Teil II Teil III TeilIV TeilV TeilVI

Die Online Veranstaltung findet über die Software Zoom unter strikter Einhaltung des Datenschutzes statt. Bitte finden Sie hier weitere Informationen dazu. Nach  der  Anmeldung  erhalten  Sie weitere  Hinweise  und  einen  Tag  vor  der  Veranstaltung einen Zugangs-Link.

Statements

Grußwort zur Tagung:

Seit mehr als einem Jahr beherrscht das Thema Corona-Pandemie unseren Alltag. Mir ist es ein ganz wichtiges Anliegen, dass wir bei all unserem Handeln die Schwächsten und besonders Verletzlichen nicht aus dem Blick verlieren. Die Loccumer Psychiatrietagung 2021 widmet sich diesem so wichtigen Thema. In guter Tradition haben Psychiatrie-Erfahrene und Angehörige bei Planung und Durchführung einen wesentlichen Anteil. Ich wünsche der Veranstaltung gutes Gelingen, hoffe auf viele gute Impulse und vor allem – bei einer durchaus wichtigen Rückschau – auch auf einen positiven Blick nach vorne.“

Daniela Behrens
Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Programm

Mittwoch, 26.05.2021
14:00 Uhr
Obdachlos im Lockdown. Lockout für Menschen am Rande der Gesellschaft?

Ramona Pold, Sozialarbeiterin, Caritasverband, Hannover
Sabine Tomaske, stv. Fachdienstleitung Sozialpsychiatrischer Dienst, Region Hannover
Andreas Jung, Erfahrungen mit Wohnungslosigkeit, Vorsitzender EX-IN e.V., Marburg

Moderation: Dr. Monika C. M. Müller, Ev. Akademie Loccum

16:15 Uhr
Ende der Veranstaltung

Freitag, 28.05.2021
10:00 Uhr
Krise im Lockdown! Starke Selbst-Hilfe nach Rückzug der Profis?

Andreas Landmann, Inklusionsnetz, Hof Windheim gGmbH, Stadthagen
Sunita Schwarz, Inklusionsnetz, Hof Windheim gGmbH, Stadthagen
Tanja Scheefe, Tandem e.V., Begegnungsstätte Gnarrenberg, Bremervörde
Karin Haehn, Landesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrene Nds. LPEN. e. V., Verden
Marion Grages, Selbsthilfegruppe Sonnenschein, Hohnhorst

Moderation: Prof. Dr. med. Detlef E. Dietrich, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, AMEOS Klinikum Hildesheim

12:15 Uhr
Ende der Veranstaltung

Mittwoch, 02.06.2021
14:00 Uhr
Begleitung im Lockdown. Genesungsbegleitende in Krise und Pandemie - und danach?

Therese Kurse, Offener Dialog e. V., Leipzig - Offener Dialog
Karin Aumann, EX-IN Niedersachsen, Hannover - Nutzerperspektive
Prof. Dr. med. Uwe Gonther, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinikum Bremen – Klinik
Sabine Fiebing, Referentin f. strategisches Versorgungsmanagement, AOK Nds., Hannover - Leistungsträger

Moderation: Wolfram Beins, Landesfachbeirat Psychiatrie Niedersachsen, Hannover

16:15 Uhr
Ende der Veranstaltung

Mehr zum Thema

Viele wohnungslose Menschen leiden unter psychischen Erkrankungen, aber nur wenige erhalten eine entsprechende Versorgung.  Aus verschiedenen Gründen sind diese Menschen nicht in der Lage selbst die grundlegendste gesundheitliche Versorgung in Anspruch zu nehmen. Sogenannte „Komm“-Strukturen sind für sie nicht geeignet. Der Alltag obdachloser Menschen ist unter den Coronaschutzbestimmungen noch härter geworden: weniger Unterkunftsplätze, weniger Anlaufstellen, weniger Hilfe, denn Wohnungslosenhilfe war und ist nicht automatisch systemrelevant.

Die Pandemie machte deutlich, dass hier grundlegend und langfristig andere Formen der Versorgung erforderlich sind, ohne die gewählte Freiheiten der Menschen einzuschränken.

Housing First ist ein Ansatz beim Umgang mit Obdachlosigkeit und eine Alternative zum herkömmlichen System von Notunterkünften und vorübergehender Unterbringung. Dieser Ansatz ist gut, wird jedoch nur einen Teil der Betroffenen erreichen. In Hannover entsteht ein erstes Haus mit 15 Plätzen. Wie kann die gesundheitliche Versorgung auch weiterhin auf der Straße lebender Menschen verbessert werden? Wie müssen ambulante Versorgungsstrukturen aussehen, die ankommen und angenommen werden?

Organisatorisches

Tagungsnummer

210301

Tagungsgebühren


10€

Die Tagungsgebühr ist nach der Anmeldung zu entrichten.
Bei Abmeldung oder Nichtteilnahme behalten wir die Gebühr als Verwaltungspauschale ein.

Überweisungen

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 14098 auf folgendes Konto:

Kirchliche Verwaltungsstelle Loccum

Evangelische Bank eG
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50
BIC: GENODEF1EK1